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Meitingen

19.09.2017

Das hält man im Kopf nicht aus

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4 Bilder
Am Boden zerstört liegt Andreas Kastenhuber vom TSV Neusäß auf dem Rasen, während die Memminger ihren Sieg feiern.
Bild: Foto: Oliver Reiser

TSV Meitingen verliert das Verfolgerduell nach 2:0-Führung mit 3:4. Dem TSV Neusäß geht in letzter Minute ein dreckiger Punkt durch die Lappen

Tag der offenen Tür war am Sonntag in der Meitinger Neue Post-Arena. Schon im Vorspiel hatte sich die auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Kreisklasse Nordwest gegangene Reserve der Schwarz-Weißen gegen den TSV Welden nach einer 3:0-Führung noch eine 3:5-Schlappe eingefangen. Anschließend versemmelte das Eliteteam im Verfolgerduell der Bezirksliga gegen den VfR Neuburg einen 2:0-Vorsprung und stand am Ende nach einer 3:4-Niederlage mit leeren Händen da.

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„Die ersten zehn Minuten hat alles gepasst“, sagt Spielertrainer Florian Prießnitz, der selbst zum 2:0 abschloss. „Ein dummes Eigentor hat uns dann aus dem Tritt gebracht und verunsichert.“ Am Ende wurde man zweimal ausgekontert. „Da haben wir es verpasst, vielleicht auch mal eintaktische Foul zu ziehen“, blickt Prießnitz zurück. Auch nach dem 3:4, als noch eine Viertelstunde Zeit war, habe man zu brav agiert und weiter versucht, die Angelegenheit spielerisch zu lösen, während die Neuburger viele Unterbrechungen provoziert hätten.

Vier Gegentreffer haben ihm nicht gefallen. „Abwehr fängt vorne an. Im Endeffekt hat etwas die Kompaktheit gefehlt“, sagt Prießnitz. Doch die Spielweise werde man deshalb nicht umstellen. „Wir sind auf die Fresse gefallen, werden den Mund abwischen und weiter auf Sieg spielen“, kündigt Prießnitz an.

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„Wenn man in der letzten Minute einen Treffer kassiert, der zur Niederlage führt, dann ist das immer bitter“, sagt Helmut Riedl nach dem 1:2 gegen den SV DJK Ost Memmingen. Der Trainer TSV Neusäß ist aber auch Realist: „Wir können froh sein, dass das Spiel nicht schon vorher entschieden war. Es hätte zu diesem Zeitpunkt auch 1:4 stehen können“. Ein dreckiger Punkt gegen einen spielerisch überlegenen Gegner hätte den Lohwaldkickern aber im Abstiegskampf gut getan.

Mit einer Personalie hatte Riedl überrascht: Anstatt von Clemens Schneider stand Ismail Ahmed aus der zweiten Mannschaft im Kader. „Er verströmt eine positive Aura, wenn er dabei sein darf“, sagt der Coach über den Asylbewerber, ein schnelles und wendiges Fliegengewicht.

Während beim TSV Neusäß die Rote Laterne der Bezirksliga Süd leuchtet, ist der FC Horgau in der Nord-Gruppe lediglich einen Punkt vom Tabellenende entfernt. Gegen das bisherige Schlusslicht SV Wörnitzstein-Berg hätte man sich etwas Luft verschaffen können, doch im Rothtalstadion bleiben die Kleeblätter weiter ohne Erfolgserlebnis. Im fünften Heimspiel gab es mit 0:2 die vierte Niederlage. Es war die vierte in Folge und die kommenden Aufgaben in Offingen und Bubesheim sowie gegen den TSV Meitingen werden nicht einfacher.

Ausgerechnet Holzheim. Als sich vor knapp zwei Jahren Julian Henkel gegen den Lokalrivalen des SC Altenmünster so schwer verletzte, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Augsburg geflogen werden musste, befürchten einige im Umfeld des damals 22-Jährigen sogar ein Karriereende als Fußballer. Inzwischen hat sich Henkel einigermaßen von seinen schweren Blessuren erholt und kam in den zurückliegenden Monaten auch schon sporadisch wieder zum Einsatz. Das erste Mal über volle 90 Minuten stand der schnelle Flügelspieler nun am vergangenen Sonntag wieder auf dem Platz. Allerdings nicht auf der linken Außenbahn, sondern im Tor des Spitzenreiters der Kreisliga West.

Stammtorhüter Florian Späth und sein Vertreter Florian Gebauer standen nicht zur Verfügung. Als es beim SC Altenmünster im Vorfeld des Lokalderbys darum ging, wer sich gegen den SV Holzheim zwischen die Pfosten stellen könnte, meldete sich Henkel freiwillig. Er erinnerte sich daran, dass er als Jugendlicher beim FC Augsburg für kurze Zeit schon mal im Tor stand, aufgrund seiner Körpergröße (1,62 Meter) von seinen damaligen Trainern für diesen Job aber als zu klein eingestuft worden war. Nach den 90 Minuten konnte sich auch Julian Henkels jüngerer Bruder Marius freuen: Der 21-jährige Neuzugang vom SV Adelsried erzielte seinen ersten Kreisliga-Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0. Nach dem 4:1-Sieg blieb der SCA auch im fünften Spiel ohne Punktverlust.

Während der SSV Margertshausen mit dem zweiten 1:0-Auswärtssieg ( bei der SpVgg Bärenkeller) die Tabellenspitze verteidigte, zog der TSV Täfertingen im Verfolgerduell der Kreisklasse Nordwest gegen die SpVgg Auerbach mit 1:3 den kürzeren. Knackpunkt war eine Rote Karte gegen Erdem Gedik in der 36. Minute. (mit herd)

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