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Gersthofen

04.07.2019

Am Montag geht es los: Die Autobahnbrücke bei Gersthofen wird saniert

So ruhig wie auf unserem Luftbild läuft der Verkehr hier nur selten, innerhalb der Stoßzeiten kommt es hier täglich zu Stau. Rund 80000 Fahrzeuge (pro Richtung) rauschen täglich bei Gersthofen über das Kreuzungsbauwerk von Bundesstraße B2 und B17 sowie A8. Die geplanten Bauarbeiten werden deswegen knifflig.
Bild: Marcus Merk

Was genau passiert und warum die Vorbereitungen bereits ab Montag beginnen. Nächste Woche ist die Lechbrücke bei Thierhaupten wieder frei befahrbar.

Es wird eine Operation am offenen Herzen: In der nächsten Woche beginnt die Sanierung der am meisten befahrenen Brücke im Augsburger Land. In Richtung Augsburg rauschen täglich etwa 80000 Fahrzeuge über das Kreuzungsbauwerk von Bundesstraße B2 und B17 sowie A8. In der entgegen gesetzten Richtung sind es rund 60000 Fahrzeuge. Um die Belastungen für Autofahrer durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten, findet der Großteil des Drei-Millionen-Euro-Projekts in den Sommerferien 2019 und 2020 statt.

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Schon ab kommenden Montag, 8. Juli, beginnen je nach Wetter die Vorbereitungen für die große Operation. Von 8. Juli bis 25. Juli wird nachts in der Zeit zwischen 20 und 6 Uhr jeweils eine Fahrspur in jede Fahrtrichtung gesperrt. Das Ziel: Die Auf- und Abfahrten sollen erweitert und der Mittelstreifen für die vorübergehende Verkehrsführung vorbereitet werden.

Fahrspur in Richtung Augsburg wird auf die Gegenfahrbahn geleitet

Ab dem 26. Juli bis voraussichtlich 9. September wird’s zum ersten Mal eng: Eine Fahrspur in Richtung Augsburg wird auf die Gegenfahrbahn geleitet. Dann geht’s los: Der aktuelle Straßenbelag wird abgenommen. Anschließend kann der Beton des Bauwerks mit der offiziellen Nummer 83/1 ausgebessert werden. Anschließend bringen die Bauarbeiter eine neue Abdichtung auf, erneuern die Bordsteine und die Brückenkappe. So heißt der Randstreifen zwischen Fahrbahn und Geländer. Auch das Metallgeländer wird gesandstrahlt und neu beschichtet.

Am Montag geht es los: Die Autobahnbrücke bei Gersthofen wird saniert

Je nach Baufortschritt verändert sich die Verkehrsführung in Richtung Augsburg. Vermutlich nach den Sommerferien geht es an der Unterseite der Brücke weiter. In Nachtschichten sollen nach Auskunft des Autobahnbetreibers A+ die Dichtgummis an den Auflagern erneuert werden, damit kein Wasser durchkommt. „Das ist immer schlecht“, erklärt Oliver Saga. In einem Aufwasch sollen außerdem Entwässerungsleitungen erneuert und Risse ausgebessert werden.

Keine guten Noten für die Brücke

Bei der jüngsten Brückenuntersuchung – sie findet alle drei Jahre statt – hatte die Brücke aus dem Jahr 1980 die Note 2,7 erhalten. „Damit sind wir in einem Grenzbereich“, erklärt Saga. Denn genau ab der Note 2,7 sei der Autobahnbetreiber zu einer Sanierung verpflichtet. Für die Zustandsnote ausschlaggebend sind die Mängel, die hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit bewertet werden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen unterscheidet sechs Notenbereiche:

  • 1,0 bis 1,4 sehr guter Zustand
  • 1,5 bis 1,9 guter Zustand
  • 2,0 bis 2,4 befriedigender Zustand)
  • 2,5 bis 2,9 ausreichender Zustand
  • 3,0 bis 3,4 nicht ausreichender Zustand
  • 3,5 bis 4,0 ungenügender Zustand.

Läuft alles nach Plan, dann ist Teil eins der Großbaustelle am 4. Oktober beendet – genau ein Jahr nachdem die Planungen für das Projekt begonnen hatten. Im nächsten Jahr kommt dann die Brückenhälfte in Fahrtrichtung Norden unters Messer.

Wie geplant beendet wird übrigens die Baustelle an der Lechbrücke zwischen Meitingen und Thierhaupten. Offiziell soll sie ab Montag wieder frei befahrbar sein, teilt das Staatliche Bauamt Augsburg auf Nachfrage mit. Die Staatsstraße wurde während der Bauarbeiten für mehrere Wochen komplett beziehungsweise teilweise gesperrt, Autofahrer mussten Wartezeiten und längere Umleitungen über die Lechbrücke bei Langweid und Rain in Kauf nehmen. Am Montag sollen nun die Ampeln abgebaut werden. Allerdings kann es wegen so genannter Restarbeiten außerhalb der Stoßzeiten im lauf der kommenden Woche noch zu kleineren Behinderungen kommen.

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