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Gemeinderat

02.11.2019

Damit alle kleinen Kinder Platz finden

Das Kinderhaus in Todtenweis soll erweitert werden. An welcher Seite angebaut wird, will der Gemeinderat in eineinhalb Wochen entscheiden.

In zwei Wochen fällt in Todtenweis Entscheidung zum Ausbau des Kinderhauses

Beim Kinderhaus hat die Gemeinde Todtenweis Handlungsbedarf. Dass dort alle Plätze belegt sind und somit keine weiteren Buben und Mädchen mehr aufgenommen werden können, das kam in der Sitzung des Gemeinderats schon am 16. Oktober deutlich zum Ausdruck. Nun wurde deshalb für den Mittwoch dieser Woche eine zusätzliche Sitzung anberaumt, in der zwei Büros ihre Pläne vorstellten. Konkrete Beschlüsse in diesem Zusammenhang sind aber erst bei der nächsten Sitzung vorgesehen, die am Mittwoch, 13. November, stattfinden wird. Zuvor werden den Mitgliedern des Gremiums die Unterlagen zugeschickt.

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Zunächst kam das Büro Naser in Königsbrunn zu Wort. Dort ist mit Richard Eberle der Zweite Bürgermeister von Todtenweis tätig, der die Überlegungen seines Hauses vortrug. Demnach könnte es zu einem Anbau im Westen kommen. Das Büro SAI aus Aichach erläuterte die Vor- und Nachteile, die bei einem Anbau an das bestehende Gebäude im Süden oder im Osten entstehen würden. Für das reine Bauwerk wurde eine Kostenschätzung von 330000 Euro genannt; dazu kämen 28 Prozent an Nebenkosten sowie die Außenanlagen. Demnach ist mit Gesamtausgaben von deutlich über 400000 Euro zu rechnen.

Bei der Wasserversorgung hat der Technische Betriebsleiter Mängel festgestellt. Thomas Eberle erläuterte, warum die Runde anschließend für einen Be- und Entlüfter am Hochbehälter einen Auftrag über 14300 Euro an eine Firma in Augsburg und für einen Oxidationskompressor 11300 Euro an ein Unternehmen in Roth vergab. Am Hochbehälter könne derzeit Staub eindringen, verbunden mit der Gefahr einer Verkeimung, so Thomas Eberle. Dort müsse ein Umbau erfolgen. „Das sind wichtigste Investitionen“, betonte Bürgermeister Konrad Carl und fuhrt fort: „Die Kosten für Wasser und Abwasser werden weiter steigen.“ In ähnlicher Weise hatte sich Carl 24 Stunden zuvor wenige Meter weiter nördlich im Sitzungssaal beim Wasserzweckverband geäußert. Diese Diskussionen würden auch in den Nachbargemeinden geführt.

Wann gibt es mal wieder ein richtiges Baugebiet in Todtenweis? Gemeinderat Michael Hofberger brachte diese Frage vor, nachdem er davon erfahren hatte, dass bereits Bauwillige aus der Gemeinde abgewandert sind: „Es ist höchste Zeit, dass darüber diskutiert wird.“ Konrad Carl antwortete darauf: „Es scheitert daran, dass wir die Grundstücke nicht bekommen. Die Flächen werden so rar.“ Im Innenbereich scheiterten viele Vorhaben an den „übertriebenen Anforderungen des Immissionsschutzes“. Da stünden zwei Hektar an Flächen leer. Carl: „In der momentanen Situation ist das äußerst schwierig.“ Franz Färber konnte die Debatte nicht verstehen, er erinnerte an die letzte Sitzung des Gemeinderats; dort kam klar zum Ausdruck, dass die Plätze im Kinderhaus alle belegt sind und dass die Kläranlage an ihre Kapazitätsgrenze angelangt ist: „Es gibt nur eine kurze Zeit, bis alles bereinigt ist.“

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