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26.09.2017

Sie spenden regelmäßig ihr Blut, um anderen zu helfen

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Die Geehrten für 50 Mal Blutspende zusammen mit Vertretern ihrer Heimatgemeinde und (von links), Robert Erdin und Klaus Metzger.

Rund 75 Liter Blut hat Siegfried Scharbatke aus Pöttmes im Laufe seines Lebens bereits gespendet. Der 60-Jährige geht seit etwa 40 Jahren zum Blutspenden und hat es auf stolze 150 Mal gebracht. Zusammen mit etwa 50 anderen Dauerspendern aus dem nördlichen Landkreis und dem Altlandkreis zeichnete ihn dafür der Kreisverband des Roten Kreuzes (BRK) mit der Ehrennadel in Gold aus.

Gemeinsam kamen die Geehrten auf rund 3500 Blutspenden. Das ist sogar mehr, als durchschnittlich pro Jahr im Landkreis gespendet wird. Laut Robert Erdin, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes, liegt die jährliche Spendenanzahl hier bei rund 3000: „Das entspricht etwa 60 Prozent des Jahresbedarfs im Landkreis.“ Oder einem Tagesbedarf an Blutreserven in Bayern, wie BRK-Kreisvorsitzender und Landrat Klaus Metzger ergänzte.

Er lobte die Vorbildfunktion der Dauerspender und wies darauf hin, dass noch mehr Spender nötig seien, um genug Blutreserven zu haben. Wichtig fand Metzger deshalb auch, dass eine ganze Reihe von Bürgermeistern zu dem Ehrungsabend gekommen waren. Damit würden die Gemeindevertreter ihre Wertschätzung und Anerkennung für das Engagement der Blutspender ausdrücken. Metzger zeichnete alle, die mehr als 100 Mal Blut gespendet hatten, zusätzlich zur Ehrennadel in Gold und der Urkunde mit dem Landkreisabzeichen aus.

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Nur rund 3,5 Prozent der Menschen in Deutschland seien Dauerspender, sagte Erdin. Obwohl 94 Prozent Blutspenden für wichtig halten würden. Der Kreis-Geschäftsführer erinnerte an das Zugunglück in Bad Aibling vor rund eineinhalb Jahren, wo das Rote Kreuz relativ schnell viele Leute mit Blut versorgen musste. „Die Leute waren sofort bereit, Blut zu spenden“, erinnert er sich an die „tolle Unterstützung.“ Eine einmalige Aktion wie diese reiche jedoch nicht aus, sagte Erdin: „Es wird immer Blut gebraucht, nicht nur für ein Unglück.“

Im Landkreis gab es heuer 46 Blutspendetermine. Die ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes leisteten dafür etwa 2400 Stunden.

Siegfried Scharbatke spendete zum ersten Mal mit 19 Jahren bei der Bundeswehr. Damals gab es dafür Sonderurlaub, erinnert er sich schmunzelnd. Seit etwa 30 Jahren ist er Dauerspender und geht fünf bis sechs Mal im Jahr zum Blutspenden. Gesundheitlich gehe es ihm sehr gut damit, sagte der 60-Jährige. Sein Ziel ist die 200er-Marke.

50 Mal Blut gespendet haben bislang Karl Barl (Aindling), Monika Bucher (Affing), Thomas De Roos (Sielenbach), Werner Eidelsburger (Aichach), Stefan Haider und Winfried Franz Hanker (beide aus Aindling), Erich Hirn (Affing), Rosa Köchl (Kühbach), Simone Koppold (Aichach), Hubert Pallmann (Pöttmes), Johann Paucker (Schiltberg), Josefine Peter (Altomünster, Kreis Dachau), Johann Reisner (Hilgertshausen, Kreis Dachau), Christa Schuhmeier (Affing), Stefan Silber (Aichach), Maria Stemmer (Hollenbach), Paul Rudolf Stiller (Kühbach), Alexander Wagner (Aichach), Stefan Weber (Aichach), Claudia Winter (Schiltberg), Doris Wittmeier-Paula (Pöttmes) und Erwin Zandtner (Schiltberg).

Bereits 75 Mal gespendet haben Johann Breitsameter (Hollenbach), Gerhard Drexl (Affing), Manfred Fitz (Hollenbach), Georg Glas (Pöttmes), Sofie Höger (Aindling), Wolfgang Kienle (Petersdorf), Josef Lutterschmid (Schiltberg), Hubert Mörmann (Pöttmes), Viktoria Neumayer (Kühbach), Pius Regele (Affing), Gerhard Schwegler (Pöttmes), Sarah Smid (Aichach), Elisabeth Sprang (Pöttmes), Johannes Stiegler (Kühbach), Gerold Tausend (Aichach) und Andreas Zott (Hollenbach).

Für 100 Mal Blutspende wurden ausgezeichnet Anton Bader (Altomünster, Kreis Dachau), Manfred Friedrich (Kühbach), Juliana Kugler (Aichach), Josef Kurrer (Schiltberg), Sophia Stadlmayr (Hollenbach), Hermann Winter (Schiltberg) und Stefan Wolf (Aindling).

125 Mal Blut gespendet haben Anton Moser (Sielenbach), Franz Rogg (Baar) und Wilhelm Strobl (Pöttmes). (drx)

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