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Diedorf

03.12.2020

Diedorfer Anwohner wünschen sich Querungshilfe an der B300

In langen Kolonnen quält sich der Verkehr auf der B 300 oftmals durch die Marktgemeinde Diedorf. Anwohner wünschten sich daher eine weitere Querungshilfe.
Bild: Marcus Merk (Symbolfoto)

Plus Diedorfer Gemeinderäte sprechen über immer wiederkehrende Verkehrsthemen: Zu lange Hecken, falsches Parken, die B300 und ein Müllproblem in Biburg.

Die B300 ist immer wieder ein zentrales Thema, wenn es um den Verkehr in Diedorf geht. Nicht nur die Lärmbelastung und eine Umfahrung, die seit Jahrzehnten auf sich warten lässt, sind Probleme. Die Gemeinde muss auch wegen Detailfragen immer wieder genau hinschauen. Doch bei Angelegenheiten entlang der Bundesstraße kann Diedorf nicht in Eigenregie aktiv werden. Das zuständige Straßenbauamt und das Landratsamt müssen immer mit einbezogen werden. Das war auch in der jüngsten Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses spürbar.

Anlieger in Diedorf fordern Querungshilfe an der B300

Ein Beispiel ist der Antrag für eine weitere Querungshilfe an der B300 – ein Anliegen der Anwohner zwischen Bahnlinie und Bundesstraße am Ortsausgang Richtung Gessertshausen. Den Bürgern gehe es vor allem um die Bushaltestellen in der Anhauser Straße, erklärt Bürgermeister Peter Högg auf Nachfrage unserer Redaktion. Um die sicher zu erreichen, müssen Anwohner und Schüler bisher bis zur Einmündung der Oggenhofstraße laufen, dort über die Ampel und schließlich wieder zurück zur Anhauser Straße gehen.

Die zuständigen Behörden haben Diedorf auf Nachfrage allerdings eine Absage erteilt. Es sei „zumutbar“, bis zur Ampel und wieder zurück zu laufen. „Man muss die 200 Meter einfach in Kauf nehmen“, sagt Högg. Seine Verwaltung werde das jetzt auch an die Anwohner weitergeben und ihnen die Sachlage erklären.

Dürfen Radler an der B300 auf Gehwegen fahren?

Die B300 war in der Ausschusssitzung ein zweites Mal Thema. Sowohl Bürger als auch Gemeinderäte hätten schon öfter angeregt, die Gehwege entlang der Bundesstraße für Fahrradfahrer freizugeben, damit diese nicht auf der Fahrbahn durch den Ort fahren müssen. „Das Thema wurde immer wieder sehr divers diskutiert“, so Peter Högg. Allerdings kam eine Absage von den übergeordneten Behörden. Es sei nur in Ausnahmefällen möglich, Gehwege für Radfahrer freizugeben. Die Gehwege entlang der B300 seien schlicht zu schmal, erklärt der Bürgermeister. Das Straßenbauamt der Gemeinde Diedorf habe auf die Möglichkeit hingewiesen, alternative Routen durch den Ort zu nutzen.

Schon länger beschäftige sich die Gemeinde auch mit der Frage, wie sie am besten auf Bürger zugehen könne, die ihre Hecken nicht zurückschneiden. Vor allem entlang schmaler Gehwege ist das ein Problem. Im Frühjahr wolle die Gemeinde zusammen mit einer externen Firma „eine Art Probelauf starten“ und einen bestimmten Bereich begehen. Die gesammelten Daten über problematische Hecken oder Einfriedungen dienen dann als Grundlage für das weitere Vorgehen. Die Gemeinde werde Grundstücksbesitzer mehrmals auffordern und zur Not eine kostenpflichtige Ersatzvornahme veranlassen. „Das ist allerdings auch rechtlich ein schwieriges Thema“, sagt Högg. Er sei froh, dass auch ein Appell vor Kurzem im Amtsblatt bereits Wirkung gezeigt habe.

Parken in Nebenstraßen stört Bürger

Eine weiteres Thema, das Diedorf immer wieder beschäftigt, ist das Parken entlang der Nebenstraßen. Häufig fordern Bürger Parkverbote, weil schmale Straßen zugeparkt werden und andere Autos kaum noch durchkommen. Vielen sei nicht bewusst, dass das Parken auch dann verboten ist, wenn weniger als drei Meter Straßenbreite übrig bleiben, sagt Högg. Diedorf arbeitet seit Kurzem mit der Verkehrsüberwachung Süd zusammen. Man wolle die gesammelten Daten zu Parkverstößen abwarten, bevor man weitere Verbotsschilder oder Zick-Zack-Linien einrichtet. Einige standen auch als Anträge auf der Tagesordnung der Sitzung.

Müllablagerung beim SV Biburg

Ein letztes Thema, mit dem sich der Hauptverwaltungsausschuss immer wieder auseinandersetzen muss, sind die Müllablagerungen am Parkplatz des SV Biburg. „Wir haben das noch nicht im Griff“, erklärt Peter Högg, ergänzt aber, dass einige Verursacher mittlerweile bekannt seien. Mitarbeiter des Bauhofs hätten Namen und Adressen im Abfall gefunden. Trotzdem gebe es noch immer Bürger, die zu bequem seien, mit ihrem Müll bis zum Wertstoffhof zu fahren, so der Bürgermeister. Aktuell räume der Bauhof jedes Wochenende Müll von dem Parkplatz. Auch über die Installation einer Überwachungskamera haben Ausschuss und Gemeinde deshalb bereits nachgedacht. Allerdings stehe diese Maßnahme noch auf dem Prüfstand. „Man muss sehr aufpassen wegen dem Datenschutz“, sagt Högg.

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