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FC Augsburg
11.06.2021

Marco Richter hakt die vergangene Saison ab

Nichts mehr hören von der vergangenen Saison, das dürfte der Wunsch von Marco Richter sein. Er kam nur auf 1418 Einsatzminuten, was nicht einmal die Hälfte der Spielzeit bedeutet. Damit kann er nicht zufrieden sein.
Foto: Ulrich Wagner

Der Offensivspieler kam nicht auf die gewünschte Einsatzzeit. Unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl deutet sich Besserung an

Auch Marco Richter genießt seinen Urlaub. AufInstagram zeigte der Offensivspieler des FC Augsburg zuletzt Fotos aus Italien. Dort verbrachte er ein paar Tage mit seiner Familie. Trotz Urlaubs wird er sicher auch mit der deutschen U21 gefiebert haben, die sich am Sonntagabend im Finale gegen Portugal den EM-Titel gesichert hatte. Vor zwei Jahren spielte Richter noch selbst mit der U21 um den Titel, es war wohl die bislang beste Zeit in der Karriere des 23-Jährigen. Auch wenn das Finale gegen Spanien mit 1:2 verloren ging. Richter erzielte bei der EM drei Tore, zudem steuerte er zwei Vorlagen bei. Er war einer der Shootingstars der EM. Zuletzt kam seine Karriere allerdings etwas ins Stocken.

Trotz des Klassenerhalts mit dem FC Augsburg dürfte Marco Richter wenig zufrieden auf die vergangene Spielzeit zurückblicken. Nicht einmal in der Hälfte der Spiele kam er zum Einsatz, er brachte es auf nur 1418 Einsatzminuten. Damit liegt er auf einem Niveau mit zum Beispiel Robert Gumny, der 1372 Minuten auf dem Platz stand. Vor allem unter Heiko Herrlich hatte Richter einen schweren Stand. In der Vorbereitung war der gebürtige Friedberger kurzzeitig verletzt, was ihn zurückwarf. Danach dauerte es lange, bis er wieder eine Chance bekam. Herrlich warf ihm häufiger vor, zu fehlerbehaftet und zu kompliziert zu agieren. Das aber gehört auch zur Spielweise von Richter, der gerne mal das Unerwartete und Riskante versucht.

Markus Weinzierl, der drei Spieltage vor Schluss das Amt von Heiko Herrlich übernahm, ließ Richter drei Mal von Beginn an spielen. Und auch noch direkt hinter der Spitze im Zentrum des Offensivspiels und nicht wie zuvor meist auf der Außenbahn. Als kreativer Gestalter sieht sich Richter auch gerne, es ist eine Position, die ihm gefällt. Zudem hatte wohl der Spaßfaktor unter dem neuen Trainer deutlich zugenommen, wie aus Kreisen der Mannschaft zu hören war. Für einen Instinktfußballer wie Richter ist das wichtig. Genauso wie das Vertrauen des Trainers, das er von Weinzierl offenbar bekommt. Und doch kursieren auch in diesem Sommer bereits wieder Gerüchte um die Zukunft des 23-Jährigen – ohne sein Zutun freilich.

So hieß es in Internetforen, dass er erneut ein Kandidat bei Borussia Mönchengladbach sei. Im Tausch mit Laszlo Benes, den der FCA in der vergangenen Saison von der Borussia ausgeliehen hatte und den die Augsburger gerne behalten würden. Für den Slowaken sollte den Gerüchten zufolge Richter an den Niederrhein wechseln. Mönchengladbach soll bereits vor zwei Jahren an einer Verpflichtung Richters interessiert gewesen sein, ein angebliches Angebot eines niedrigen zweistelligen Millionen-Betrags soll der FCA abgelehnt haben. Vor einem Jahr hatte sich der 1. FC Köln nach Richter erkundigt, aber auch da kam es zu keinem Wechsel. Richters Vertrag beim FCA läuft noch bis Juni 2023.

Im Sommer könnte sich der 23-Jährige seinen Traum von Olympia erfüllen. Richter steht im erweiterten 50-Mann-Kader, den Trainer Stefan Kuntz Ende Mai benannt hatte. In der U23-Auswahl sind die Jahrgänge 1997, also damit auch Richter, und jünger spielberechtigt, drei Akteure dürfen älter sein. Dafür kommen Spieler wie Gladbachs Lars Stindl, Unions Max Kruse, Wolfsburgs Maximilian Arnold und Leverkusens Jonathan Tah infrage. Im endgültigen Olympia-Kader, der am 29. Juni nominiert wird, stehen zwei Torhüter und 16 Feldspieler. Die Abreise nach Japan ist für den 13. Juli geplant, das erste Spiel findet am 22. Juli gegen Brasilien statt. Richter würde also länger in der Vorbereitung fehlen, der FCA müsste seiner Teilnahme zustimmen, da keine Abstellungspflicht besteht. Noch aber ist keine Anfrage beim FCA eingegangen.

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