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Nationalmannschaft

05.09.2019

EM-Qualifikation gegen Deutschland: Der Druck lastet auf Holland

Toni Kroos ist einer der wenigen Nationalspieler, die nach der WM-Blamage im Team geblieben sind. Seinen Spielstil musste er ändern.
Bild: Witters

Deutschlands neuer Stil soll gegen den Nachbarn Erfolg bringen. Für die Gäste hätte eine Niederlage im EM-Qualifikationsspiel Folgen.

Sie trauen sich selber noch nicht wirklich. "Es werden Rückschläge kommen", kündigt Bundestrainer Joachim Löw Enttäuschungen auf dem Weg an, den die Nationalmannschaft gerade beschreitet. Es ist ein Weg, den Coach und Team erst mit einiger Verspätung nach der WM im vergangenen Jahr eingeschlagen haben. Das unterscheidet möglicherweise die aktuelle Auswahl Deutschlands bester Spieler am meisten von jenen Akteuren, die den Weg aus Russland unvermittelt früh wieder antreten mussten. Im deprimierenden Watutinki hatte sich damals eine Mannschaft versammelt, der die Angst abhandengekommen war. Die so von ihrer Stärke überzeugt war, dass ihr die Fähigkeit fehlte, auf Rückschläge zu reagieren. Als "arrogant" kanzelte Löw in seiner Analyse auch die eigene Einstellung während der WM ab.

Arroganz wird der Mannschaft, die am Freitag gegen die Niederlande antritt (20.45 Uhr, RTL), niemand unterstellen. Zu unbekümmert waren die vergangenen Auftritte. Darunter fiel unter anderem ein 3:2-Sieg in Amsterdam zu Beginn der EM-Qualifikation. Ein Ergebnis, das nun den Druck auf eine auch noch nicht ausgereifte niederländische Mannschaft erhöht. Sollte nämlich das Team von Trainer Ronald Koeman nun auch in Deutschland verlieren, droht diesen hochveranlagten Spielern, abermals ein bedeutendes Turnier zu verpassen.

Kroos: "Den Ball laufen zu lassen, ist weiterhin wichtig"

Der Ball läuft bedeutend schneller durch die deutsche Mannschaft als noch in Russland. Das hat zum einen mit dem Personal zu tun, das Löw nun beruft, zum anderen auch mit einer veränderten Ausrichtung. Neben Manuel Neuer ist Toni Kroos einer der wenigen, der das WM-Aus unbeschadet überstanden hat. Hummels, Müller, Boateng – raus. Kroos spielt. Der 29-Jährige leitet auch weiterhin das deutsche Spiel an. "Es sind vielleicht ein paar Pässe weniger, die ich spiele. Den Ball laufen zu lassen, ist aber weiterhin wichtig", beschreibt er seinen Aufgabenbereich. Spielten die Deutschen ihren Gegner bis vor 18 Monaten oft müde, wird nun auf schnellere Verlagerungen und das Provozieren von direkten Duellen Wert gelegt.

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Auf den in diesen Situationen herausragenden Leroy Sané muss Löw lange verzichten. Dazu fehlen gegen die Niederlande auch noch Thilo Kehrer, Julian Draxler, Antonio Rüdiger und Leon Goretzka, der wegen einer muskulären Einblutung kurzfristig passen muss. Außer Sané fehlen keine Spieler für das große Spektakel. Aber zuverlässige Spieler, auf die der Bundestrainer zuletzt gerne vertraute. Es werden Rückschläge kommen. Aus ihnen zu lernen, zeichnet gute Mannschaften aus.

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06.09.2019

Die deutschen Spieler haben den Druck von Holland genommen indem sie totalen Mist gespielt haben.

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