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FC Augsburg

16.05.2015

FCA unterliegt Hannover - und trotzdem ist Europa ganz nahe

Raul Bobadilla (links), der mit Rot vom Platz flog, im Kopfballduell mit Christian Schulz.
Bild: Christof Stache/afp

Der FC Augsburg verliert gegen Hannover, hat aber nach wie vor gute Chancen auf Europa.

Für den FC Augsburg steht auch nach der 1:2 (1:1)-Niederlage am vorletzten Spieltag gegen Hannover 96 die Tür auf die internationale Bühne weiter sperrangelweit offen. Bremen müsste schon die um zwölf Treffer bessere Tordifferenz gegen Augsburg aufholen, um den FCA noch vom Europa-League-Platz zu verdrängen. Hannover machte mit dem Sieg einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Die Tabelle

Dabei vertraute FCA-Trainer Markus Weinzierl auf fast die gleiche Elf, die bei Bayern München mit 1:0 gewann. Einzig Alexander Esswein musste für Rückkehrer Tobias Werner Platz machen, um den Traum von Europa vielleicht schon an diesem Samstag wahr zu machen. Doch Weinzierl warnte vor dem Tabellenvorletzten: „Diese Partie hat durchaus Endspielcharakter, da wird es mit Sicherheit zur Sache gehen.“

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FCA der Lieblingsgegner von Hannover

Und das tat es auch von Beginn an. Hannover rechnete sich gegen den FCA durchaus gute Chancen aus, im Kampf gegen den Abstieg Boden gut zu machen. Ist der FCA doch der Lieblingsgegner in der Bundesliga. Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten haben die 96er eine so gute Bilanz wie gegen Augsburg (vier Siege, drei Remis). In der ausverkaufen SGL-Arena, nur der Gästeblock wies Lücken auf, gab es von der ersten Minute an bissige Zweikämpfe.

Der FCA hatte zwar mehr Ballbesitz, doch zu Beginn war die Mannschaft von Gästetrainer Michael Frontzeck einen Ticken aggressiver, und so war die Führung nach 24 Spielminuten gar nicht mal unverdient. Eine tolle Kombination über Hiroshi Kiyotake und Jimmy Briand schloss Lars Stindl mit viel Übersicht zum 0:1 ab.

Durch zwei Tore von Kapitän Lars Stindl gelang Hannover 96 in Augsburg der erste Sieg im Jahr 2015. Für den FCA traf Paul Verhaegh per Elfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
17 Bilder
Die Bilder vom Heimspiel des FCA gegen Hannover 96
Bild: Ulrich Wagner

Sollte der FCA auf den Weg ins internationale Geschäft wieder über ein Kellerkind stolpern? Schließlich wartete Hannover 96 schon seit 16 (!) Spielen auf einen Sieg. Der letzte gelang allerdings im Hinspiel – genau gegen Augsburg (2:0). Doch die Antwort des FCA folgte schnell. Der Rückstand war schon sechs Minuten später wettgemacht. Abdul Rahman Baba zog von links Richtung Tor und sein Gegenspieler Hiroki Sakai brachte ihn knapp hinter der Strafraumbegrenzung zu Fall.

Verhaeghs cooler Elfmeter

Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zeigte zu recht auf den Elfmeterpunkt. Und dafür hat der FCA einen Mann: Paul Verhaegh. Der Kapitän stellte sich nach seinem Fehlschuss in München wie angekündigt wieder der Verantwortung. Und er zeigte sich cool bis in den kleinen Zeh. Denn diesmal schoss er nicht hart und platziert, sondern chippte den Ball über den in die rechte Ecke springenden Ron-Robert Zieler, mit viel Gefühl in die Tormitte zum 1:1 (30.). Die Partie war danach noch härter umkämpft. Zur Halbzeit hatte der FCA seinen fünften Tabellenplatz verteidigt, Hannover stand punktgleich mit Paderborn, Hamburg und Freiburg auf dem Relegationsplatz.

Auch nach dem Wechsel ging es mit gleicher Intensität weiter. Und wieder hatten die Gäste den besseren Start. Briand setzte sich auf der linken Seite gegen Hong durch und Lars Stindl verwertete den Querpass in der Mitte mit viel Willen zum 1:2 (54.). Briand und Stindl - das Duo bereitete der FCA-Defensive größte Probleme. Und es hätte ein weiteres Duplikat geben müssen. Denn in der 66. Minute flankte Paul Verhaegh von rechts in die Mitte und Sakai spielte den Ball im Strafraum klar mit der Hand. Elfmeter – nicht für Schiedsrichter Zwayer, der weiter spielen ließ. Eine klare Fehlentscheidung, nicht der einzige diskussionswürdige Pfiff des Berliners.

Benoten Sie die FCA-Spieler

Der FCA rannte nun an, Hannover verteidigte die so wichtige Führung mit allen Mitteln. In der 78. Minute setzte dann Weinzierl alles auf eine Karte. Sakai hatte kurz zuvor mit Gelb-Rot den Platz verlassen müssen, als der FCA-Trainer Sascha Mölders einwechselte. Teilweise fünf Mann spielten dann in der vordersten Angriffslinie. Der Ausgleich, der die Europa-League-Qualifikation hundertprozentig sicher gemacht hätte, wollte aber nicht mehr fallen. Zu allem Übel sah Kapitän Verhaegh in der 90. Minute dann auch noch Gelb-Rot und Bobadilla sah nach einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit Rot. Es war kein Tag zum Feiern für den FCA.

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