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Aichach-Friedberg

19.02.2021

So wenige Unfälle in Aichach-Friedberg wie seit Jahren nicht

Im Kreisverkehr nahe dem Aichacher Feuerwehrhaus kam am 27. Mai 2020 ein 85-jähriger Autofahrer von der Straße ab. Er überschlug sich, wurde schwer verletzt und starb später im Krankenhaus. Es war einer von vier tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2020.
Bild: Marlene Weyerer (Archivfoto)

Plus 2019 lag die Zahl der Unfälle in Aichach-Friedberg auf einem Zehn-Jahres-Hoch. Die Corona-Pandemie sorgt für einen starken Rückgang. Nicht so bei den Verkehrstoten.

3314-mal hat es im vergangenen Jahr auf den Straßen im Landkreis Aichach-Friedberg gekracht - so wenig wie seit Jahren nicht. Nach dem Zehn-Jahres-Hoch von 4002 im Jahr 2019 sind das über 17 Prozent weniger Unfälle. Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord, das die Werte ermittelt hat, vermutet als wesentliche Ursache den starken Rückgang des Verkehrs infolge der Corona-Pandemie. Die Zahl der Verletzten sank um ein Fünftel auf 614. Die der Getöteten blieb jedoch nahezu gleich.

Verkehrstote Vier Menschen verloren auf den Straßen ihr Leben, einer weniger als im Vorjahr. Drei von ihnen waren Autofahrer, eine Motorradfahrerin.

Unfallursachen Die beiden Hauptunfallursachen waren erneut Fehler, etwa beim Abbiegen oder Wenden, sowie zu geringer Sicherheitsabstand. Weit dahinter folgten Vorfahrtsverletzungen oder zu hohes Tempo.

Alkohol 52-mal war Alkohol für einen Unfall verantwortlich - fünfmal weniger als im Vorjahr, als mit 57 Alkoholunfällen ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht war. 35 Menschen wurden dabei verletzt, Tote gab es nicht.

Drogen Bei sieben Unfällen waren Drogen im Spiel, ein Mensch kam dabei ums Leben. Im Vorjahr hatte es elf Drogenunfälle gegeben.

Altersgruppen An 258 Unfällen (Vorjahr: 265) waren Senioren ab 65 Jahren beteiligt, an 164 (174) davon laut Polizei als Verursacher. 74 Menschen - fast genauso viele wie im Jahr zuvor mit 79 - wurden verletzt. Todesopfer gab es nicht, im Jahr zuvor waren es zwei gewesen. Junge Erwachsene von 18 bis 24 Jahren waren an 230 Unfällen (301) beteiligt, davon an 139 (172) als Verursacher. Ein Mensch (0) starb, 61 - deutlich weniger als im Vorjahr mit 104 - wurden verletzt.

Schulweg Sechs Schulwegunfälle mit 20 Verletzten verzeichnete die Polizei. Das sind vier Unfälle weniger als im Jahr zuvor, aber doppelt so viele Verletzte. Der größte Unfall ereignete sich Ende Oktober in Kühbach. Ein Schulbusfahrer musste laut Polizei auf der Kreisstraße am Ortsausgang in Richtung Gachenbach anhalten. Ein Autofahrer prallte in das Heck des Busses. Er und zahlreiche Schüler der Knabenrealschule und der Mädchenrealschule Schrobenhausen wurden verletzt.

Fußgänger 32 Fußgängerunfälle zählte die Polizei, drei mehr als im Jahr zuvor. 21 Menschen wurden verletzt. In zwölf Fällen verursachte ein Fußgänger den Unfall.

Radunfälle Während die Zahl der "konventionellen" Radunfälle leicht auf 140 sank, stiegen die Unfälle mit Pedelecs um die Hälfte auf 30. Kein Radler starb. Aber 130 "klassische" Radler wurden verletzt. Ebenso alle 30 Pedelec-Fahrer, die einen Unfall hatten. Als Pedelec gilt ein Elektrofahrrad mit Tretunterstützung bis 25 Stundenkilometer.

Motorisierte Zweiräder/Motorräder An 78 Unfällen (Vorjahr: 81) waren Fahrer motorisierter Zweiräder beteiligt, an 45 (39) davon als Verursacher. 61-mal krachte es unter Beteiligung von Motorradfahrern, exakt so oft wie im Vorjahr. Der Polizei zufolge hatten die Motorradfahrer gut die Hälfte der Unfälle verursacht. 56 Menschen wurden bei Motorradunfällen verletzt, eine Frau starb.

Wildunfälle 951 Wildunfälle zählte die Polizei - nach dem Zehn-Jahres-Hoch von 1091 im Vorjahr der zweithöchste Wert.

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