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Filmfestival IIBayerischer Rundfunk
28.10.2019

Aichacher Bauernmusi live und auf Leinwand

Zu den Klängen der Aichacher Bauernmusi wirbelten am Samstagnachmittag Volkstanzgruppen aus Aichach, Dasing und Pöttmes durchs Kino-Foyer.
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Zu den Klängen der Aichacher Bauernmusi wirbelten am Samstagnachmittag Volkstanzgruppen aus Aichach, Dasing und Pöttmes durchs Kino-Foyer.

zeigt zwei historische Dokumentationen. Trachtler und Musiker sind im Kino dabei. Gelungener Abschluss mit Schauspielerin Gisela Schneeberger

Samstagnachmittag im Aichacher Kino: Trachtler und Volkstanzgruppen aus Aichach, Dasing und Pöttmes wirbeln durchs Foyer – die Frauen im historischen bäuerlichen Festtagsg’wand, die Männer in Harmonikastiefeln, ledernen Hosen, Thalerwesten und Scheibenhüten. Die Aichacher Bauernmusi spielt zum Volkstanz auf – sehr zum Erstaunen der jugendlichen Kinogänger. Sie lassen Schottisch, Landler und Zwiefachen ertönen und sorgen am letzten Tag des Aichacher Filmfestivals für altbayerische Heimatstimmung.

Auch das hat mit dem Festivalmotto „Heimat 2.0“ zu tun. Denn im Fokus stehen an diesem Kinonachmittag die Trachten, das Leben und die Musik im Aichacher Land vor etwas mehr als 40 Jahren. Sepp Eibl, legendärer Musikant und Filmemacher des Bayerischen Rundfunks, erwartet die zahlreichen Gäste. Das BR-Urgestein, wie ihn Rotary-Präsident Gerhard Lehrberger bezeichnet, hat in über 50 Jahren insbesondere für die Sendereihe „Unter unserem Himmel“ mehr als 400 Filme gedreht. Für den Besuch in Aichach habe er sogar eine Einladung zu einer Feierstunde anlässlich des österreichischen Nationalfeiertags ausgeschlagen. Eine Festivalbesucherin fragt ihn, wie lange er denn schon Musik mache, worauf der 85-Jährige lakonisch antwortet „Scho oiwei!“.

Eibls Beitrag über die Aichacher Bauernmusi, die er 1975 porträtiert hat, sowie eine Dokumentation der BR-Autorin Elisabeth Harpaintner von 1979 über Menschen und Landschaft in Aichach und Umgebung wird im Anschluss zum ersten Mal auf der großen Leinwand gezeigt. Der Kinosaal ist voll und nicht wenige erkennen Bekannte unter den Aichachern von damals. Zwei Musiker der damaligen Bauernmusi unter der Leitung von Theo Rosendorfer und Leo Schelchshorn sind auch heute noch dabei: Alfons Huber aus dem Aichacher Ortsteil Ecknach an der Klarinette sowie der Affinger Ludwig Mittelhammer, der seit 1988 Leiter der Bauernmusi ist.

Nach der BR-Präsentation wird es noch einmal turbulent im Foyer. Denn zum zweiten Mal versteigern die Veranstalter eine Fahrt mit dem Wittelsbacher-Land-Ballon für den guten Zweck. Der zweite bayerische Filmbeitrag an diesem Tag füllt gleich zwei Kinosäle:

„Eine ganz heiße Nummer 2.0“ hat zwar auch mit Tanz, aber eher mit Klamauk zu tun. Die Fortsetzung der Komödie „Eine ganz heiße Nummer“ von Rainer Kaufmann wird zur Abschlussveranstaltung des Festivals. Und mit Gisela Schneeberger zeigt sich erneut ein besonderer Gast dem Aichacher Publikum, beantwortet geduldig Fragen und lässt sich mit Besuchern ablichten.

Rotary-Präsident Lehrberger lobt die Schauspielerin für ihre Vielseitigkeit und informiert die Besucher, dass zu ihren zahlreichen Auszeichnungen in Kürze der Filmpreis der Landeshauptstadt München für ihr 50-jähriges Wirken hinzukomme. Im Film spielt Schneeberger eine von drei Freundinnen, die sich zunächst im ersten Teil mit ihrer gewagten Geschäftsidee, als Telefonsex-Anbieter zu arbeiten, vor der drohenden Pleite retten konnten. In der Fortsetzungsgeschichte wollen sie nun den dringend erforderlichen Ausbau des Breitbandinternets auf ganz besondere Art und Weise finanzieren – nämlich durch den Gewinn eines Tanzwettbewerbs.

So endet das diesjährige Aichacher Filmfestival mit einer gehörigen Portion Spaß und einer gut gelaunten Gisela Schneeberger, die nach Filmende unter der Moderation von Rotarier Michael Wolly Wollmann noch jede Menge Fragen zum Film und ihrer Schauspielerei beantwortet.

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