Ringen-Landesliga

11.12.2017

Raus ohne Applaus

Er lieferte den besten Kampf eines Aichachers in Westendorf. August Oberhauser gelang ein Schultersieg zum landesliga-Abschied.

Aichach verabschiedet sich mit herber 8:32-Niederlage gegen Bundesliga-Reserve aus Westendorf

Mit einer herben 32:8-Niederlage endete der letzte Kampftag der Aichacher Ringer in der Landesliga Süd. Der TSV Westendorf ließ einige Kämpfer aus der Staffel für die 1. Bundesliga in der zweiten und dritten Mannschaften antreten, da die Erste gegen den TuS Adelhausen kaum Chancen für den Einzug in die Viertelfinale-Play-offs sah. Westendorf II schob sich durch den Sieg am SV Kempten vorbei und wurde so noch Vizemeister der Landesliga. Der TSV Aichach muss sich dagegen mit dem letzten Platz abfinden und steigt mit nur zwei Punkten aus 14 Kämpfen in die Gruppenoberliga ab. Das Ziel für die nächste Saison lautet sofortiger Wiederaufstieg. Das Niveau in der Landesliga sei für die Mannschaft möglich, glauben die Verantwortlichen der Abteilung. Das würden die meist knappen Ergebnisse mit allen Mannschaften außer Regensburg belegen. Die Gruppenoberliga biete die Chance, neu Fuß zu fassen, bei den Nachwuchsringern genug Selbstvertrauen aufzubauen und die Technik weiter zu verfeinern.

Wieder ging Obaidullah Bemella als Sieger für Aichach von der Matte. Hinrundengegner Niklas Stechele musste in der ersten Westendorfer Mannschaft aushelfen. So gewann Bemella kampflos, ohne die Möglichkeit sich für die Hinrunde zu revanchieren. Stechele konnte ihn als einziger in der gesamten Saison besiegen.

Tobias Mustafa vernachlässigte seine Deckung gegen den Westendorfer Felix Kiyek. Kiyek nutzte den Druck von Mustafa für sich und verwandelte ihn in eine Schleuder zum Schultersieg.

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Aichach konnte in der Gewichtsklasse keinen Ringer stellen und so holte Michael Steiner einfache Punkte ins Allgäu.

Sebastian Ziegler war Matthias Kohler kräftemäßig unterlegen und hatte beim Ausringen der Armklammer das Nachsehen. Die Punkte addierten sich langsam aber stetig zur vorzeitigen Niederlage durch Überlegenheit.

Daniel Joachim von Westendorf sah sich bei 14 Punkten Vorsprung wohl schon als Sieger von der Matte gehen. Da hatte er die Rechnung ohne Dawid Walecki gemacht, der die Nerven behielt und einen Kopfzug zog. Leider kam er nicht zum Abschluss und es ging in die zweite Runde, wo Walecki die aufgeholten Punkte bis zur technischen Niederlage abgab.

Maximilian Iftenie trat gegen den technisch versierten Matthias Einsle an. Dessen Beinschraube verlor über die Zeit nicht an Qualität und bescherte Iftenie eine technische Niederlage.

Den besten Aichacher Kampf des Abends lieferte August Oberhauser gegen Michael Einsle. Im Standkampf verlangten sich die beiden höchste Aufmerksamkeit ab, denn jede Situation wurde bis zum Ende ausgerungen. Im Boden erwischte Oberhauser Einsle schließlich am Arm, als sich dieser gerade über den Rücken drehte und verwandelte die Situation in einen Schultersieg.

Maximilian Noder wurde mit eigenen Waffen geschlagen. Normalerweise liegt Noder die Greco-Zwiegriff-Situation, da sie die beste Möglichkeit für einen Suplex bietet. Doch diesmal nutzte Stefan Joachim den Moment für sich und warf stets als Erster. So fand sich Noder auf dem Rücken wieder.

Maximilian Goßner ist einer der Leitungsträger der Westendorfer Bundesligamannschaft und spielte sich bisher bei den Antritten in der Landesliga. So auch diesmal gegen TSV-Nachwuchsringer Daniel Walecki, der gegen die Finten mit Ausdauer anzukämpfen versuchte. Doch der Kampf war zu schnell vorbei, als dass der Effekt hätte Wirkung zeigen können.

Florian Stöckelhuber lieferte in seiner ersten Aktion gleich einen Augenschmaus. Lennart Wunderlich versuchte den Aichacher aus dem Ring zu schieben und flog sogleich selbst durch eine Konterschleuder in hohem Bogen aus dem Ring. In dem darauffolgenden wechselhaften Kampf versuchte Stöckelhuber einen Durchdreher, aus dem ihn der Allgäuer in der schlechtmöglichsten Situation entglitt und ihn unglücklicherweise schulterte. (mofi)

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