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Dinkelscherben

24.04.2019

Aktivisten suchen nach „Tierquäler“ in Dinkelscherben

In einem Garten in der Krumbacher Straße in Dinkelscherben sind zwei tote Katzen gefunden worden. Möglicherweise wurde sie vergiftet. 

Nach dem Gift-Tod von zwei Katzen setzt Peta eine Belohnung für mögliche Hinweise aus. Die Aktivisten geben auch Tipps, wie Katzen geschützt werden können.

Die beiden toten Katzen aus Dinkelscherben lösen empörte Reaktionen aus. Nicht einmal im eigenen Garten seien die Tiere noch sicher, schreibt ein Leser unserer Zeitung im Internet. Jetzt setzt die Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung für Hinweise aus, die zum mutmaßlichen „Tierquäler“ führen. Ob die beiden Katzen absichtlich vergiftet wurden, ist aber unklar.

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Polizei geht nicht von Absicht aus

„Sollte ein Unbekannter tatsächlich Giftköder in Dinkelscherben auslegen, muss er gefunden und gestoppt werden“, sagt Judith Pein von der Tierschutzorganisation Peta. Giftköder könnten nicht nur für Katzen, Hunde und frei lebende Tiere, sondern auch für Kinder lebensbedrohlich sein. Doch die Täter zu überführen sei oft schwierig, weil sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, erklärt Pein. Deshalb sei es wichtig, Hinweise zu sammeln. Pein: „Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen.“ Die Beamten begrüßten die Aktion der Tierrechtler, sagt Alfred Götz von der Polizeiinspektion in Zusmarshausen. Bislang seien allerdings noch keine Hinweise eingegangen.

Am Samstag fand der Besitzer seine beiden Katzen tot im eigenen Garten. Neben den Tieren lag blutiger Auswurf. Die Katzen sind Freigänger und laut ihrem Besitzer in einem Umkreis von etwa einem halben Kilometer um die Krumbacher Straße herum aktiv. Die Polizei geht bislang nicht davon aus, dass jemand die Tiere absichtlich vergiftet hat. Dafür gebe es keine Hinweise. Auch weitere tote Tiere sind der Polizei nicht bekannt. Sollte sich herausstellen, dass noch mehr Katzen oder Hunde vergiftet wurden, werde das LKA um Unterstützung gebeten.

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Bei Fällen von ausgelegten Giftködern, bei denen noch kein Tier zu Schaden gekommen ist, setzt Peta häufig 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die den Täter überführen. Meist geht es dabei um Hunde oder Katzen. Weil in Dinkelscherben gleich zwei Tiere gestorben sind, liege die Belohnung bei 1000 Euro, erklärt Judith Peine. In manchen Fällen erstatte Peta außerdem Anzeige gegen unbekannt oder mögliche Täter.

Auch wenn sich herausstellen sollte, dass in Dinkelscherben kein Tierquäler unterwegs war, sei es wichtig, auf Gefahren für Katzen hinzuweisen, so die Tierschützer. Sie geben daher einige Tipps, wie Katzenfreunde ihre Gärten sicher gestalten können.

So können Sie Katzen schützen

  • Regentonnen abdecken: Weil Katzen hineinfallen und ertrinken, wenn sie an den glatten Wänden nicht wieder herauskommen, sollten die Tonnen abgedeckt werden.
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel: Einige Dünger sind für Katzen giftig. Viele Tiere trinken gerne abgestandenes Wasser aus Gießkannen. Daher sollte mit Düngemittel versetztes Gießwasser nicht offen stehen.
  • Vorsicht beim Grillen Feueranzünder: schmecken für manche Tiere verlockend, sind aber hochgiftig. Daher sollten Grillanzünder verschlossen deponiert werden.
  • Gefährliche Stoffe: Es ist ratsam, giftige Stoffe wie Öle, Farben oder Frostschutzmittel verschlossen aufzubewahren. Katzen können sich bereits vergiften, wenn sie in solche Substanzen hineintreten und sich anschließend die Pfoten sauber lecken.
  • Giftige Pflanzen: Auch viele Gartenpflanzen sind für unsere Katzen hochgiftig. Dazu gehören unter anderem Rhododendron, Hyazinthen, Buchsbaum, Osterglocken und Maiglöckchen.

Mehr Hintergründe zu den toten Katzen in Dinkelscherben lesen Sie hier.

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