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Nachruf

12.11.2017

„Im Himmel wird es lustig mit ihm“

Er konnte auch in schwierigen Situationen Hoffnung vermitteln. Pfarrer Adalbert Brandmair starb überraschend. Er wurde nur 52 Jahre alt.
Bild: Foto: Sarah-Katharina Merk

Der gebürtige Aichacher Adalbert Brandmair ist unerwartet im Alter von 52 Jahren gestorben. Zuletzt war er Klinikpfarrer in Günzburg.

Sein Lachen wirkte ansteckend. Doch Adalbert Brandmairs Lachen werden die Menschen nicht mehr hören, sein fröhliches Gesicht nicht mehr sehen: Der Geistliche ist in der Nacht auf Mittwoch völlig unerwartet gestorben. Er wurde nur 52 Jahre alt. Erst vor 13 Monaten war Brandmair offiziell in sein Amt als Leiter der Klinikseelsorge sowohl für das Bezirkskrankenhaus als auch für die Kreisklinik in Günzburg eingeführt worden, das er am 1. September 2016 angetreten hatte.

Zuvor hatte er zehn Jahre lang die Pfarreiengemeinschaft Ottmaring (Friedberg) geleitet. Er sei in eine für ihn neue Welt eingetaucht, sage Brandmair im Oktober 2016. „Ich will mich auf diese neue Welt einlassen. Nicht als Glaubenslehrer, sondern als Mitsucher nach der Fülle des Lebens“, hieß es in seiner Predigt.

Der Pfarrer gab auch Einblicke in ein eigenes Seelenleben: Noch immer fühle er gelegentlich „Ohnmacht und Unsicherheit“, wenn er Sterbende begleite.

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Augsburgs Diözesanbischof Konrad Zdarsa zeigt sich tief bestürzt über den viel zu frühen Tod des sehr beliebten Seelsorgers: „Wir verlieren damit einen Priester, der als Pfarrer und nun seit gut einem Jahr als Krankenhausseelsorger in Treue und Hingabe in unserer Diözese Augsburg an allen Orten, wo er eingesetzt war, sehr segensreich gewirkt hat. Unser Beileid gehört seiner Mutter, seinen Geschwistern mit ihren Familien und allen Angehörigen.“ Der Herr über Himmel und Erde möge ihm alles das vergelten, was er den Menschen, die ihm in der Seelsorge anvertraut waren, Gutes getan hat, erklärte Bischof Zdarsa.

Am Montag wird er beigesetzt

Brandmair wurde am 19. Januar 1965 in Aichach geboren. Nach seiner Priesterweihe am 24. Juni 1990 wirkte er zunächst als Kaplan in Gundelfingen (Kreis Dillingen) und im oberbayerischen Murnau. Nach drei Jahren als Pfarradministrator in Apfeltrach (Kreis Unterallgäu) war er von 1998 bis 2006 Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Dinkelscherben (Kreis Augsburg). Danach folgten seine letzten Stationen Ottmaring und nun Günzburg.

Ein Bekannter Brandmairs hat in einer Mail folgendes geschrieben: „Ich glaub’, im Himmel wird es jetzt richtig lustig mit ihm. Wohl hat man dort jetzt so jemanden gebraucht.“

Das Requiem mit anschließender Beisetzung findet an diesem Montag, 13. November, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael in Ottmaring statt. Der Sterberosenkranz für den Verstorbenen wird am heutigen Samstag um 17.15 Uhr in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Aichach gebetet. (ioa, zg)

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