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Energie

10.05.2019

Jedes Kilowatt, das nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden

Sie setzen sich für die Sonnenkampagne im Landkreis Dillingen ein: (von links) Robert Immler vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu, Christian Weber vom Landratsamt Dillingen und Reinhard Langenmair, Zweiter Bürgermeister von Villenbach.
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Sie setzen sich für die Sonnenkampagne im Landkreis Dillingen ein: (von links) Robert Immler vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu, Christian Weber vom Landratsamt Dillingen und Reinhard Langenmair, Zweiter Bürgermeister von Villenbach.

Die Sonnenkampagne des Landkreises und der Stromsparwettbewerb der Gemeinde Villenbach sind an einem Abend Thema. Warum sich eine Fotovoltaikanlage immer noch rentiert

Auch eine Stunde nach dem offiziellen Ende liefen im Villenbacher Gasthaus Tölk noch zahlreiche Gespräche. Zwei Veranstaltungen in einer lockten mehr als 60 Zuhörer an: der letzte von fünf Vorträgen zur Sonnenkampagne des Landkreises Dillingen und der Abschluss des siebten Stromsparwettbewerbs. Für den sponsert die Gemeinde Villenbach jährlich 1500 Euro als Preisgeld, pro Teilnehmer maximal 100 Euro, die drei Erstplatzierten bekamen ein zusätzliches Preisgeld von der Firma GP Joule. Das Motto passte, das Organisator Alfred Filbrich nannte, bevor er den 14 Teilnehmern dankte: „Jedes Kilowatt, das nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt werden.“ Wobei er mit berechtigtem Stolz erklärte, dass im Bioenergiedorf Villenbach rund sechsmal so viel Energie erzeugt werde, wie die Bürger verbrauchen.

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Und die wandten die verschiedensten Spar-Methoden an. Der Schützenverein Alpenrose Hausen als Drittplatzierter sparte 22,1 Prozent, indem er eine Gefriertruhe ersetzte und einen kleineren Kühlschrank für den Dauerbetrieb angeschafft hat. Dass die Zweitplatzierte Sieglinde Krause-Liedschreiber aus Riedsend durch die Anschaffung einer neuen Fotovoltaikanlage zum Eigenverbrauch 27,5 Prozent und Familie Holand aus Rischgau durch den Einbau einer solchen mit Batteriespeicher gleich 51,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingespart hat, passte wiederum genau zur Sonnenkampagne des Landkreises.

Robert Immler vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu machte den Zuhörern plausibel, dass es sich bei den fallenden Preisen für die Solarmodule auch heute noch rentiere, eine Fotovoltaikanlage anzuschaffen. Immerhin sind die Stromkosten in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen und werden das auch weiter tun, zeigte sich der Referent überzeugt. Wer tagsüber daheim ist und den Strom in der Zeit selbst nutzen kann, oder zusätzlich eine Speichermöglichkeit nutzt, könne sich gerade in den Sommermonaten weitestgehend selbst versorgen. Je nach Größe und Aufbau der Anlage. Immler stellte das Solarpotenzialkataster vor und erklärte am Beispiel des Hauses eines Anwesenden, wie wirtschaftlich eine Fotovoltaik-Anlage auf dessen Dachfläche wäre und welche Möglichkeiten es gebe, die Eingabe zu verändern, um verschiedene Konstellationen zu simulieren. Anschließend sei es möglich, die Berechnung als PDF auszudrucken und zum Fachmann mitzunehmen, der weiter beraten und das Vorhaben umsetzen könne. Damit die Gäste gleich Antworten auf ihre Fragen bekamen, waren Vertreter der Kooperationspartner LEW AG, Erdgas Schwaben, EnBW ODR und GP Joule da, die spezielle Angebote und die notwendige Zeit dabei hatten.

Während die persönlichen Gespräche noch liefen, zog Christian Weber vom Landratsamt Dillingen ein Fazit: „Das Format und die Auswahl der Kooperationspartner hat sich bewährt.“ So bekam Weber von zahlreichen Besuchern bereits die Rückmeldung, dass die vier bisherigen Informationsveranstaltungen zur Sonnenkampagne, die mit über 500 Interessierten bereits in Höch-städt, Wertingen, Unterbechingen und Blindheim stattfanden, hilfreich und kurzweilig gewesen seien. Was sich auch in Villenbach bestätigte.

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