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Landkreis Augsburg

10.12.2019

Bahnstrecke von Ulm nach Augsburg: CSU gegen CSU

Die künftige Bahntrasse zwischen Augsburg und Ulm bleibt in der Diskussion.
Bild: Marcus Merk

Der Schwäbischer Bezirksverband mahnt die Parteifreunde in Augsburg zu einem gemeinsamen Kurs.

Rückendeckung für die Landkreispolitik von der Schwaben-CSU: Für die erneute Diskussion über die Trassenführung der geplanten Ausbaustrecke der Bahn von Ulm nach Augsburg hat der CSU Bezirksvorsitzende und Europaabgeordnete Markus Ferber wenig Verständnis. „Jeder hat Interesse, dass wir in den Deutschlandtakt der Bahn kommen und wir somit auch künftig in den Fernverkehr in Augsburg einsteigen können. Aber gleichzeitig müssen wir auch einen attraktiven Nahverkehr in der Region haben“, bekräftigt der Bezirksvorsitzende Markus Ferber die schon seit langer Zeit formulierte Forderung der CSU aus Schwaben.

Damit stellt sich der Bezirksverband hinter die Forderung des Augsburger Kreistags, dass die bestehende Trasse ausgebaut und keine neue Trasse beispielsweise entlang der A8 gebaut wird. Das geforderte 3. Gleis zwischen dem Augsburger Hauptbahnhof und Dinkelscherben soll dabei vor allem einem attraktiven Nahverkehr dienen.

Ferber: „Wir bekommen das nur gemeinsam hin“

„Wir dürfen uns bei diesem Thema nicht auseinander dividieren lassen“, so der Appell von Markus Ferber in Richtung CSU Bezirksverband der Stadt Augsburg. Man habe schon viel gemeinsam erreicht wie Infrastrukturprojekte mit der B12 und B19, die Umwandlung des Klinikums in eine Universitätsklinik oder die sehr gute Entwicklung im Bereich der Faserverbundstoffe durch Forschungseinrichtungen im Umfeld der Universität und Hochschule.

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Der schwäbische CSU Bezirksvorsitzende hat die Befürchtung, dass es bei einer Unstimmigkeit in der Region dazu führen könnte, dass am Ende der Ausbau zu Lasten der gesamten Region nach hinten verschoben werden könnte. „Wir bekommen das nur gemeinsam hin“, so Markus Ferber.

Anstatt Zeit mit der Prüfung von anderen Trassenführungen zu verlieren, möchte der CSU Bezirksverband laut einer Pressemitteilung beim Ausbaukonzept lieber aufs Tempo drücken. Mit einem einstimmig gefassten Beschluss fordert die CSU Schwaben die Bundesregierung auf, den Ausbau der Strecke Augsburg - Ulm in das Maßnahmengesetz zur Planungsbeschleunigung aufzunehmen und bittet die Staatsregierung in München um Unterstützung. (AL)

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11.12.2019

>> Das geforderte 3. Gleis zwischen dem Augsburger Hauptbahnhof und Dinkelscherben soll dabei vor allem einem attraktiven Nahverkehr dienen. <<

Das dritte Gleis bedeutet 2 Gleise für den Fern- und Güterverkehr - das 3. Gleis teilen sich beide! Richtungen des Nahverkehrs.

Das dritte Gleis bedeutet 3 Gleise statt 2 Gleise neu bauen und Bahnhöfe komplett umbauen statt barrierefrei nachrüsten.

Das dritte Gleis bedeutet jahrelange Bauarbeiten unter rollendem Rad mit vielen Erschwernissen.

Das dritte Gleis ist überwiegend ein Nahverkehrsprojekt und daher vom Freistaat Bayern in erheblichem Umfang mitzufinanzieren. Die Bestandsstrecke von Westheim bis Dinkelscherben wurde bereits für ICE Tempo 200 ausgebaut.

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