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Affing

06.07.2019

Radwege: Zwei große Wünsche für Affing

Affing arbeitet derzeit an einem Radwegekonzept
Bild: Symbolfoto Alexander Kaya

Das Radverkehrskonzept des Landkreises nimmt Gestalt an. Zahlreiche Bürger-E-Mails beziehen sich auf zwei Problemstellen in der Gemeinde Affing

In den nächsten Jahren soll der Radverkehr im Wittelsbacher Land um 30 Prozent steigen. Das ist das Ziel des Radverkehrskonzeptes, das der Landkreis Aichach-Friedberg gerade aufstellt. Dabei werden auch die Bürger eingebunden. Sie dürfen melden, wo es noch hakt. Sehr viele von ihnen haben zwei konkrete Wünsche. Sie beziehen sich auf die Gemeinde Affing.

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Die Bürger sind offenbar sehr interessiert

Ulrike Schmid, im Landratsamt zuständig für das Radverkehrskonzept, stellte dem Affinger Verkehrsausschuss diese Woche das Projekt vor. Sie berichtete, die Bürger seien sehr interessiert. 40 E-Mails mit Anregungen seien bei ihr eingegangen. Die Hälfte hofft auf die Verbesserung zweier Mängel. Erstens: der fehlende Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Weichenberg (Aindling) über Katzenthal nach Affing; zweitens: Zwischen Rehling und Mühlhausen gibt es zwar einen Weg, der aber ist nicht gut ausgebaut. Dabei will der Landkreis explizit das Alltagsradeln fördern, wie Schmid betonte.

Zu den Affinger Baustellen gehören auch eine Verbindung nach Frechholzhausen und von Mühlhausen/Bergen nach Derching. Laut Bürgermeister Markus Winklhofer schlug die Kommune eine Verbindung unterhalb des Berges unweit des Flughafens Richtung Derching vor. So könnte der Radler den Mühlhauser Berg umgehen. Doch weil es hier Bodenbrüter gibt, winkt der Naturschutz ab. Ulrike Schmid betonte mehrfach, das Konzept, das der Kreistag im Juli verabschieden soll, ist nicht zementiert. Alles werde mit den Gemeinden abgestimmt. Von ihnen seien 117 Anmerkungen gekommen, die eingearbeitet würden. Es spreche nichts gegen eigene Planungen der Gemeinden.

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Gerhard Faltermeier und Josef Schmid fühlten sich übergangen. Schmid forderte Unterlagen ein, die die Gemeinde Affing betreffen. Faltermeier erklärte: „Es ist nicht glücklich, dass die Gemeinderäte nicht eingebunden waren.“

Winklhofer und Ulrike Schmid erläuterten, es habe sich um einen Prozess auf Verwaltungsebene gehandelt. Der Bürgermeister verwies außerdem auf eine ganze Seite im jüngsten Mitteilungsblatt der Gemeinde dazu und betonte: „Es gab Möglichkeiten genug, sich auf eigene Initiative beteiligen zu können.“

Erst in diesen Tagen ist der Mängelplan im Radwegenetz an die Gemeinden gegangen. Sie sollen bis August dazu Stellung nehmen. Affing ist übrigens die erste Gemeinde, wie Ulrike Schmid eingangs erklärt hatte, der sie das Konzept vorstellt.

Baustelle Mittagsbetreuung

Die Baustellenzufahrt für den Neubau der Mittagsbetreuung in Affing macht Probleme. Sie verläuft vom Baugrundstück L-förmig zum Mühlweg. Hier gibt es allerdings Anwohnerbeschwerden. Alternativen über Gebenhofen oder das Erdbeerfeld Limmer sind verkehrstechnisch nicht praktikabel. Im Gespräch ist nun ein Maßnahmenpaket, darunter ein beidseitiges absolutes Halteverbot. Das aber stößt wiederum auf wenig Begeisterung bei den Anwohnern. Nun ist ein gemeinsamer Ortstermin von Bau- und Verkehrsausschuss geplant.

Verkehr Am Anger

Es gibt Beschwerden über das Parken in der Sackgasse Am Anger in Mühlhausen. Das Problem: Es ist baulich nicht ersichtlich, ob es sich um eine Wendeplattform oder um einen Gehweg handelt. Bei der Verkehrsschau hat die Polizei den hinteren Bereich nun klar als Gehweg deklariert. Also ist Parken dort verboten. Die Verwaltung schlug nun vor, den Gehweg geradlinig mit Pflastersteinen zu kennzeichnen und im übrigen Freiraum eine Parkbank aufzustellen. Der Rest soll über die Beschilderung gelöst werden. Das Problem von Parken und Wenden ist damit aber nicht gelöst, wie Anwohner in der Sitzung kritisierten. Ein Mann erzählte, dass Fahrzeuge bei ihm im Hof wenden. Schon zweimal sei sein Tor beschädigt worden. Auf Anregung Faltermeiers wird nun geprüft, ob doch ein Wendehammer möglich ist.

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