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Dinkelscherben

16.10.2017

CSU steht fast einstimmig hinter Carolina Trautner

Ein Moment mit Emotion: Sichtlich froh war Carolina Trautner über das Ergebnis von 96 Prozent, mit dem sie zur CSU-Landtagskandidatin für den Stimmkreis Augsburg-Land-Süd gewählt wurde. Landrat Martin Sailer gratulierte.
Bild: Marcus Merk

Stadtbergerin wird mit 96 Prozent als Direktkandidatin für die Wahl im nächsten Herbst ins Rennen geschickt.

Es war ein Moment der Freude und Erleichterung: Mit gut 96 Prozent der Stimmen haben die Vertreter der CSU im Stimmkreis Augsburg-Land-Süd am Samstag Carolina Trautner erneut zur Direktkandidatin für die Landtagswahl im kommenden Jahr gewählt. 79 von 82 Vertretern stimmten mit Ja. Einen Gegenkandidaten hatte die 56-Jährige nicht. Das war bei ihrer ersten Nominierung vor fünf Jahren noch anders gewesen. Damals hatte sie sich mit knapp zwei Dritteln der Stimmen gegen Matthias Neff um das Nachfolgemandat von Max Strehle beworben. Zum Stimmkreis Augsburg-Land-Süd gehören die Kommunen im westlichen und südlichen Landkreis bis auf Neusäß und nördlich der Autobahn noch Adelsried.

Dass die Erleichterung bei Trautner so groß war, hatte einen Grund. Im Vorfeld hatte sie noch befürchtet, eventuell einen „Denkzettel“ von einigen Vertretern im Nachgang der Bundestagswahl verpasst zu bekommen. Am Samstag jedoch hat die CSU Einigkeit bewiesen. Kein Wort zu Horst Seehofer und seinem möglichen Abgang, den nun wie berichtet auch der Vorstand der CSU im Landkreis Augsburg fordert. Von den Parteikollegen gab es nur freundliche und lobende Worte für Trautner, unter anderem von ihrem Landtagskollegen Georg Winter aus dem Stimmkreis Dillingen mit dem Norden des Augsburger Lands. „Ihre Stärke ist das Zuhören“, so Georg Winter.

Trautner selbst hatte in ihrem Bericht von der Arbeit in den vergangenen Jahren zunächst von einer „erheblichen Ernüchterung“ durch das Ergebnis bei der Bundestagswahl mit gut 38 Prozent gesprochen. Sie sagte für ihre Partei, „wir haben verstanden“. Trautner will nun, nicht zuletzt durch eine angestrebte Umfrage bei den Bürgern, Gründe und Stimmungsbilder begreifen. Denn immerhin, so hieß es in ihrem Bericht, stehe Bayern sowohl wirtschaftlich, finanziell, arbeitsmarktpolitisch sowie bei der Bildung und der inneren Sicherheit hervorragend da und das sei ausschließlich das Verdienst ihrer Partei. Dennoch fühlten sich anscheinend nicht mehr alle Bürger vor allem in ihrem Empfinden von Angst vor Terrorismus und abhandengekommener Sicherheit ernst genommen. Das Asylrecht, so wie es im Grundgesetz steht, die Integration nach dem Maßstab der Leitkultur blieben deshalb unverhandelbar. Doch das eigentliche Megathema der Zeit, gerade in einem rohstoffarmen Land, sei nach wie vor die Bildung – und da belege Bayern regelmäßig Spitzenplätze. Die Uniklinik mit ihren Möglichkeiten aber auch die Wiederinbetriebnahme der Staudenbahn sowie die Ansiedlung des IT-Zentrums der Justiz im ehemaligen Amtsgericht Schwabmünchen seien politische Erfolge für die Region.

Neben Trautner bestimmten die Vertreter auch den Direktkandidaten für die Bezirkstagswahl im nächsten Jahr. Hier setzte sich mit 49 zu 31 Stimmen der Bobinger zweite Bürgermeister Klaus Förster gegen den Wehringer Matthias Neff durch. Der 45-jährige Förster wies unter anderem auf seine 30-jährige Erfahrung in ehrenamtlicher Arbeit in Sportvereinen sowie auf die erste Schaffung einer Mittagsbetreuung in Königsbrunn hin. "Kommentar

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