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Tierwelt

30.05.2015

Storchenfamilie braucht vier Kilo Futter am Tag

Drei Jungstörche sind im Nest auf der Grimolzhausener Kirche geschlüpft. Das Nest wurde 2014 erstmals bezogen.
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Drei Jungstörche sind im Nest auf der Grimolzhausener Kirche geschlüpft. Das Nest wurde 2014 erstmals bezogen.
Bild: Ernst Haile

In Pöttmes, Grimolzhausen und Dasing gibt es zehn Junge. Das Aichacher Storchenpaar hat dagegen einen Rückschlag erlitten.

Ein Tierdrama hat sich in Aichach abgespielt: Das Storchenpaar, das auf dem ehemaligen Mondi-Kamin nistet, hat offenbar seinen Nachwuchs verloren. Martin Köllensperger, Vertriebsleiter der dortigen Firma Oltrogge, hat nach dem Tornado zwei tote Jungstörche gefunden. Die Eltern versuchen aber offenbar noch einmal ihr Glück: Sie seien bereits wieder am Brüten, erzählt Köllensperger.

Anderswo gibt es schon Nachwuchs. Wie berichtet, schauen in Dasing drei Jungvögel aus dem Nest. In Pöttmes auf dem Oberen Tor sind es nicht drei, sondern sogar vier, hat Ernst Haile, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz und Leiter der Pöttmeser Ortsgruppe, beobachtet. Im Pöttmeser Ortsteil Grimolzhausen seien es drei Jungvögel. Und sie brauchen Nahrung.

Ernst Haile spricht von riesigen Mengen. „Die Störche benötigen pro Tag circa 500 Gramm tierisches Futter für sich selbst und bis zu 1200 Gramm ebenfalls tierisches Futter pro Junges“, berichtet er. Das heißt beispielsweise für die beiden Storchenpaare im Pöttmeser Land, dass sie insgesamt etwa neun Kilo Futter pro Tag benötigen. Bezogen auf die sechs Monate im Jahr, in denen sie im Raum Pöttmes Junge aufziehen, sind dies rund 1500 Kilo Kleintiere. Besonders gerne fressen die Störche Mäuse, Regenwürmer, Insekten und Frösche. Dabei suchen sie sich ihr Futter auf bis zu 200 Hektar Wiesen- und Ackerflächen im Umkreis ihres Nestes aus.

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Deshalb ist es laut Haile besonders wichtig, dass der Boden frei von Giftstoffen ist – natürlich nicht nur für die Entwicklung der Storchenkinder. „Wir freuen uns über jede naturbelassene oder ökologisch bewirtschaftete Fläche in der Landwirtschaft und sind dankbar über jeden giftfrei bewirtschafteten Garten“, betont Haile.

Leidenschaftlich appelliert er an alle „konventionellen“ Landwirte und Gartenbesitzer, keine, wenige oder – wenn notwendig – nur ganz genau dosierte Spritzmittel einzusetzen. „Vor allen Dingen keine glyphosat-haltigen Totalherbizide wie Round-Up. Diese Mittel töten alles, was grün ist, aber auch Amphibien wie Molche und Frösche“, so der BN-Vorsitzende. (AN)

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