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Neubaugebiet

09.10.2017

Marienfeld II: Grüne fürchten Durchgangsverkehr

Hier im Westen des Marienfeldes soll ein neues Baugebiet entstehen. Drachenfliegen ist dann nicht mehr angesagt. Die Wertinger Grünen melden jetzt Bedenken wegen des steigenden Verkehrsaufkommens an.
Bild: Konrad Friedrich

Warum sich zwei Stadträte in Wertingen gegen die Planung einer neuen Zufahrtsstraße aussprechen

Bezüglich des geplanten Wohnbaugebietes Marienfeld II trafen sich die beiden Grünen-Stadträte des Wertinger Stadtrates und meldeten Bedenken an. Für das neue Baugebiet fordern die beiden Stadträte, dass die Anwohner der Straßen „Am Himmelreich“, „Am Marienfeld“ und der „Riedgasse“ von einem künftig zu erwartenden Durchgangsverkehr nach und von Dillingen weitgehend verschont werden müssen.

Die Zufahrt und Abfahrt aus dem Wohngebiet von und nach Westen sollte möglichst durch bereits vorhandene asphaltierte Straßen wie zum Beispiel Riedgasse – Römerstraße im Ried – Binswangen oder auch Eisenbachstraße – Reutenhof – Binswangen erfolgen. Letztere werde bereits faktisch als Umfahrung für Bürger aus Buttenwiesen und Thürheim in Richtung Dillingen und zurück bereits genutzt. Dabei sollte bei beiden Zu- und Abfahrten eine maximale Verkehrsberuhigung durch geeignete Tempohemmnisse gewährleistet werden.

Klingler meint: „Der zu erwartende Durchgangsverkehr muss unattraktiv gestaltet werden.“ Hurler verwies dabei auf die geplante Nordtangente Thürheimer Straße zur Donauwörther Straße. Eine zusätzliche Anbindung des Wohngebietes Marienfeld II an die Dillinger Straße halten die beiden Stadträte wegen des enormen Flächenverbrauches, der schwierigen Topografie und der Verkehrssicherheit am Knotenpunkt Dillinger Straße für problematisch.

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Die beiden Stadträte empfehlen in diesem Zusammenhang die Einschaltung eines Verkehrs- und Städteplaners.

Dieses Baugebiet erfordere, auch mit Blick auf den landwirtschaftlichen Durchgangsverkehr mit seinen großen Maschinen von und zum Donauried und die angrenzenden Flächen, eine besonders anspruchsvolle Verkehrsplanung. Hurler geht in seiner Forderung noch weiter: „Meiner Meinung nach sollte eine Fortschreibung des kommunalen Verkehrsplanes insgesamt erfolgen.“ Klingler bekräftigte seine Ausführungen in der letzten Stadtratssitzung: „Es muss sich etwas ändern – wir wollen keine Schlafquartiere sondern Wohnqualität.“ Die bestehenden Wohngebiete müssen vor diesem Hintergrund geprüft werden und gegebenenfalls die Verkehrsstrukturen, soweit in technischen und finanziellen Fragen mit den Anwohnern abgestimmt, geändert werden.

Auch in Anbetracht der Bautätigkeit in Wertingen begrüßen die beiden Stadträte die Initiative der bayerischen Grünen für ein Volksbegehren gegen den enormen Flächenverbrauch in Bayern. „Dieses soll eine Bewusstseinsbildung und eine breite Diskussion für eine allmähliche Änderung der Bau- und Wohnkultur zum Schutz unserer Lebensgrundlagen und die landwirtschaftliche Lebensmittelproduktion auf zunehmend schwindender Anbaufläche und steigender Bodenpreise bewirken“, so Peter Hurler. (pm)

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