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Polizei

29.11.2019

84-Jähriger fährt in Neusäß in den Gegenverkehr

Ein Senior passt kurz nicht auf und verursacht einen schweren Unfall. Kurz zuvor erfasst eine Autofahrerin eine 90-jährige Radlerin

Aus Unachtsamkeit ist ein 84-jähriger Autofahrer am Mittwoch in Neusäß in den Gegenverkehr geraten und hat einen schweren Unfall verursacht. Der Mann war laut Polizei gegen 17.10 Uhr auf der Hauptstraße in Richtung Augsburg unterwegs. Auf Höhe der Görrestraße passte er für einen kurzen Moment nicht auf und streifte dann zunächst das Auto einer entgegenkommenden 62-jährigen Frau.

Durch die Kollision geriet sein Wagen ins Schleudern und krachte in das stehende Auto eines 29-jährigen Mannes auf der Gegenfahrbahn. Sowohl die drei Beteiligten als auch die 80-jährige Ehefrau des Seniors mussten verletzt in Krankenhäuser eingeliefert werden. Die drei Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beträgt rund 18000 Euro.

Eine 90-jährige Radfahrerin ist am Mittwoch von einer Autofahrerin erfasst worden und schwer gestürzt. Die Seniorin fuhr laut Polizei gegen 14.20 Uhr auf der Daimlerstraße in Neusäß und wollte mit ihrem Fahrrad nach links in ein Grundstück einbiegen. Sie gab entsprechende Handzeichen und zog rüber.

Gleichzeitig wollte sie jedoch eine 72-jährigen Autofahrerin überholen. Die Seniorin prallte daraufhin gegen die rechte Seite des Autos und stürzte. Sie musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 100 Euro.

Diese Unfallabläufe sind nach den Zahlen der aktuellen Unfallstatistik typisch für die Altersgruppe. Die meisten Unfälle, die durch Senioren verursacht werden, resultieren nach Auskunft des Präsidiums entweder aus Fehlern beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder aus Vorfahrtsverletzungen. Insgesamt verzeichnet die am Jahresende 2018 veröffentlichte Statistik 2208 Unfälle im Bereich des Präsidiums (Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen und Stadt Augsburg), an denen Senioren beteiligt waren. Und damit zeigt sich, dass Senioren keinesfalls die meisten Unfälle verursachen. Denn: 2509 junge Erwachsene, und somit genau 301 Personen mehr, werden in der gleichen Statistik als Unfallfahrer geführt.

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29.11.2019

Hoffentlich haben die Redakteure der AZ diesen Artikel in Gänze bzw.dann auch die Polizeiaussagen zur Unfallstatistik gelesen. Versuchen diese Damen und Herrn doch permanent mit der Formulierung von plakativen Überschriften ein Bild zu zeichnen, dass die Senioren als die Fahrergruppe darzustellen, welche die meisten Unfälle verursacht. Da werden Begatellunfälle wie Parkrempler groß herausgestellt. Bei jüngeren Unfallverursachern wird das Alter immer nur im Text miterwähnt, was ich für richtiger halte, aber dann bitte bei allen Altersgruppen.
Gerne würde ich mal eine Begründung aus den Redaktionsstuben zu dieser Vorgehensweise lesen.

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