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Stadtbergen

23.01.2016

Das K.o.-System garantiert Alles oder Nichts

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5 Bilder
Für die Überraschung schlechthin sorgte der TSV Lützelburg. Der Nordwest-A-Klassist um Trainer Andreas Lipp (weißes T-Shirt) warf in Meitingen sogar den Landesligisten TSV Meitingen aus dem Bewerb.
Bild: Bild: Oliver Reiser

Vom A-Klassisten bis zum als Kreisligist getarnten Bayernligisten können alle Landkreismeister im Hallenfußball werden

Geht es nach den Fußball-Experten, die sich rege am großen Tippspiel unserer Zeitung beteiligen, startet Titelverteidiger TSV Dinkelscherben als Favorit in die Endrunde der 35. Landkreismeisterschaft im Hallenfußball. So lautet bisher jedenfalls die meist genannte Antwort auf die Frage, wer denn am Sonntag, 24. Januar, in der neuen Stadtberger Sporthalle den Pokal der Kreissparkasse Augsburg in Empfang nehmen darf. Aber auch die sieben anderen Mannschaften, die die Endrunde erreicht haben, wollen in der Halle neben dem Hallenbad nicht sofort baden gehen. Auch wenn fast einhellig die Punktrunde im Freien in den Vordergrund gestellt wird.

Um 13 Uhr erfolgt der Anpfiff zu den K.o.-Spielen.

SV Cosmos Aystetten

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„Erst wollten wir eigentlich gar nicht mal an der Vorrunde teilnehmen, dann wollte die Mannschaft nicht Fünfter werden“, sagt Abteilungsleiter Thomas Pflüger über die Hallenambitionen des SV Cosmos Aystetten. Herausgekommen ist für die von Interimstrainer Christian Braun zusammengestellte Truppe schließlich der Turniersieg in Neusäß. Der konnte im allerletzten Spiel durch einen 2:1-Sieg gegen den Bezirksliga-Konkurrenten TSV Neusäß gesichert werden. Mit einer Roten Karte gegen Torhüter Valentin Coca musste der Erfolg jedoch teuer bezahlt werden. Auch am Sonntag wird wieder eine Mannschaft spielen, die überwiegend aus Akteuren der zweiten Mannschaft besteht, die in der B-Klasse Nordwest mit an der Spitze liegt. Diese Mannschaft besteht überwiegend aus Spielern mit rumänischen Wurzeln. „Bei der Endrunde sollen nur die spielen, die nicht verletzungsanfällig sind. Die Punktrunde im Freien steht im Vordergrund“, sagt Pflüger. Im Tor wird Alexander Canovic stehen.

Hallenspezialisten: Phan van Thuan, Niculae Mahalu, Mihal Gore.

AL-Prognose: Außenseiter. Halbfinale wäre schon ein Erfolg.

TSV Bobingen

Trainer Marco Di Santo: Der Rekordmeister TSV Bobingen läuft mit der selben Mannschaft wie bei der Vorrunde zur schwäbischen Meisterschaft auf, also nur Spieler aus der ersten Mannschaft. „Ich denke, da sind wir ganz gut aufgestellt“, sagt Trainer Marco Di Santo. „Wir wollen natürlich mal wieder den Titel holen. Der TSV Lützelburg sieht als Gegner einfach aus. Aber wenn man weiß, wen er alles ausgeschaltet hat, dann ist Vorsicht geboten. Wir müssen in jedem Spiel alles in die Waagschale werfen, das verlangt die K.o.-Runde. Wenn wir nicht gewinnen, räume ich Cosmos Aystetten gute Chancen auf den Sieg ein“, so Di Santo.

Hallenspezialist: Sebastian Jeschek.

AL-Prognose: Als Rekordmeister zählt man immer zu den Favoriten.

TSV Dinkelscherben

Von einer Favoritenrolle will Michael Finkel nichts wissen. „Natürlich würden wir gerne den Titel wieder gewinnen“, sagt der Trainer des TSV Dinkelscherben, „aber dafür muss viel passen, da brauchen wir einen ganz guten Tag. Es kommen aber auch vier, fünf andere Mannschaften dafür in Frage.“ Eine davon ist der TSV Schwabmünchen. „Ein sehr schwerer Gegner“, so Finkel, der mit seinen Mannen auf jeden Fall das erste Spiel überstehen möchte. „Dazu müssen wir ganz schnell ins Turnier reinkommen. Im K.o.-System heißt es Alles oder Nichts.“

Hallenspezialisten: Daniel Wiener, Cosmin Uilacan, Michael Wenni.

AL-Prognose: Auch der Titelverteidiger kommt wieder für den Sieg in Frage.

