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Sitzung II

01.03.2018

Gebühren für Kinderbetreuung steigen wieder

Über die Höhe ist noch nicht entschieden. Vor allem die Krippen dürften teurer werden – sie sind zu günstig

Eltern in Affing müssen sich darauf einstellen, dass die Betreuung ihrer Kinder teurer wird. Ganz besonders, wenn ihre Kleinen eine Krippe besuchen. Grundsätzlich zeigte sich der Affinger Gemeinderat am Dienstag bereit, die Gebühren anzuheben. Die Höhe legte er aber noch nicht fest.

Vier Jahre waren die Gebühren konstant gewesen. Deshalb beschloss der Gemeinderat im September 2016 eine Anhebung in zwei Schritten (zum 1. September und zum 1. Januar) um 20 Prozent. Trotzdem liegt die Kommune im Vergleich mit anderen günstig. Besonders die Krippentarife sind unterdurchschnittlich. Ein Beispiel: Bei bis zu fünf Stunden kostet ein Kleinkind oder Baby in Affing aktuell 112 Euro pro Monat. In Rehling sind es 130, in Aindling 154, in Aichach 171 und in Augsburg 232 Euro. Das muss nicht sein, war sich der Gemeinderat einig. Zumal, wie Bürgermeister Markus Winklhofer betonte, die Affinger Einrichtungen selbst weit mehr als durchschnittlich seien. Bei den Kindergärten liegt man mit 84,50 Euro für bis zu sechs Stunden ebenfalls günstig. In Rehling sind es mit 70 Euro und in Aindling mit 78,50 Euro zwar weniger. Aichach ist mit 99 und Augsburg mit 107 Euro aber wesentlich teurer.

Die Verwaltung schlug als Diskussionsgrundlage eine Anhebung um insgesamt 20 Prozent in zwei Schritten vor. Einige Gemeinderäte wollten lediglich die Krippen verteuern, wie es Georg Engelhard oder Josef Schmid forderten. Gleicher Meinung war Markus Jahnel. Das schulde man einer sparsamen Haushaltsführung. Kostendeckend könne man ohnehin nie arbeiten. Nach Ansicht von Stefan Matzka ist eine „moderate Anhebung für jeden zu verkraften“. Gerald Eberl betonte, man habe für die Personalausstattung viel getan. Er plädierte für eine Gebührenerhöhung, um die Qualität zu erhalten. Gerhard Faltermeier konnte sich für einen ganzen Krippentag einen Tarif von bis zu 210 Euro vorstellen. Anschließend solle man die Gebühren entsprechend der Tariferhöhungen der Angestellten gestalten. Christine Schmid-Mägele wies darauf hin, dass man kinderfreundlich bleiben solle. Ein Attribut, mit dem sich Affing im Internet präsentiert. Paul Moll argumentierte, geringe Gebühren seien elternfreundlich. Kinderfreundlich seien tolle Einrichtungen und Spielplätze. Beides biete Affing.

Zur Debatte steht nun eine stufenweise Anhebung der Gebühren, bis der Mittelwert im Vergleich mit anderen Kommunen erreicht ist. Die Verwaltung soll ein Modell erarbeiten. Dann wird entschieden.

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