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Fußball-Bezirksliga

11.03.2020

Analyse: Relegation? Wo landet der TSV Hollenbach?

Jonas Ruisinger (hier beim Abschluss gegen Wertingen) und die Fußballer des TSV Hollenbach liegen vor dem Start in die Frühjahrsrunde am Wochenende in Lauerstellung. Wir nehmen die Adrianowytsch-Truppe unter die Lupe.
Bild: Sebastian Richly

Der TSV Hollenbach liegt vor dem Start in die Frühjahrsrunde nur fünf Punkte hinter Platz zwei. Wir nehmen das Team unter die Lupe und wagen eine Prognose.

Mit Platz drei feierte der TSV Hollenbach im Sommer pünktlich zum 90-jährigen Bestehen des Vereins die beste Platzierung seiner Vereinsgeschichte. Dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war, bewies das Team von Spielertrainer Christian Adrianowytsch in der anschließenden Herbstrunde. Zur Winterpause steht die Elf aus dem Krebsbachtal auf Rang fünf, hat aber nur fünf Zähler Rückstand auf Platz zwei und somit noch alle Chancen auf den Relegationsplatz. Personell gab es in der Winterpause mit Manuel März (DJK Stotzard), der sich mit zwei Toren gegen Neusäß gut eingefügt hat, einen Neuzugang und mit Torhüter Rainhold Tinni (TSV Firnhaberau) einen Abgang, wobei der Keeper schon längere Zeit nicht mehr dabei war.

Das gilt auch für Co-Trainer Frederik Meissner, der nach Kassel gezogen ist. Vor dem Start am Sonntag beim FC Mertingen werfen die Aichacher Nachrichten einen Blick auf den TSV Hollenbach und wagen eine Prognose.

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Defensive: Das Hollenbacher Prunkstück

Wie in den vergangenen Spielzeiten ist die Defensive auch in dieser Saison das Prunkstück der Hollenbacher. In 18 Spielen gab es gerade einmal 18 Gegentore. Dieser Wert ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Abwehrchef Christian Adrianowytsch aufgrund seines Kreuzbandrisses noch kein Spiel bestritten hat. Der Übungsleiter kann noch nicht wieder ins Training einsteigen. Die Abwehr steht aber auch ohne den Chef. Nur das Spitzenteam aus Bubesheim hat mit 19 Gegentreffern eine bessere Defensivbilanz. Rechnet man das 0:6 in Wertingen raus, würde das Fazit noch positiver ausfallen. Neben der stabilen Viererkette hat sich Torhüter Jozo Derek zum sicheren Rückhalt entwickelt. Ausgerechnet bei der Klatsche in Wertingen stand der 22-Jährige erstmals im Hollenbacher Kasten. So wie das Team hat auch der Torhüter dieses Erlebnis gut verkraftet.

Analyse: Relegation? Wo landet der TSV Hollenbach?

Offensive

Zu den Torfabriken der Liga gehören die Hollenbacher auch in dieser Spielzeit nicht. 32 Treffer hat der TSV auf dem Konto – Ligadurchschnitt. Einen echten Goalgetter findet man bei der Adrianowytsch vergebens. In kaum einem anderen Team ist das Toreschießen auf derart viele Schultern verteilt.

Bereits zehn Spieler haben sich in die Torjägerliste eintragen können. Mit sechs Treffern führt Nachwuchsspieler Patrick Högg die interne Liste an. Dann folgt schon Mittelfeldmotor und Co-Trainer Christoph Burkhard, der gerade zu Beginn traf. Hier wird nach wie vor Alex Mayr dem TSV fehlen. Der Angreifer hat nach wie vor Probleme mit dem Sprunggelenk und der Leiste.

Fieberten auf der Bank mit ihrem FC Affing mit: (von links) Der ausgewechselte Patric Palatin, Danny Dörr (kurz vor Schluss eingewechselt) und Ersatztorhüter Noah Scherer. Auch wenn es zwischenzeitlich nicht gut aussah, behielt der FCA gegen Adelzhausen die Oberhand.
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Vorbereitung: Licht und Schatten bei Hollenbach

Nur vier Testspiele standen für die Hollenbacher in der Vorbereitung auf dem Programm. Dabei blieben sie ungeschlagen. Zwei Siegen gegen die Süd-Bezirksligisten Türkgücü Königsbrunn (3:0) und TSV Neusäß (4:1) stehen zwei Unentschieden gegen den oberbayerischen Bezirksligisten FSV Pfaffenhofen (1:1) und den SV Stöttwang (2:2), Schlusslicht der Südstaffel, gegenüber. Adrianowytsch: „Die Testspiele hatten Licht und Schatten, aber insgesamt bin ich zufrieden. Gerade die Trainingsbeteiligung war sehr gut, darauf können wir aufbauen.“

Prognose: Platz zwei ist zwar in Sicht, aber schwierig

Der TSV Hollenbach hat auch im vierten Jahr im schwäbischen Oberhaus mit dem Abstieg nichts zu tun und ist heißester Anwärter auf den Titel „bestes Team aus dem Wittelsbacher Land“.

Dieses Ziel werden Adrianowytsch und Co. vor Augen haben und weniger den Aufstieg. Allerdings stimmt die Mischung aus erfahrenen Routiniers wie Mittelfeldmotor Christoph Burkhard und hungrigen Talenten wie Patrick Högg und Niko Pitsias. Nach Platz drei im Vorjahr darf man auch beim TSV guten Gewissens noch weiter nach oben blicken, auch wenn Christian Adrianowytsch klarmacht: „Nein, das ist für uns kein Thema. Wir wollen schauen, dass wir gut ins neue Jahr starten.“ Bleibt der TSV defensiv stabil und spielen die jungen Wilden weiterhin so befreit auf, ist sogar der Relegationsplatz drin. Wahrscheinlicher ist ein Platz zwischen Rang drei und sechs. Selbst das wäre für die Hollenbacher ein Erfolg und ein schönes Abschiedsgeschenk für den scheidenden Trainer. “Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Frühjahrsrunde spielen und ich mich voller Stolz im Sommer nach fünf Jahren verabschieden kann. Ein Platz unter den ersten fünf wäre schön. Dafür werde ich alles geben.“

Lesen Sie dazu auch: Analyse: Schafft der BC Adelzhausen noch das Wunder?

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