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Handball-Bezirksoberliga

18.11.2018

Aichach wird endgültig ausgebremst

Aichachs Thomas Bauer (Mitte) erzielte gegen den TSV Schwabmünchen starke elf Tore. Das reichte am Ende allerdings nicht zum Sieg für die Paarstädter, die sich weiter in einer Krise befinden. Für Bauer wird die Partie noch ein Nachspiel haben.
Bild: Felix Dahlheim

Nach der Pleite in Schwabmünchen hat der TSV bereits zehn Zähler Rückstand auf die Spitze. Thomas Bauer glänzt und ist dennoch der Verlierer des Tages.

Nun muss sich der letzte Optimist den Traum abschminken, dass die Handballer des TSV Aichach im kommenden Frühjahr in die Landesliga zurückkehren können. Denn nach der 26:29-Niederlage beim TSV Schwabmünchen beträgt der Abstand auf den verlustpunktfreien Spitzenreiter der Bezirksoberliga bereits zehn Zähler.

Es ist das eingetreten, wovor Trainer Manfred Szierbeck schon im Vorfeld dieser Partie warnte: Bei einem Punktekonto von 6:8 müssen sich die Aichacher nach unten orientieren. Denn der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist in einem geradezu bedenklichen Maße geschrumpft. Die Aichacher gingen zwar leer aus, gleichwohl haben sie sich ordentlich geschlagen. Denn 205 Sekunden vor der Schlusssirene lagen sie lediglich mit einem Tor im Hintertreffen; da durfte immer noch gehofft werden. Dass am Ende die Hausherren beide Punkte einfuhren, das lag auch daran, dass der Aichacher Kader, ohnehin nur ein Dutzend Akteure, nach 36 Minuten zum ersten Mal reduziert wurde. Nach der dritten Zeitstrafe wurde Oliver Huber auf Dauer ausgeschlossen. Szierbeck meinte dazu: „Eigentlich nicht gerechtfertigt.“ Nicht genug damit: 18 Sekunden vor dem Ende erwischte es auch noch Thomas Bauer. In diesem Fall fertigen die Schiris einen eigenen Bericht an, das Sportgericht wird sich damit befassen. Und Bauer muss mit einer Sperre rechnen. Dabei hatte er zuvor als elffacher Torschütze geglänzt, am Ende aber musste er sich als der Verlierer dieses Spiels sehen.

Laut Trainer musste Bauer („grandiose Leistung“) im zweiten Durchgang enorm viel einstecken. Als ihn 18 Sekunden vor dem Schluss Benjamin Hupfer in die Seitenbande checkte, ließ sich Bauer zu einem Revanchefoul hinreißen. Dafür sah er die Rote und die Blaue Karte gleichzeitig. Hupfer dagegen kam mit zwei Minuten davon, laut Szierbeck in dieser Situation ein Verstoß gegen die Regeln.

Konstantin Schön kam nur zu einem Tor. Er musste in der Mitte des Rückraums aushelfen, war dazu aber nur sechs Minuten lang in der Lage. Danach musste er mit einer Knieverletzung das Handtuch werfen. Es war eine ungemein spannende und intensive Auseinandersetzung. Manfred Szierbeck dachte nicht daran, seine Leute zu rügen, im Gegenteil. Er sah noch mal eine Steigerung gegenüber der Partie gegen Gundelfingen: „Charakterlich und kämpferisch muss ich meine Leute loben. Die Jungs haben sich reingehängt. Die Mannschaft hat alles gegeben.“ Dass die Hausherren sich behaupten konnten, das war sicher auch darauf zurückzuführen, dass sie ihre wichtigsten Kräfte alle an Bord hatten.

TSV Schwabmünchen Schüller, Weninger, Wiedmer, Hübenthal, Merbold (5), Gleich, Reinsch (4/1), Lindner (4), Bürgle (4), Hupfer (3), Hänsel (4), Strehle (1), Scholz, Reichenberger (4).

TSV Aichach Walther, Chikh, Euba (2), Kügle (2), Dachser (4), Lenz (1), Stubner (2), Oliver Huber (2), Schön (1), Geisreither, Treffler (1), Bauer (11/3).

Siebenmeter 2:4 Zeitstrafen 7:5 Disqualifikationen Oliver Huber (36:13/dritte Zeitstrafe) und Bauer (59:42/beide Aichach).

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