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Handball-Bezirksoberliga

09.12.2019

Abwehrleistung begeistert den Trainer

Setzte sich in Göggingen sehr gut durch: Annika Weise (links)

Beim 23:15-Sieg in Göggingen lassen Aichacher Frauen wenig zu

Worüber soll man da mehr staunen: dass die Handballerinnen des TSV Göggingen im Heimspiel gegen den TSV Aichach insgesamt lediglich zu 15 Treffern kamen oder dass sie im zweiten Durchgang nur noch über drei Tore jubeln konnten? Dem Team des TSV Aichach konnte diese Debatte am Samstagabend egal sein. Es setzte sich mit 23:15-Toren durch, wenngleich das Team personell keineswegs ideal bestückt war. Iva Vlahinic und Lina Schrempel fehlten aus privaten Gründen und Anna Mahl wegen einer Verletzung. Um ein Haar hätten die Gäste auch noch die Herbstmeisterschaft feiern können; doch Spitzenreiter TSV Haunstetten III spielte da nicht mit, sondern setzte sich hauchdünn beim Team zwei des VfL Günzburg mit 24:23 durch.

Die erste Halbzeit verlief in etwa so, wie man es aufgrund der Vorgeschichte erwarten konnte. Die Zwischenstände waren knapp, zumeist mit Vorteilen für Göggingen. Kurz nach der Pause glückte den Gästen erstmals die Führung. Nun war der Grundstein gelegt und die Aichacherinnen bauten ihn eifrig aus. Da spielte es dann keine Rolle mehr, dass mit Silke Arnold nur eine Kandidatin für den Kasten zur Verfügung stand.

Weil Martin Fischer in Urlaub weilt, war diesmal Thomas Wonnenberg zusammen mit Richard Hangl für die Mannschaft zuständig. Speziell die zweite Halbzeit hatte es Wonnenberg sichtlich angetan: „Das war eine bärenstarke Abwehrleistung meiner Mannschaft. Das war echt begeisternd.“ Zunächst war man darauf bedacht, die Kreise von Teresa Walter, der Torjägerin, einzuengen. Diese Erfahrung war für Göggingen nicht neu, man wusste sich dagegen zu wehren; darum änderten die Gäste ihre Defensivtaktik später.

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Eminent wichtig war auch der Beitrag jener Handballerinnen, die eher der zweiten Mannschaft zuzuordnen sind und diesmal in der Bezirksoberliga gebraucht wurden, beispielsweise Annabel Weiß und Annika Weise. Magdalena Rappel half im dezimierten Rückraum aus. Nach Aussage von „Jonny“ Wonnenberg schlugen die sich hervorragend. Und dann stellte er neben Torhüterin Silke Arnold, die in den zweiten 30 Minuten ganze dreimal den Ball aus dem Netz holen musste, eine weitere Aichacher Akteurin heraus: „Meine Frau.“ Tini Wonnenberg, die achtfache Torschützin, sorgte für die Treffer, die vom 12:11 zum 12:14 führten und damit den Weg für diesen Sieg ebneten. (jeb)

TSV Aichach Silke Arnold, Iris Kronthaler (3), Annabel Weiß, Annika Weise (1), Tini Wonnenberg (8/3), Sevde Seker, Anna Euba, Marleen Bscheider (2), Lara Leis (5), Magdalena Rappel (4).

Siebenmeter 5:4 Zeitstrafen 4:3.

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