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Jugendhilfeausschuss

30.11.2019

An 27 Schulen helfen Sozialarbeiter

Insgesamt sind es jetzt fast 20 Vollzeitstellen an fünf Schularten im Kreis

Vor ziemlich genau einem Jahr war im Jugendhilfeausschuss des Kreistags die Rede vom „großen Wurf für die Schulsozialarbeit im Landkreis“. Jetzt ist der „Wurf“ sozusagen an den Schulen angekommen – zumindest fast. Denn einige der neuen Sozialarbeiterstellen werden erst Anfang 2020 besetzt. Insgesamt sind es dann 18 Vollzeitstellen an 25 Schulen im Kreis Aichach-Friedberg (siehe Infoartikel). Dazu kommen noch weitere 1,5 Stellen an den beiden Förderschulen in Aichach und Friedberg, die unter einem anderen Förderprogramm laufen.

Der erste Schulsozialarbeiter im Wittelsbacher Land startete vor 22 Jahren als Pionier an der Friedberger Hauptschule. Heute ist das eine Mittelschule und auch sonst hat sich viel getan. Nach Abbau von Stellen Anfang des Jahrtausends, als sich der Freistaat aus der Mitfinanzierung verabschiedete, wird die So-zialarbeit an Schulen im Landkreis seit Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das aktuelle Schuljahr brachte jetzt einen richtigen Quantensprung. Neu hinzu kam nämlich insgesamt vier Stellen an vier weiteren Grundschulen (Pöttmes, Affing, Stätzling-Derching, Kissing) und dazu weitere vier Stellen an den vier Realschulen.

Unterm Strich sind es insgesamt rund 20 Vollzeitstellen und, in Köpfen gerechnet, deutlich mehr an 27 Schulen in Aichach-Friedberg. Was tun die Sozialarbeiter eigentlich an den Schulen? Sie kümmern sich um auffällige Schüler, familiäre Probleme, Kinder mit Migrationshintergrund – denn an immer mehr Schulen auch im sozialpolitisch vergleichsweise sehr stabilen Wittelsbacher Land treten Schwierigkeiten auf, die die Familien zu Hause und die Lehrer im Unterricht nicht mehr ohne Weiteres bewältigen können.

Kreisrätin Marion Brülls (Grüne) zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung, genauso wichtig wäre aber auch Schulsozialarbeit an den drei Gymnasien im Kreis. Landrat Klaus Metzger sieht es genauso. Doch derzeit gebe es für diese Schulart keine staatliche Förderung. Und solange kein Pogramm aufgelegt ist, will die große Mehrheit im Kreistag diesen Stellen nicht beschließen, wie es die Grünen schon vor Längerem beantragt haben. Das wäre nämlich förderschädlich. Das heißt, der Kreis würde so auf rund 30 Prozent Staatszuschuss zu den Personalkosten verzichten. Auch bei den Realschulen hatten die Grünen vor Jahren gefordert, in Vorleistung zu gehen. Die Mehrheit lehnte ab – jetzt gibt es ein Programm und Geld für diese Schulart vom Staat. "Bericht und Diese Woche Seite 1

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