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Neusäß

27.11.2018

Neuer Dirigent in Neusäß zeigt vollen Körpereinsatz

Das Herbstkonzert der Stadtkapelle Neusäß stand unter dem Titel „Die vier Elemente“.
Bild: Marcus Merk

Vor dem Eröffnen der Weihnachtsmärkte legt die Stadtkapelle Neusäß zu ihrem Herbstkonzert mit Florian Helgemeir in der Stadthalle einen glänzenden Neustart hin.

Bereits seit Anfang September steht Florian Helgemeir als neuer Dirigent offiziell in den Startlöchern. Am Sonntagnachmittag war es nach langem Warten endlich so weit für seinen ersten Auftritt. Getreu dem Neusässer Stadtkapellen-Wahlspruch „...da ist Musik drin“ durfte Helgemeir richtig loslegen. Unter dem Titel „Die vier Elemente“ – dieses Thema hatten sich die Musiker gemeinsam überlegt – zog der Neue vor vollem Haus alle Register. Die Musiker zogen mit und gaben knappe drei Stunden lang Vollgas.

Vier Stücke lang beeindruckte der Nachwuchs

Den Anfang des Konzerts machte das Jugendblasorchester der Musikschule Neusäß unter ihrem Dirigenten Leonardo Dianori, der auch in Aindling und Gersthofen den Takt angibt. Vier Stücke lang beeindruckte der Nachwuchs, eröffnete mit „Also sprach Zarathustra“. Es folgte „Chariots of Fire“ und eine eindringliche Version des James-Bond-Stücks „Skyfall“, das im Original von Adele gesungen wird. „Pirates of the Caribbean“ bildete zum Schluss die perfekte Überleitung zum ersten Stück der Stadtkapelle.

Einsatz, der sich voll auszahlte

Abergläubige im Publikum mögen sich entsetzt gefragt haben: Sollte man sich zu seinem Einstand als Dirigent denn ausgerechnet einen Fluch aussuchen? „Fremde Gezeiten“, die Filmmusik von Hans Zimmer zu „Fluch der Karibik, Teil Vier“, ging dann aber perfekt und ganz ohne Missgeschick über die Bühne. Auch wenn man Musik am besten mit geschlossenen Augen genießt – im Konzertsaal lohnte es sich, ab und zu einen kurzen Blick auf den Dirigenten zu werfen und ihm bei der Arbeit zuzusehen. Florian Helgemeir arbeitete mit vollem Körpereinsatz, sendete markante, zackige Signale fürs perfekte rhythmische Zusammenspiel, er ging in die Knie, explodierte wieder zu voller Größe, die Melodie mit den Lippen mitsummend. Ein Einsatz, der sich voll auszahlte. Das Orchester ging mit. „Nach dem ersten Stück, wenn du siehst, es funktioniert alles so, wie wir es in den Proben besprochen haben, sie machen mit, dann fällt auch die nervöse Anspannung ab“, sagte Helgemeir nach der Aufführung. Hoch konzentriert und dabei immer locker und unverkrampft ging es nach dem gelungenen Start weiter. Im Hauptwerk des Konzerts „Terra Vulcania“ zeichnet der österreichische Komponist Otto M. Schwarz in beeindruckenden musikalischen Bildern ein Porträt des Steirischen Vulkanlandes. In diese Klänge mischte sich dann auch mal ein Akkordeon.

Ein Vorgeschmack auf das Akkordeon-Ensemble Accordimento unter Leitung von Franz Schlosser, das nach „The River“ und „Mount Everest“ mit drei feurigen Stücken die zweite Hälfte des Konzerts bespielte.

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