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Aichach: Aichacher Stadtrat ist sich einig über das Spitalgrundstück

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Aichacher Stadtrat ist sich einig über das Spitalgrundstück

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    Wie das Spitalgrundstück mit seinem Baumbestand bebaut werden könnte, zeigt eine Machbarkeitsstudie des Büros Opla. Unser Luftbild zeigt den Spitalgarten, das kleine Rehmböck-Haus an der Ecke Tandlmarkt und Martinstraße sowie das Verwaltungsgebäude II (rechts daneben). Auf der anderen Seite des Tandlmarkts (im Bild unten) ist das Verwaltungsgebäude I zu sehen, neben dem schon die Baugrube für den Erweiterungsbau zu erkennen ist.
    Wie das Spitalgrundstück mit seinem Baumbestand bebaut werden könnte, zeigt eine Machbarkeitsstudie des Büros Opla. Unser Luftbild zeigt den Spitalgarten, das kleine Rehmböck-Haus an der Ecke Tandlmarkt und Martinstraße sowie das Verwaltungsgebäude II (rechts daneben). Auf der anderen Seite des Tandlmarkts (im Bild unten) ist das Verwaltungsgebäude I zu sehen, neben dem schon die Baugrube für den Erweiterungsbau zu erkennen ist. Foto: Erich Echter

    Die Bagger werden zwar nicht so schnell anrollen, über das Spitalgrundstück am östlichen Eingang zu Aichachs historischer Altstadt hat sich der Aichacher Stadtrat aber schon jetzt Gedanken gemacht. Das Grundstück, auf dem jetzt noch das Rehmböck-Haus und das Verwaltungsgebäude II stehen, soll umgestaltet werden und auch Erweiterungsmöglichkeiten für das benachbarte Heilig-Geist-Spital bieten. Die Machbarkeitsstudie des Stadtplaners Werner Dehm vom Büro Opla, die im Bauausschuss bereits vorgestellt worden ist, kam auch im Stadtrat gut an. Einstimmig wurde die modifizierte Planung beschlossen.

    Modifiziert wurde der Entwurf, weil sich für das Spital mittlerweile anderweitige Erweiterungsmöglichkeiten ergeben haben. Zunächst ist ein Wintergartenanbau am Aufenthaltsraum geplant. Außerdem ergab eine Untersuchung der Bestandsgebäude, dass in einem Teilbereich eine Aufstockung in Holzbauweise möglich wäre. Dehms Entwurf sieht dennoch zwei Gebäude entlang der Martinstraße vor, die zu einem späteren Zeitpunkt für das Spital gebraucht werden könnten.

    So könnte das Spitalgrundstück an der Ecke Tandlmarkt Bildmitte und Martinstraße aussehen. Das Rehmböck-Haus und das Verwaltungsgebäude II am Tandlmarkt würden von zwei Gebäuden (1 und 2) mit Giebel zum Tandlmarkt ersetzt, an der Martinstraße könnten noch zwei Gebäude entstehen (3 und 4).
    So könnte das Spitalgrundstück an der Ecke Tandlmarkt Bildmitte und Martinstraße aussehen. Das Rehmböck-Haus und das Verwaltungsgebäude II am Tandlmarkt würden von zwei Gebäuden (1 und 2) mit Giebel zum Tandlmarkt ersetzt, an der Martinstraße könnten noch zwei Gebäude entstehen (3 und 4). Foto: Werner Dehm, Büro Opla

    Am Tandlmarkt sind zwei Gebäude mit vier Etagen - die oberste im Dachgeschoss - und steilen Satteldächern vorgesehen. Im Erdgeschoss sollen die Gebäude verbunden sein. Dort war zunächst eine Verkaufsfläche für den Einzelhandel vorgesehen. Das wurde nach der Bauausschusssitzung aus der Beschlussvorlage gestrichen. Eine wesentliche Vorgabe für den Planer war, dass die markante Eiche an der Ecke Tandlmarkt und Martinstraße erhalten werden muss. Dehm ist es gelungen, auch den Baumbestand im Spitalgarten selbst weitgehend in seine Planung zu integrieren.

    Umgestaltung des Spitalgrundstücks in "drei Jahren plus X"

    Der Zeitrahmen für die Umsetzung laut Bürgermeister Klaus Habermann: "Drei Jahre plus X." Zunächst müsse man mit dem Landratsamt abklären, ob für das Gelände eine Bauleitplanung notwendig ist. Auch mit dem Spital müssten Gespräche über dessen Vorstellungen geführt werden. Dazu kommt: Das Rehmböck-Haus ist zurzeit wieder bewohnt. Auch das Verwaltungsgebäude II wird noch gebraucht. Es sollte abgerissen werden, wenn der Erweiterungsbau am Verwaltungsgebäude I fertig ist. Für das mittlerweile umstrittene Bauprojekt gibt es aber noch keinen Baudurchführungsbeschluss.

    Priorität hat Erweiterung des Spitals

    Georg Robert Jung (FWG) betonte, oberste Priorität müsse die Erweiterung des Spitals haben. An weitere Nutzungen müsse man nicht denken. Das Grundstück gehört dem Spital. "Das Verwaltungsgebäude II kann man auch auf andere Weise freibekommen", so Jung.

    Mit Dehms modifizierter Planung waren alle Stadträte einverstanden. Sie wurde einstimmig beschlossen. In der Sitzung fehlten Sabine Kreitmeir (Grüne), Rita Rösele (SPD), Karl-Heinz Schindler (SPD) und Marc Sturm (FWG).

    Sensibler Bereich bei Stadtpfarrkirche

    Veränderungssperre beschlossen Ebenso einstimmig billigte der Stadtrat den Bebauungsplanentwurf für den sensiblen Bereich "Westlich der Stadtpfarrkirche" in Aichach aufzustellen, der den von Stadtvillen geprägten Charakter erhält und eine verträgliche Nachverdichtung ermöglicht. Der Entwurf, der auch im Bauausschuss vorgestellt worden war, stammt ebenfalls von Werner Dehm, Büro Opla.

    Welche Art von Bebauung ist westlich der Stadtpfarrkirche in Aichach denkbar? So könnte die Bahnhofstraße aussehen, wenn alle Grundstücke bebaut sind, zeigte das Planungsbüro Opla im Aichacher Bauausschuss auf. Visualisierung: Büro Opla
    Welche Art von Bebauung ist westlich der Stadtpfarrkirche in Aichach denkbar? So könnte die Bahnhofstraße aussehen, wenn alle Grundstücke bebaut sind, zeigte das Planungsbüro Opla im Aichacher Bauausschuss auf. Visualisierung: Büro Opla Foto: Büro Opla

    Er umfasst den Bereich südlich der Bahnhofstraße ab dem Kreisverkehr stadteinwärts und nördlich der Bahnhofstraße ab dem Griesbacherl stadteinwärts bis zum Pfarrhof und zur Stadtpfarrkirche. Dazu kommen zwei unbebaute Grundstücke an der Botengasse, herausgenommen wurde ein Grundstück zwischen Jakobiweg und Prieferstraße, auf dem ein nicht der Prägung des Gebiets entsprechendes Gebäude steht, und der Danhauser Platz. Der Stadtrat beschloss außerdem, eine Veränderungssperre für den Bereich. Der Bebauungsplan geht nun in die Auslegung.

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