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Deubach/Gessertshausen

26.02.2020

18-Jähriger legt sich betrunken auf die Gleise

Eine 17-Jährige hatte bei der Polizei angerufen, um mitzuteilen, dass sich eine Person auf den Zuggleisen zwischen Gessertshausen und Kutzenhausen befindet.
Bild: Marcus Merk (Archiv/Symbolfoto)

Beim Faschingsumzug in Deubach kommt es nicht nur zu Schlägereien. Ein junges Pärchen rettet in Gessertshausen einen 18-Jährigen.

Für einige Narren im Augsburger Land wird die Faschingszeit nicht in bester Erinnerung bleiben. Vor allem bei dem Gaudiwurm in Deubach musste die Polizei einige Male einschreiten. Dabei wurden sie auch immer wieder massiv beleidigt. Und ein Vorfall in Gessertshausen wäre beinahe tödlich verlaufen.

Die ersten Schlägereien gab es in Deubach bereits während des Faschingsumzugs. Ein 18-Jähriger war laut Polizei mit einem 19-Jährigen aneinandergeraten. Der Jüngere schlug dem ein Jahr älteren Umzugsgast mit der Faust so heftig ins Gesicht, dass dieser mit Verdacht auf Nasenbeinbruch zur stationären Behandlung in die Uni-Klinik nach Augsburg eingeliefert werden musste. Die näheren Umstände, warum es zu der tätlichen Auseinandersetzung kam und ob der zweite Kontrahent ebenfalls verletzt wurde, sind bislang nicht bekannt und müssen noch ermittelt werden.

Gehirnerschütterung nach Faustschlägen

Eine weitere Schlägerei gab es nach dem Faschingsumzug auf dem Partygelände. Nachdem zwei 18-Jährige sich zunächst lediglich mit Worten gestritten hatten, wurde es dann gegen 18.15 Uhr handgreiflich. Der eine schlug dem anderen mehrere Male mit der Hand oder der Faust gegen dessen rechte Gesichtshälfte. Dieser erlitt dabei eine Gehirnerschütterung. Er wurde vor Ort von den Rettungskräften erstversorgt und konnte dann mit seinem Vater nach Hause gehen.

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Angegangen wurden im weiteren Verlauf der Party auch die Polizisten. Ohne einen Anlass beleidigte ein 19-Jähriger zwei Einsatzkräfte auf dem Partygelände plötzlich mit den Worten „Bullenschweine“. Offenbar fühlte sich der Jugendliche im Kreise seiner Freunde so stark, dass er diese Beleidigungen mehrmals und sehr lautstark wiederholte.

Ebenfalls ohne erkennbaren Anlass zeigte im weiteren Verlauf der Party ein weiterer 19-Jährige den Polizisten plötzlich den Mittelfinger. Die Beamten hatten den 19-jährigen lediglich zuvor aufgefordert, einen gewissen Abstand zu wahren. Nach Auskunft der Polizei war der Jugendliche so stark alkoholisiert, dass er den Festplatz verlassen musste.

Einen kubanischen Kanonenschlag gezündet

Ebenfalls einen Platzverweis hatte zuvor ein 17-Jähriger aus Neusäß erhalten. Gegen ihn wird ebenfalls noch Anzeige erstattet, da er während des Faschingsumzugs gegen 15 Uhr in einer Menschenmenge einen kubanischen Kanonenschlag gezündet hat. Personen wurden durch die Explosion zwar nicht gefährdet, allerdings fand die Polizei bei seiner Durchsuchung vor Ort weitere pyrotechnische Gegenstände. Diese wurden sichergestellt, der 17-Jährige musste den Festplatz verlassen.

Für einen größeren Polizeieinsatz hatte zuvor ein 19-Jähriger in Gessertshausen gesorgt. Gegen 16.25 Uhr hatte eine 17-Jährige bei der Polizei angerufen, um mitzuteilen, dass sich eine Person auf den Zuggleisen zwischen Gessertshausen und Kutzenhausen befindet. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und nahm Kontakt mit der Anruferin auf. Diese schilderte der Polizei den Vorfall und sagte, dass im Moment ihr Freund die unbekannte Person außerhalb des Gleisbetts festhält.

Weg führte durch sumpfiges und schwieriges Gelände

Beide hatten zuvor gesehen, wie der stark alkoholisierte 18-Jährige nicht nur über die Gleise lief, sondern sich auch ab und zu auf den Schwellen hinlegte. „Nur durch das engagierte und sofortige Eingreifen des Pärchens konnte verhindert werden, dass die betrunkene Person eventuell von einem Zug überrollt wird“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht. Besonders schwierig gestaltete sich der Rettungsversuch für alle Beteiligte, da der Weg zu den Schienen durch sumpfiges und schwieriges Gelände führte.

Der 18-Jährige aus Neusäß wurde, nachdem er gerettet worden war, der Bundespolizei zur weiteren Sachbearbeitung übergeben. Er hatte 2,1 Promille Alkohol im Blut.

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