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FC Augsburg

27.05.2020

FCA zittert sich zu Unentschieden gegen Paderborn

Heiko Herrlich, Trainer des FC Augsburg, ratlos auf der Trainerbank.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Es war das 300. Bundesligaspiel des FCA, doch die Jubiläumsfeier fällt aus. In der leeren WWK-Arena kommen die Augsburger nicht über ein 0:0 gegen Paderborn hinaus.

Eine Jubiläumsfeier stellt man sich normalerweise anders vor. Man lädt seine Freunde am Abend ein, die Bude ist voll, es wird gelacht, vielleicht ein wenig getrunken und gesungen. All das konnte der FC Augsburg am Mittwochabend bei seinem 300. Bundesligaspiel in seiner Historie gegen den SC Paderborn nicht bieten. Aufgrund der Corona-Epidemie sind keine Zuschauer in der Bundesliga-Restsaison erlaubt, auch in der WWK-Arena nicht. Aber sie hätten auch nicht viel zu feiern gehabt. Denn der FCA zitterte sich mehr oder weniger zu einem dürftigen 0:0 gegen den Tabellenletzten.

Es war ein mehr als durchwachsenes Heim-Debüt von Trainer Heiko Herrlich. Denn bei der 1:2-Niederlage gegen Wolfsburg musste Co-Trainer Tobias Zellner coachen, da Herrlich sich nach seinem Quarantäne-Lapsus selbst auf die Tribüne verbannt hatte. Erst auf Schalke stand er erstmals an der Seitenlinie und dirigierte sein Team zu einem 3:0-Sieg.

Daniel Baier gegen Paderborn zurück in der FCA-Startelf

Gegenüber dem Schalke-Spiel nahm er nur auf einer Position eine Änderung vor. Daniel Baier kehrte für Carlos Gruezo in die Startelf zurück. Der 36-jährige FCA-Kapitän beging ebenfalls ein Jubiläum. Es war sein 300. Bundesliga-Einsatz seit seinem ersten Punktspiel im September 2003 für den TSV 1860 München. Und Baier hatte schon bessere Auftritte. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde er ausgewechselt.

War gerade das hohe Anlaufen bei gegnerischem Ballbesitz gegen Wolfsburg noch zu zögerlich, klappte es gegen Schalke unter der Regie von Herrlich schon besser. Auch gegen Paderborn setzte der FCA den Gegner in der Anfangsphase früh unter Druck. Doch nach zehn Minuten hatten sich die Gäste, die spielerisch durchaus bundesligatauglich sind, darauf eingestellt. Zwar hatte der FCA fast 70 Prozent Ballbesitz, doch die Warnschüsse gab Paderborn ab. In der 12. Minute verpasste Streli Mamba einen Querpass nur um Zentimeter und dann musste FCA-Torhüter Andreas Luthe zweimal (21. und 23.) retten.

Danach hielten sich die Augsburger mit dem frühen Pressing deutlich zurück, das Spiel beruhigte sich, beide Teams belauerten sich, Lücken fanden sie kaum mehr. Daniel Baier (26.) prüfte Gäste-Torhüter Leopold Zingerle. Das war es dann auch schon aus Augsburger Sicht. Auch, weil man in der gefährlichen Zone vor dem Paderborner Strafraum viel zu schlampig und wurstig agierte. FCA-Trainer Herrlich hatte schon vor dem Spiel gewarnt: "Wir brauchen eine optimale Verfassung für drei Punkte." Doch davon war der FCA in der ersten Hälfte schon noch ein Stück weit entfernt.

FCA-Torhüter Andreas Luthe war der beste Augsburger an diesem Abend

Auch nach dem Wechsel sorgte zunächst ein Paderborner für die spektakulären Elemente. So bediente Gerrit Holtmann mit einem Fehlpass FCA-Stürmer Florian Niederlechner. Der zog auf und davon, doch seinen Querpass verfehlte Ruben Vargas nur um Millimeter (54.). Sieben Minuten später traf Holtmann auf der anderen Seite nur den Außenpfosten des Augsburger Tores. Paderborn riskierte nun immer mehr, wollte unbedingt den bitter nötigen Sieg, um weiter vom Klassenerhalt träumen zu können. Doch FCA-Torhüter Andreas Luthe, der beste Augsburger an diesem Abend, was einiges über die Qualität des FCA-Auftrittes aussagte, hielt gegen Sven Michel überragend (73.).

Heiko Herrlich reagierte, wechselte innerhalb von 15 Minuten fünfmal, um wenigstens den Punkt zu retten. Erst in den Schlussminuten kam der FCA gegen die nun hektisch agierenden Paderborner durch die eingewechselten Noah Sarenren Bazee und Carlos Gruezo zu zwei guten Chancen. Ein Sieg wäre aber zu viel des Guten gewesen. Aber auch so konnte sich keine Mannschaft so recht über den einen Punkt freuen.

FC Augsburg: Luthe – Framberger, Jedvaj (75. Cordova), Uduokhai, Max (82. Lichtsteiner) – R. Khedira, Baier (67. Gruezo) – M. Richter (67. Sarenren-Bazee), Löwen (75. Gouweleeuw), Vargas – Niederlechner

SC Paderborn 07: Zingerle – Jans (87. Zolinski), Hünemeier, Schonlau, Collins – Antwi-Adjej, Vasiliadis (87. Ritter), Gjasula (79. Sabiri), Holtmann (62. Pröger) –Mamba (62. S. Michel), Srbeny

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

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28.05.2020

Herrlich aufgeweichter Zwetgendatschi trifft auf kantiges Paderborner Landbrot!

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28.05.2020

Das war ein Offenbarungseid. Da sind die meisten Spiele der 2. Liga sehenswerter....Keeper war BL-tauglich.

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27.05.2020

Was war denn das für eine Vorstellung. Manchmal brauchst du einen Torhüter der den einen Punkt festhält, bei Andi Luthe war's so, er bot eine Top-Leistung, was man von den meisten seiner Vorderleute nicht behaupten kann. Nach anfänglich gutem Ballbesitzspiel verflachte unser Spiel zusehends, Null Zug zum Tor, kein Kombinationsspiel im Spielaufbau. Wer gedacht hatte die zweite Hälfte wird besser, denkste, der FC Harmlos war zurück, eine absolut indiskutable spielerische Leistung.
Nur zwei Chancen gegen den Tabellenletzten rauszuspielen, Danke Abtreten

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28.05.2020

Überraschenderweise wusste Paderborn mit durchaus gelungenem Kombinationsspiel zu gefallen, so dass man sich fragte, wer von den beiden Mannschaften eigentlich der Tabellenletzte sei.

Luthe agiert sehr überzeugend.

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