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Studie
17.09.2016

Ein langer Mittagsschlaf erhöht womöglich das Diabetes-Risiko

Ein langer Mittagsschlaf führt laut einer Studie zu einem erhöhten Diabetes-Risiko.
Foto: Symbolbild: Malte Christians (dpa)

Diejenigen, die sich für mehr als eine Stunde zum Mittagsschlaf hinlegen, leiden unter einem erhöhten Risiko, an Diabetes zu erkranken. So das Ergebnis einer neuen Studie.

Viele Menschen setzen auf den Mittagsschlaf nach dem Essen. Eine kleine Pause, dann geht es wieder an die Arbeit - soweit, so ungefährlich.

Ein japanischer Wissenschaftler will nun aber einen Zusammenhang zwischen einem langen Mittagsschlaf und dem Diabetes-Risiko festgestellt haben. Dr. Yamada Tomahide von der Universität Tokio stellt seine Studie hierzu bei der Jahrestagung der Europäischen Diabetes-Forscher in München vor.

Diabetes und Mittagsschlaf: Kürzeres Nickerchen offenbar gesünder

Die Untersuchung belege: Ein Mittagsschlaf, der länger als eine Stunde dauert, steht im Zusammenhang mit dem Risiko, Diabetes zu bekommen.

Das Diabetes-Risiko soll um 45 Prozent erhöht sein, wenn man tagsüber ein Nickerchen von mehr als einer Stunde hält. Wer allerdings einen Mittagsschlaf hält, der unter 40 Minuten lang dauert, bei dem lässt das Diabetes-Risiko deutlich nach. Die japanischen Wissenschaftler hatten für die Untersuchung Daten von mehr als 300.000 Menschen ausgewertet. Doch auch, wenn ein Zusammenhang belegt ist - noch ist unklar, ob der Mittagsschlaf Diabetes bedingt, oder ungekehrt.

Diabetes: Übergewicht ist Risikofaktor

Es könnte sein, dass ein langes Nickerchen Diabetes begünstigt. Es könnte aber auch sein, dass Menschen, die anfällig für Diabetes sind, oft einen langen Mittagsschlaf halten. Der Stoffwechsel-Experte Naveed Sattar von der Universität Glasgow kommentiert die Studie mit den Worten: "Es ist wahrscheinlich, dass die Risikofaktoren, die Diabetes verursachen, auch den Mittagsschlaf begünstigen." Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht und Bewegungsmangel. afp/sh

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