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Peterhof/Gablingen

17.05.2018

Mehr als 3000 Unterschriften gegen den Straßenausbau

Der Protest gegen den geplanten Ausbau der Straße beim Peterhof soll auch ein Thema im Wahlkampf zum Landtag werden.
Bild: Marcus Merk

Die umstrittenen Pläne an der Staatsstraße 2036 beim Peterhof sollen ein Wahlkampfthema werden.

Der umstrittene Ausbau der Staatsstraße 2036 beim Peterhof soll auch zum Thema im örtlichen Landtagswahlkampf werden. Dafür will der Bund Naturschutz sorgen. Die Organisation hat das Vorhaben nicht nur in ihrer Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren abgelehnt, sondern inzwischen auch 3300 Unterschriften dagegen gesammelt. Kreisgruppenvorsitzender Johannes Enzler versichert: „Wir werden auch weiterhin den Widerstand gegen die völlig überzogenen Ausbaupläne aufrechterhalten“, so Kreisgruppenvorsitzender Johannes Enzler.

Bereits heute wird Albert Eding, Ortsvorsitzender des Bund naturschutz in Gablingen, in München weitere 1500 Unterschriften übergeben. Anlass ist die dort stattfindenden Sitzung des Wirtschaftsausschusses, in der über den Antrag der Grünen entschieden wird, ob die Planfeststellung ausgesetzt wird, bis über die Petition entschieden ist. Vermittelt hat die Übergabe der Unterschriften an den Wirtschaftsausschussvorsitzenden Erwin Huber (CSU) der Biberbacher landtagsabgeordnete Johann Häusler (FW).

Ortstermin zur Unterstützung

Noch vor der Sommerpause wird der neu gewählte Bund-Landesvorsitzende Richard Mergner am Peterhof anlässlich eines Ortstermins die Gegner des Ausbaus vor Ort unterstützen. Im Herbst sollen dann die Vertreter der im Landtag vertretenen Parteien den Bürgern ihre Haltung zu den Ausbauplänen darlegen.

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Auch die Befürworter des Ausbaus werden nicht müde, um Unterstützung zu werben. Erst am Montag hatten die Bürgermeister Heinrich Jäckle (Heretsried) und Michael Müller (Emersacker) eine Petition an die Präsidentin des Bayerischen Landtags übergeben (wir berichteten): Sie fordern im Namen der Gemeinden Adelsried, Altenmünster, Emersacker, Laugna, Heretsried, Welden und des Bürgermeisters von Bonstetten einen Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Holzhausen und Heretsried.

Anrecht auf gute Verkehrsverbindungen

Er solle aus Gründen der Verkehrssicherheit baldmöglichst ausgeführt werden und sei unumgänglich, heißt es in der Petition. Auch die Bewohner der Holzwinkelgemeinden hätten ein Anrecht auf gute Verkehrsverbindungen.

Doch überzogener Straßenausbau könne das Landschaftsbild im Naturpark zerstören, warnt die Ortsgruppenvorsitzende von Welden, Irmgard Del Pino im Zusammenhang mit dem Bau der Umgehungsstraße für Adelsried. Dabei seien massive Rodungen im Streitheimer Forst durchgeführt worden.

Die Bund-Ortsgruppe Welden fordert seit dem Aus für die Welden-Bahn (1987) eine parallel zum Welden-Radweg verlaufende, schnelle Schienen-Anbindung nicht aus den Augen zu verlieren. Die langjährige Forderung nach einem schnellen Schienen-Anschluss erhalte neue Aktualität angesichts der Boom-Region Augsburg, „die mit dem Ausbau der Uni-Klinik im Nordwesten Augsburgs eine weitere Zunahme des Pendlerstroms in den Holzwinkel erwarten lässt,“ heißt es in einer Pressemitteilung des Bund Naturschutz. (AL)

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