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Aichach

10.07.2019

Landesausstellung: „Feuerhaus“ verschwindet hinter Stadtmauern

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Die Silhouette einer alten Stadtmauer soll für die Bayerische Landesausstellung vor das alte Feuerwehrhaus in Aichach gesetzt werden. Auch der Schlauchtrockenturm soll verkleidet haben.
Bild: Privat

Plus Für die Bayerische Landesausstellung 2020 wird das Aichacher Feuerwehrhaus zum Ausstellungsraum. Multimediale Inszenierungen sollen die Besucher frühere Zeiten erleben lassen. Dafür ist am Gebäude einiges zu tun.

Wenn am 28. April 2020 die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“ in Aichach und Friedberg beginnt, dann wird in Aichach das alte Feuerwehrhaus eine wichtige Rolle spielen. Das Aichacher „Feuerhaus“, wie es das Haus der Bayerischen Geschichte nennt, wird Schauplatz multimedialer Inszenierungen sein. Dafür wird das Gebäude an der Martinstraße innen und außen nun vorbereitet. Im Bauausschuss des Stadtrats ging es nun um den dafür nötigen Bauantrag.

Das Haus der Bayerischen Geschichte will dem Friedberger Schloss mit einer klassischen Ausstellung den modernen Raum des „Feuerhauses“ mit multimedialen Inszenierungen gegenüberstellen. Dort werden virtuelle Elemente, Modelle, sogenannten „Hands-on-Stationen“, also interaktiven Mitmach-Stationen, und Filmeinspielungen präsentiert. Sie sollen das Entstehen der bayerischen Städtelandschaft und die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung Bayerns auf eine ganz andere Art und Weise vermitteln. Im „Feuerhaus“ wird es außerdem nicht nur um die Vergangenheit gehen, sondern auch um Zukunftsvisionen für die Stadt im Jahre 2050 oder 2100.

Feuerhaus: Vor das Gebäude soll die Silhouette einer alten Stadtmauer gesetzt werden

Was nun baulich im Einzelnen geplant ist, stellte Helmut Baumann, stellvertretender Leiter des Bauamts, vor. Der Ausstellungsort wird schon von außen als solcher erkennbar sein: Vor das Gebäude soll nach den derzeitigen Planungen die Silhouette einer alten Stadtmauer gesetzt werden. Der weithin sichtbare Schlauchtrockenturm soll so verkleidet werden, dass optisch ein Doppelturm entsteht. Statisch und finanziell muss das laut Baumann noch näher untersucht werden.

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Die alte Feuerwache an der Martinstraße wird ein Ausstellungsraum bei der Bayerischen Landesausstellung 2020.
Bild: Claudia Bammer

Als Ausstellungsraum dient die ehemalige Fahrzeughalle, die eine neue Fluchttüre bekommt. Lampen, Einbauten und Leitungen werden demontiert oder abgedeckt. Der schräge Boden mit Ablaufrinne wird mit Grobspanplatten (OSB-Platten) auf einer Holzunterkonstruktion abgedeckt, um Unebenheiten auszugleichen. Den Bodenbelag, die Inneneinrichtung sowie die Lüftungs- und Klimatechnik stellt das Haus der Bayerischen Geschichte.

Wo sich der Geräteraum und die Werkstatt der Feuerwehr befanden, entsteht der Eingangsbereich mit Kassenraum und Garderobe, der Wach- und der Unterrichtsraum werden zu Büros, der ehemalige Windfang zwischen Kommandantenraum und Werkstatt zum Ausgang. Rollstuhlgerechte Rampen an Ein- und Ausgangstüren sorgen für Barrierefreiheit. Für Toiletten wird auf dem rückwärtigen Gelände mit WC-Mietcontainern gesorgt. Die 21 notwendigen Parkplätze finden auf dem Gelände Platz, zusätzlich befindet sich gleich neben der Grüne Parkplatz, so Baumann.

Die Kosten für die Umbaumaßnahmen werden auf etwa 200000 Euro geschätzt, so Baumann. Dazu kommen noch die Kosten für die Stadtmauer-Silhouette und die Turmverkleidung.

Aichach: Bauausschuss war mit Vorgehensweise einverstanden

Kristina Kolb-Djoka (SPD) war von den Plänen angetan. „Das schaut toll aus und macht was her“, sagte sie. Sie wollte wissen, ob in den Kosten auch der Rückbau berücksichtigt ist. Bauman ging davon aus, dass der Boden und die Vorsatzschalen, mit denen Einbauten verdeckt werden, ausgebaut werden können. „Ob das geschieht, ist eine politische Entscheidung“, sagte er. Der Rückbau stehe frühestens im Jahr 2021 an. Bürgermeister Klaus Habermann ergänzte: „Bis dahin wird ja entschieden sein, wie es da weitergeht.“ Die Fläche gilt als eines von mehreren Perspektivgrundstücken der Stadt. Die Umbaupläne befand auch Helmut Beck (CSU) für gut. „Die Landesausstellung kommt zu uns, dafür müssen wir auch etwas tun“, sagte er.

Der Bauantrag für die Umnutzung ist aus Termingründen bereits beim Landratsamt eingereicht worden. Einstimmig war der Bauausschuss mit der Vorgehensweise einverstanden.

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