TSV Gersthofen

Gersthofens Trainer Eddi Keil liebt den Futsal. „Da kann man auch taktisch viel ausrichten. Wer das erste Tor macht, hat zum Beispiel immer einen Vorteil.“ Er hofft, dass dies seiner jungen Mannschaft möglichst oft gelingt. „Technisch haben die Jungs alles drauf, es fehlt noch etwas die Erfahrung“, hätte Keil nichts dagegen, sich positiv überraschen zu lassen: „Der Sieg wäre eine tolle Sache. Einfach traumhaft.“ Für Niklas Kratzer, der wieder in die USA zurückgekehrt ist, rückt Dominik Merkle in die in Langweid erfolgreiche Mannschaft.

Hallenspezialisten: Eddi Keil, Stefan Schnurrer, Roman Artes.

AL-Prognose: Ein Titelkandidat.

SV Türkgücü Königsbrunn

„Die Halle ist bei uns Nebensache. Die Kreisklassen-Meisterschaft ist uns wichtiger“, stellt Trainer Ali Senergil klar. „Wir freuen uns aber trotzdem sehr, bei der Endrunde dabei zu sein. Natürlich werden wir alles daran setzen, möglichst weit zu kommen. Wir halten auch unseren Sieg für möglich. Deshalb denke ich, dass wir Cosmos Aystetten schlagen können.“ Dafür werden die Königsbrunner wohl dieselbe Mannschaft wie in der Hauptrunde aufbieten, obwohl man noch ein paar weitere starke Spieler in der Hinterhand hat. Senergil: „Die Mannschaft von Königsbrunn hat sich diesen Einsatz verdient.“

Hallenspezialist: alle oder keiner

AL-Prognose: Geheimtipp!

TSV Lützelburg

Andreas Lipp ist happy! Der Trainer des TSV Lützelburg macht kein Hehl aus seinem Stolz auf sein Team, das sich als A-Klassist in Meitingen unter anderem gegen den Landesligisten TSV Meitingen und den Kreisligisten SV Thierhaupten sensationell durchgesetzt hat. „Wir sind ganz relaxt an die Sache rangegangen, wollten nur Spaß haben. Die Motivation ist dann von der Mannschaft gekommen. Gegen Meitingen haben einfach alle gewusst, was sie wollten.“ Jetzt steht der TSV nach 1988 nach knapp 30 Jahren wieder in der Endrunde. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt Lipp. Trotzdem geht man erneut relaxt an die Aufgabe heran. „Der TSV Lützelburg war für Bobingen das schlechteste Los, denn wir werden uns gut verkaufen und einen tollen Fight abliefern. Und dann freuen wir uns auf ein Endspiel gegen den TSV Gersthofen.“, sagt der 29-jährige Coach mit einem Augenzwinkern. Zur Endrunde will er mehr Spieler mitnehmen, damit die Luft bis zum Finale reicht. Verzichten muss er auf seinen Defensivanker Martin Uhl (Urlaub). Trotz aller Begeisterung spielt die Halle nur eine Nebenrolle. „Das Hauptaugenmerk liegt auf der Liga“, lässt Andreas Lipp keine Zweifel offen: „Da wollen wir den Aufstieg schaffen!“

Hallenspezialisten: Timo Lettrari, Fabian Karg, Florian Kamissek.

AL-Prognose: Krasser Außenseiter.

SSV Margertshausen

Beim Wiedersehen mit den ehemaligen Trainern Thomas Weber (TSV Zusmarshausen) oder Stefan Mayershofer (SSV Neumünster) hat sich der SSV Margertshausen in der Fischacher Staudenlandhalle durchgesetzt. „Das kam völlig überraschend“, sagt Klaus Mayr, der Sportliche Leiter des Augsburger Kreisligisten, „denn wir sind mit zwei Spielern aus der zweiten Mannschaft und zwei A-Jugendlichen angetreten“. Jetzt sind beim SSV alle happy. Mayr: „Es tut so gut, wenn man sich an alte Zeiten erinnern kann.“ 2006 und 2007 waren die Grün-Weißen Landkreismeister. Davon träumt man am Sonntag nicht. „Gegen den TSV Gersthofen werden wir nicht viele Chancen haben“, gibt sich Mayr bescheiden, „die haben uns zuletzt in einem Vorbereitungsspiel schwindelig gespielt und sind für mich der Topfavorit.“

Hallenspezialisten: Michael Braxmeier, Max Gschwilm, Thomas Wunn.

AL-Prognose: Margertshausen war schon immer zu besonderen Leistungen fähig.

TSV Schwabmünchen

„In der Halle ist alles möglich. Natürlich ist Dinkelscherben der Favorit. Aber wenn wir diese starke Mannschaft in unserem ersten Spiel schlagen können, dann traue ich uns auch den Titel zu“, sagt Markus Hanisch, der als Trainer normal für die „Zweite“ des TSV Schwabmünchen zuständig ist. In Stadtbergen wird jedoch ein als Kreisligist getarnter Bayernligist an den Start gehen. „Die Mannschaft wird sich etwas verändern. Vermutlich spielen zwei Mann aus der Ersten mit. Außerdem laufen neu Paul Fischer und aus der A-Jugend Simon Mörike auf.

Hallenspezialisten: Thomas Rudolph, Manuel Britsch.

Al-Prognose: Mitfavorit.

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