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Aichach

14.10.2019

Beim Berufsfindungstag gibt es 170 Berufe zu entdecken

Der Andrang der Interessierten beim Berufsfindungstag war wieder riesengroß. Knapp 80 Firmen stellten rund 170 verschiedene Berufe vor.
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Der Andrang der Interessierten beim Berufsfindungstag war wieder riesengroß. Knapp 80 Firmen stellten rund 170 verschiedene Berufe vor.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Knapp 80 Unternehmen sind bei der Veranstaltung des Rotary Clubs  in der Aichacher Vierfachturnhalle dabei. Viele haben ganz konkrete Vorstellungen

Ein überdimensionales Gebiss oder einen riesigen Augapfel haben die Aussteller zum 14. Berufsfindungstag des Rotary Clubs Schrobenhausen-Aichach mitgebracht. An anderen Ständen liegen Arbeitsmuster aus oder die Firmen haben Filme vorbereitet. Knapp 80 Unternehmen informieren die Schüler am Samstag in der Vierfachturnhalle in Aichach über rund 170 verschiedene Berufe. Der Andrang der Schüler ist wie immer riesig. Manche haben sich sogar gezielt vorbereitet.

Mit Fotos von ihren Bauprojekten will die Firma Stahlbau Hausmann aus Aichach einen kleinen Einblick in die Arbeit geben. Manche Schüler würden konkret nach Ausbildungsplätzen, andere nach Praktika fragen, weiß Verena Heilander vom Personalbüro der Firma aus Erfahrung. Die Firma bietet Ausbildungsberufe sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich und in der Fertigung an. Aktuell gebe es ein Überangebot an offenen Ausbildungsstellen, sagt Heilander. Die Jobbörse ist deshalb für die Firma eine gute Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen.

Schreiner-Azubis bauen Bilderrahmen mit den Besuchern

Für dieses Jahr sind bei der Schreinerei Weichenberger aus Laimering (Gemeinde Dasing) schon alle Ausbildungsplätze besetzt. Weil das erste Ausbildungsjahr im Schreinerhandwerk ein Berufsschulgrundjahr sei, hätten sie etwas mehr Vorlaufzeit, sagt Inhaber Thomas Weichenberger. Sein Stand auf dem Berufsfindungstag ist ein Lehrlingsprojekt. Auszubildende haben die Stellwände gebaut und sich überlegt, wie sie sich den Schülern präsentieren wollen. Unter anderem können die Besucher selber einen kleinen Bilderrahmen bauen.

Auch andere Betriebe haben teilweise Auszubildende mitgebracht, die den Schülern aus erster Hand von ihrem Arbeitsalltag erzählen. Eine Idee, die Rotary-Präsident Gerhard Lehrberger befürwortet: „Junge Leute können sich von Auszubildenden erzählen lassen, wie es wirklich läuft.“ Es sei ganz wichtig zu sehen, dass Berufsausbildung auch etwas mit Berufung zu tun habe, sagt Lehrberger. Er betont: „Man muss einen Beruf nicht ein Leben lang machen, aber eine Ausbildung ist wichtig.“

Landrat: Eine breite Palette an Möglichkeiten

Landrat Klaus Metzger spricht die breite Palette an Möglichkeiten an, die die Unternehmen den Schülern bieten. Er empfiehlt ihnen, die Chance zu nutzen und sich zu informieren. Mit Blick auf eine Arbeitslosenquote von 1,5 Prozent unter den Jugendlichen im Landkreis sagt Metzger „Die Firmen laufen Ihnen hinterher. Die Zeiten haben sich geändert.“

Aus diesem Grund ist der Berufsfindungstag auch für den Landkreis als Arbeitgeber wichtig. Sowohl im Landratsamt als auch in den Kliniken an der Paar gebe es viele unbesetzte Stellen, so der Landrat. „Weil wir in vielen Bereichen keine jungen Menschen mehr finden.“

Das „unglaublich breite Angebot an zukunftsorientierten Lehrberufen“ lobt der Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann. Er weist darauf hin, wie wichtig ein erfülltes Berufsleben sei. Aber: „Es sind nicht immer die vermeintlichen Trendberufe, die glücklich machen.“

Arbeitsklima ist für junge Leute wichtig

Schulamtsdirektorin Claudia Genswürger sagte, laut einer Umfrage sei für junge Berufstätige vor allem ein angenehmes Arbeitsklima wichtig. An zweiter Stelle stehen interessante Tätigkeiten und erst an fünfter Stelle das Einkommen. Themen, die die Schüler bei den Betrieben auf der Jobbörse ansprechen sollten, empfahl Claudia Genswürger ihnen.

Drei Neuntklässler aus der Geschwister-Scholl-Mittelschule in Aichach interessieren sich schon ganz konkret für spezielle Berufszweige. Er wolle höchstwahrscheinlich in die Gastronomie gehen, sagt Tyron. Julius Grabenhof schwankt zwischen Grafikdesigner, Elektroniker oder Veranstaltungstechnik und Lucas Handrich möchte gerne etwas im elektrischen Bereich lernen. Er hat aber auch schon Praktika als Industriemechatroniker oder Schreiner gemacht.

Die drei sind mit einem kleinen Fragebogen unterwegs, den die Schüler in der Klasse gemeinsam erarbeitet haben. An den Ständen fragen sie gezielt nach, welcher Abschluss notwendig ist, wie lange die Ausbildung dauert oder wie oft sie Berufsschule haben.


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