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FC Bayern

20.04.2019

FC Bayern gewinnt mit Glück gegen tapfere Bremer

Glückwünsche für den Torschützen: Niklas Süle (zweiter von rechts) traf für den FC Bayern.
Bild: Matthias Balk, Witters

Der Rekordmeister hat im Meisterrennen mit 1:0 gegen Werder vorgelegt. Erst eine Unbeherrschtheit der Bremer brachte den FCB auf die Siegerstraße.

Die Fahrt zum FC Bayern war für Werder Bremen in den vergangenen Jahren stets mit einer großen Portion Schmerz verbunden: Die letzten sieben Heimspiele gegen den einstigen Dauerrivalen hatten die Münchner nicht nur allesamt gewonnen, sondern dabei auch immer mindestens vier Tore geschossen. An diesem Ostersamstag ging es längst nicht so einseitig zu. Mit "nur" 1:0 setzten sich die Münchner durch.

Begünstigt wurde der Sieg für in weite Teilen lethargische Bayern durch einen Platzverweis für Milos Veljkovic nach rund einer Stunde. Der FC Bayern hat damit im Meisterschaftsrennen mit Borussia Dortmund vorgelegt und liegt nun vier Punkte vor dem BVB, der am Sonntag in Freiburg ranmuss.

Vieles sprach im Vorfeld der Partie am Samstag ohnehin dafür, dass es diesmal etwas ausgeglichener zugehen könnte: Werder gewann vier der letzten fünf Bundesligaspiele und war im Jahr 2019 bis dato noch nie als Verlierer vom Feld gegangen. Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte sich im Vorfeld angriffslustig gezeigt: „Wir haben Waffen, um ein Spiel für uns zu entscheiden.“ Bei Bayern fehlte Mats Hummels wegen einer Zerrung; ihn ersetzte Jerome Boateng.

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Der FC Bayern präsentierte sich phlegmatisch

Tatsächlich deutete lange wenig auf eine erneute Bayern-Packung für die Norddeutschen hin, im Gegenteil. Bayerns einzige Chance in den ersten 15 Minuten war ein Kopfball von Martínez nach einer Ecke. Werder deutete sein Potential mit dem spielstarken Max Kruse an, setzte vor allem auf eine stabile Defensive. Dass es Bremen nicht ganz so stürmisch wie sonst angehen würde, war schon der Aufstellung von Florian Kohfeldt zu entnehmen: Mittelfeldspieler Kevin Möhwald ersetzte den japanischen Angreifer Yuya Osako.

Doch nicht nur die starke Bremer Defensive, sondern auch die eigene Pomadigkeit machte den Bayern zu schaffen. Speziell Thiago deutete mit einigen leichtfertigen Fehlpässen an, dass der FCB die Aufgabe auf die leichte Schulter nehmen würde. Ausgerechnet der Spanier leitete aus dem Nichts aber die bis dato größte Chance des Spiels ein: Einen langen Ball in die Tiefe nahm Serge Gnabry direkt an, den Schuss entschärfte Werder-Keeper Jiri Pavlenka aber.

Ansonsten ließ es der Rekordmeister an Esprit vermissen. Einzig Serge Gnabry versuchte es bis zum Pausenpfiff nochmal mit einem Schuss auf den Bremer Kasten – bezeichnenderweise nach einem Alleingang (41.).

Auch nach der Pause war Gnabry der einzige bei den Bayern, der begriffen zu haben schien, wie wichtig diese drei Punkte im Titelkampf sein würden. Pavlenka verhinderte gegen den Außenstürmer gleich zweimal die Münchner Führung (50. und 54.). Diese Impulse schienen seine Mitspieler zu erreichen: Robert Lewandowski teste Pavlenka nach starker Hacken-Vorlage von Coman (58.).

Nach dieser Szene musste Milos Veljkovic (links) mit Gelb-Rot runter. Niklas Süle hingegen erzielte die Führung für Bayern.
Bild: Matthias Balk, dpa

Nach einer Stunde sah Werder-Verteidiger Velkjkovic Gelb-Rot

Eine Unbeherrschtheit von Werder-Verteidiger Milos Veljkovic spielte den Münchner dann aber endgültig in die Karten: Der bereits verwarnte Serbe ging im Kopfballduell mit Niklas Süle mit etwas zu viel Ellbogeneinsatz zu Werke und sah Gelb-Rot (58.). Werder-Trainer Florian Kohfeldt reagierte umgehend und brachte Sebastian Langkamp für die vakant gewordene Innenverteidigerposition. Für den Ex-Augsburger musste Kevin Möhwald runter.

Mit zehn Mann änderte sich die Ausgangsposition für die Bremer, die nun zunehmend in die Defensive gedrängt wurden, fundamental. Chancen ergaben sich für die Bayern nach gut einer Stunde nun fast im Minutentakt. Vor allem Thomas Müller hätte einen Kopfball aus drei Metern aufs Tor der Norddeutschen bringen müssen, köpfte aber vorbei (69.). Zwei Minuten später rettete Klaasen in höchster Bedrängnis vor dem einschussbereiten Ribéry.

Niklas Süle war es schließlich, der das Tor besorgte. Einen Distanzschuss des Innenverteidigers (!) außerhalb des Strafraums fälschte Davy Klaasen unhaltbar für Jiri Pavlenka ab - das 1:0 (75.). Ein fleißiges Werder, das sich selbst im Weg steht - Das Tor war sinnbildlich für den Verlauf der Partie. Lewandowski hätte wenige Minuten noch auf 2:0 erhöht, sein Schuss traf aber nur die Latte.

Jubel gab es nur noch, als der ehemalige Bayern-Spieler Claudio Pizarro zehn Minuten vor Schluss eingewechselt wurde. Sein ehemaliger Mitspieler im Bayern-Sturm Robert Lewandowski hatte nach 85 Minuten erneut die große Chance zum zweiten Tor, verzog aber frei vor dem Tor. Goretzka tat es ihm mit einem Lupfer am Tor vorbei gleich (90.).

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