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Laimering

29.08.2018

Ein Dorf erwartet Horst Seehofer

„Jeder ist irgendwie eingebunden, die Hauptaufgabe liegt natürlich bei den Burschen.“Der Festbaum steht, das Zelt auch. Im Inneren wird noch fleißig gehämmert, gesägt und geschraubt.
Bild: Mareike König

Zum Burschenfest im Dasinger Ortsteil Laimering hat sich der Bundesinnenminister Horst Seehofer angekündigt. So kam es zu dem Politikerbesuch.

Wenn in Laimering richtig groß gefeiert wird, dann haben die Burschen damit etwas zu tun. Zuletzt 1979, damals feierte der Verein gemeinsam mit den Veteranen seine Fahnenweihe. Dieses Jahr sind die Burschen wieder Gastgeber. Mit prominenter Unterstützung: Zum Auftakt der Festtage in dem kleinen Ort hat sich Donnerstag zum politischen Abend Bundesinnenminister Horst Seehofer angekündigt. Abgesehen von einem Auftritt Markus Söders beim Aichacher Volksfest ist dies bislang der hochrangigste Politikerbesuch während der Wahlkampfzeit im Wittelsbacher Land. Wie kam es dazu?

Für die Antwort muss man gut eineinhalb Jahre in die Vergangenheit schauen: Damals gründete sich die Junge Union (JU) in Laimering neu. Seit 2005 sei die Gruppe wenig aktiv gewesen, berichtet der Kreisvorsitzende Alexander Bayr. Das habe man ändern wollen. „Nicht unbedingt für die große politische Karriere. Aber um auch mal in den Gemeinderat zu kommen und im Ort was zu bewegen.“ Der Burschenverein half bei der Gründung: Viele der Männer sind nun Mitglieder bei der JU. So kam der politische Kontakt zum Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko zustande. „Ich habe spontan versprochen, einen hochkarätigen Redner zu organisieren“, berichtet Tomaschko. Ihm zufolge hat Seehofer schon im vergangenen Jahr, noch in seiner Funktion als bayerischer Ministerpräsident, zugesagt, an der Veranstaltung teilzunehmen. „Dieses Versprechen löst er nun ein“, so Tomaschko.

Horst Seehofer wird frei sprechen

Nach Angaben eines CSU-Sprechers wird Seehofer keine vorbereitete Rede halten, sondern frei über aktuelle Themen sprechen. Darunter über die Situation der CSU, seine Aufgaben als Innenminister und die anstehende Landtagswahl. Das Bundeskriminalamt wird bei der Veranstaltung mit der Polizei Friedberg für die Sicherheit sorgen.

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Auch abgesehen vom Ministerbesuch ist das Fest eine Riesensache für Laimering. Momentan zählt der Burschenverein rund 50 Mitglieder. Viele haben Urlaub genommen, um das Festzelt auf Vordermann zu bringen. Auch Markus Mayer. Er ist Mitglied im Festausschuss. Zwei Jahre lang hätten die Burschen auf die große Feier hingearbeitet, berichtet er.

Jeden Dienstag habe man sich getroffen. Die Zeltausstattung ist Handarbeit: Boden und Bar haben die Männer selbst gezimmert. Dahinter steht ein starker Partner: „Ohne die Unterstützung des gesamten Ortes könnten wir das nicht machen“, sagt Mayer. Viele kämen abends nach der Arbeit noch ins Zelt, um dort mit anzupacken. Ob mobile Toiletten installieren oder die rund 3000 Quadratmeter Boden verlegen: Niemand sei sich für irgendeine Arbeit zu schade.

Burschenverein bewirbt Seehofer-Besuch auf facebook

Sabine Asum aus Laimering erzählt, dass Anwohner für das Festwochenende schon 80 Kuchen angekündigt hätten. „Jeder ist irgendwie eingebunden“, berichtet sie. Wenn man dieser Tage durch die Straße des Ortes geht, wird überall gewerkelt, Häuser werden geweißelt. „Die Hauptaufgabe liegt natürlich bei den Burschen“, sagt Asum. Beim Zeltaufbau habe man die Männer mit Essen versorgt. Immer gebe es irgendwo Kuchen oder Eiskaffee. Die Stimmung sei ausgezeichnet.

Seit Wochen bewirbt der Verein sein Fest über die eigene Facebook-Seite. Mit kleinen Actiontrailern wollen die Burschen die Besucher anlocken. Dazu engagierten sie einen professionellen Kameramann. Den Schnitt übernahm Vereinsmitglied Philipp Asum.

Warum so ein großes Fest mit solch einem Aufwand? Mayer begründet: „Wir machen das nur einmal, das ist eine Generationensache.“ Momentan seien die aktiven Mitglieder zwischen 17 und 50 Jahre alt. Im besten Alter, um so eine Mammutaufgabe zu stemmen.

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