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Auszeichnung

22.05.2018

Ehemaliger Gersthofer Schüler erhält Bundesverdienstkreuz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (links) verleiht im Schloss Bellevue an Felix Finkbeiner das Bundesverdienstkreuz. 
Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Für seinen jahrelangen Einsatz gegen den Klimawandel hat der ehemalige Gersthofer Schüler Felix Finkbeiner das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Am Anfang stand ein neunjähriger Bub, der an einem kalten Januartag ein einziges Bäumchen pflanzte. Aus dem symbolischen Abschluss eines Schulreferats von Felix Finkbeiner für die International School Augsburg in Gersthofen ist mittlerweile eine weltweite Bewegung geworden. Mehr als 100.000 Kinder in mehr als 100 Ländern haben für Finkbeiners Organisation „Plant for the Planet“ mittlerweile mehr als 15 Milliarden Bäume gepflanzt.

Hoffnung auf weitere Unterstützung

Am Dienstag erhielt der mittlerweile 20-Jährige aus Uffing am Staffelsee von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin das Bundesverdienstkreuz überreicht. „Ich fühle mich sehr geehrt, und das ist ein großer Ansporn für mich weiterzumachen“, erklärte er unserer Redaktion nach der Verleihung. „Es war ein sehr spannendes Gespräch mit Herrn Steinmeier, er zeigte sich sehr interessiert an unseren weltweiten Baumpflanzungen und an unserer Vision.“

Nun hofft Felix Finkbeiner, dass das Staatsoberhaupt und die Bundesregierung ihn und seine Organisation in ihrem Engagement unterstützen wird. „Auf der Erde ist noch Platz für weitere 1000 Milliarden Bäume, also haben wir mit Plant-for-the-Planet noch eine große Aufgabe vor uns“, betonte er. Er und seine Mitstreiter pflanzen derzeit im Schnitt zwei Milliarden Bäume pro Jahr.

Felix Finkbeiner studiert in London

Zunächst muss sich Felix Finkbeiner allerdings einer anderen Aufgabe widmen: Am Montag hat er seine Abschlussprüfung. Er studiert in London Internationale Beziehungen. „Und internationales Recht ist ein harter Brocken“, sagte er. Nach der Prüfung steht schon das nächste Projekt an: „Im Sommer fliege ich für zwei Monate nach Mexiko. Dort haben wir ein großes Aufforstungsprojekt auf der Halbinsel Yukatan.“ 78 Mitarbeiter pflanzen dort zwei Millionen Bäume pro Jahr. Dann stünden schon weitere Projekte an – seine Zeit gehöre vor allem seiner Umweltschutzorganisation.

Felix Finkbeiner erläuterte bereits im Kindesalter vor der UNO souverän die Ziele von „Plant-for-the-Planet“. „Ich kann mir durchaus mal vorstellen, in einigen Jahren vielleicht in die deutsche Politik einzusteigen.“ Doch zunächst pflanzt er weiter Bäume.

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