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Neusäß

15.03.2020

Bürgermeisterwahl in Neusäß: Richard Greiner sitzt fest im Sattel

Seine Ehefrau gehörte zu den ersten Gratulanten: Richard Greiner ist als Bürger-meister in Neusäß wiedergewählt worden. Foto: Andreas Lode
Bild: Andreas Lode

Plus 64 Prozent der Neusässer wählten den Amtsinhaber Richard Greiner wieder als Bürgermeister. Der Zweitstärkste ist ein Grüner.

Die große Wahlparty ist wegen der Corona-Krise in der Stadthalle ausgefallen, doch im kleinen Kreis feierte der Neusässer Bürgermeister Richard Greiner dann schon den Abend. Der CSU-Kandidat bekam rund 64,4 Prozent der Stimmen. „Das ist mehr als vor sechs Jahren und das bei einem Gegenkandidaten mehr“, freute er sich über dieses Votum der Bürger. Vier Kandidaten hatten sich um das Amt des Bürgermeisters beworben.

Bei der kleinen Runde im Rathaus gab es noch zwei zufriedene Gesichter: Der Kandidat und Stadtrat der Grünen Michael Frey bekam 16,5 Prozent der Stimmen, damit hat er das das Ergebnis seiner Parteikollegin Ursula Schwinge-Haines vor sechs Jahren noch einmal verbessert. „Ich habe die zweitmeisten Stimmen, damit bin ich sehr zufrieden“, sagte der Chemiker. Die Bürgermeisterwahl sei für die Grünen allerdings nur das zweitrangige Ziel. Vorrangig gehe es ihnen darum, die absolute Mehrheit der CSU im Stadtrat zu knacken, so Frey.

SPD in Neusäß ist zufrieden

Zufrieden mit ihrem Ergebnis von 7,7 Prozent ist auch die SPD-Kandidatin Susanne Höhnle. Die Gymnasiallehrerin ist der Ansicht, dass es sich auf jeden Fall bewährt habe, dass die SPD einen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt hat. „So konnten wir inhaltliche Schwerpunkte zum Beispiel bei den Themen Wohnen oder Verkehr setzen,“ sagte Höhnle. Sie freue sich auf eine „konstruktive Zusammenarbeit“ im Stadtrat, sagt die SPD-Kandidatin.

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Als „konstruktiv“ bezeichnet der Wahlsieger Richard Greiner den Wahlkampf. Er sei von allen fair geführt worden, „bis auf ein paar Petitessen auf der Zielgeraden“, so der CSU-Kandidat. Greiner betont, er sei froh über diese gute Zusammenarbeit aller Parteien: „Die sehr ernste Bedrohungslage wird uns in Zukunft sehr fordern.“ Die wichtigste Aufgabe aller sei in der nächsten Zeit, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. Hier müssten alle einen Beitrag leisten.

Greiner betonte, dass es in den vergangenen sechs Jahren gelungen sei, im Stadtrat mit breiten Mehrheiten große Projekte auf den Weg zu bringen. Darüber sei er sehr froh. Der Bürgermeister ergänzte, er nehme sein gutes Ergebnis „mit einer gewissen Demut“ an. Er sehe dies als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit, spüre aber auch „eine gewisse Erwartungshaltung“.

Vier Kandidaten zur Auswahl

Der Vierte im Bunde der Kandidaten war Bernhard Hannemann von den Freien Wählern. Er bekam 11,3 Prozent der Stimmen und gibt in einem ersten Statement offen zu, dass er sich ein besseres Ergebnis gewünscht hätte. Er und seine Parteikollegen hätten einen engagierten Wahlkampf geführt. Der Anwalt betonte, die Freien Wähler wollten in Zukunft im Stadtrat darauf schauen, ob Bürgermeister Greiner die in der Podiumsdiskussion gemachten Versprechen auch einhalten werde.

Der Amtsinhaber ist ein wenig überrascht über die gute Wahlbeteiligung von rund 57 Prozent in Neusäß. Er habe das so nicht erwartet. Im Vorfeld hatte Greiner mehrere Leute getroffen, die wegen des Coronavirus aus Angst vor einer Ansteckung gezögert hatten, ihre Stimme abzugeben. Umso positiver sei diese Steigerung der Wahlbeteiligung im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 (da waren es 52,9 Prozent). Dies ist deswegen erwähnenswert, da in Neusäß überdurchschnittlich viele Senioren leben, die ja als am meisten gefährdet zurzeit gelten.

Lesen Sie dazu auch: Die Ergebnisse zur Kommunalwahl 2020 in Neusäß: Bürgermeister- und Gemeinderat-Wahl

Hie geht es zum Kommentar von Regine Kahl: Eine Wiederwahl in Neusäß mit Ansage

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