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Gersthofen

02.08.2018

Der Knoten am Autobahnkreuz soll sich lösen

Wo die A8 mit den autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen B 2 und B 17 zusammentrifft, knirscht es im Berufsverkehr. Das Staatliche Bauamt plant jetzt zur Entlastung und für mehr Verkehrssicherheit einen längeren Verflechtungsstreifen zur B17 (rechts oben). (Archivfoto)
Bild: Marcus Merk

Das Bauamt plant am Autobahnkreuz Augsburg West einen längeren Streifen entlang der B 17. Wie er entlasten soll und wie es mit der Brücke weiter geht.

Seit gestern läuft die erste Telematik-Anlage im Raum Augsburg: Sie regelt im Süden der Stadt den Verkehr auf der B17. Dort sind zu Stoßzeiten fast 70000 Fahrzeuge unterwegs. Im Berufsverkehr kommt es morgens zu stockendem Verkehr und bisweilen zum Stillstand. Das ist ein Zustand, den viele Autofahrer auch im Norden der Stadt kennen: Am Autobahnkreuz Augsburg West geht es oft nur noch Stoßstange an Stoßstange in die Stadt. Eine Verbesserung soll künftig ein neue Spur im Südwesten des großen Kleeblatts bringen – das Staatliche Bauamt plant nämlich einen verlängerten Verflechtungsstreifen in Fahrtrichtung Augsburg.

Viele Staus und viele Unfälle

Bislang muss sich der Verkehr aus Richtung München von der Autobahn auf einer relativ kurzen Strecke auf die B 17 einfädeln. Gleichzeitig wollen viele Pendler abfahren – eine kritische und gefährliche Situation, die immer wieder zu Unfällen führt. In Zukunft soll der so genannte Verflechtungsstreifen länger werden. Er er führt dann durchgehend von der A8-Brücke in die Ausfahrtsrampe Gersthofen Süd (in Richtung München) über die Autobahnauffahrt (Richtung Stadtmitte). Wann die neue Spur kommt, ist noch nicht ganz klar. Der Termin hängt unter anderem davon ab, wann die große Brücke über die Autobahn saniert wird.

Vor einem Jahr war noch die Rede davon, dass die Brücke neu gebaut werden muss. Das wäre angesicht der Verkehrströme, die sich jeden Tag über das Kreuz schieben, ein monströses Projekt geworden. Jetzt kommt die kleinere Lösung: „Ein Neubau steht nicht mehr zur Debatte“, sagt Oliver Saga vom Autobahnbetreiber A+. Stattdessen soll es eine zeitlich versetzte Sanierung geben, die das Bauwerk auf Vordermann bringt. Start ist in einem Jahr.

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2019 wird die Brücke saniert

In den Sommerferien 2019 wird die Oberseite der Brücke erneuert und die Bundesstraße in einer Richtung gesperrt. Das passiert konkret: Der alte Fahrbahnbelag wird abgenommen und anschließend eine neue Abdichtung auf den nackten Beton aufgebracht. Es folgt eine Schutzschicht und eine neuer Asphaltbelag. Oliver Saga rechnet mit einer Bauzeit von fünf bis sechs Wochen – so lange dauern die Sommerferien. Die entgegengesetzte Fahrtrichtung will der Autobahnbetreiber im Jahr darauf in Angriff nehmen. In Absprache mit dem A+ soll dann der durchgehende Verflechtungsstreifen gebaut werden. Baubeginn könnte „frühestens nächstes Jahr sein“, sagt Stefan Heiß vom Staatlichen Bauamt.

Die genauen Pläne werden noch ausgearbeitet. Davon unabhängig wird es am Bauwerk 83/1 – so heißt die Brücke am Knoten Augsburg-West bei den Planern – noch kleinere Arbeiten geben. Beispielsweise sind an der Unterseite kleinere Fehlstellen bekannt, die ausgebessert werden müssen, erklärt Oliver Saga. Die Schäden werden tageweise behoben, und dann nachts von 22 bis 6 Uhr. Saga: „Die Autofahrer werden davon nichts mitbekommen.“

Zu Behinderungen kam es allerdings im vergangenen Jahr, als die Autobahnplus-GmbH, die für den sechsstreifigen Ausbau und den Betrieb des 52 Kilometer langen A8-Abschnitts zwischen Augsburg und München verantwortlich ist, die Brücke der Anschlussstelle Augsburg-Ost sanierte. Dort wurde ebenfalls der komplette Fahrbahnbelag und die Abdichtungen erneuert. Außerdem wurden neue Schutzplanken montiert.

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