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Diedorf

24.05.2019

Schüler und Eltern legen für das Klima den Verkehr lahm

Gemeinsam gingen 200 Kinder und Jugendliche teilweise auch mit ihren Eltern in Diedorf auf die Straße, um gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel zu protestieren. Von der Schmuttertalhalle zogen sie zum Jugendzentrum. Es war die erste Fridays-For-Future-Demo überhaupt im Landkreis Augsburg.
Bild: Marcus Merk

Mit bunten Plakaten ziehen 200 Jugendliche von der Schmuttertalhalle zum Diedorfer Jugendzentrum. Was bei der ersten Fridays-For-Future-Demo im Augsburger Land besonders ist.

Sie machen auf sich aufmerksam – auch ohne die Schule zu schwänzen. Unter lauten Protestrufen und mit bunten Plakaten in der Hand ziehen am Nachmittag 200 Kinder und Jugendliche durch Diedorf. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, rufen die jungen Demonstranten auf ihrem über ein Kilometer langen Marsch von der Schmuttertalhalle bis zum Jugendzentrum.

Es ist die erste Fridays-For-Future-Demo im Augsburger Land überhaupt. Organisiert haben den Marsch die Schülersprecher und Schülermitverantwortung (SMV) des Schmuttertal-Gymnasiums.

„Wir wollen zeigen, dass uns das Thema Klimaschutz auch hier draußen wichtig ist“, sagt Schülersprecher Lukas Angerer, der schon bei Demonstrationen in Augsburg mit dabei war. Sie hätten sich bewusst dagegen entschieden, während des Unterrichts auf die Straße zu gehen. Das erzeuge zwar Aufmerksamkeit, aber: „Wir wollen nicht, dass sich die Debatte am Ende wieder nur darum dreht“, sagt Angerer.

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Polizei sperrt für den Protestmarsch die B300

Deutschlandweit demonstrieren am Freitag erneut tausende Schüler im Rahmen der Fridays-For-Future-Bewegung für mehr Klimaschutz. In Diedorf bringen die Jugendlichen für einen kurzen Moment sogar den Verkehr zum Erliegen. Denn der 20-minütige Protestmarsch kreuzt die B300. Die Polizei, die die Demonstration mit zwei Autos begleitet, sperrt die viel befahrene Straße, bis die 200 Jugendlichen sicher in Richtung Schmuttertal-Gymnasium weitergezogen sind.

Ganz vorne mit dabei ist auch der zehnjährige Louis aus Diedorf. In der Schule hat er schon einiges über den Klimawandel gelernt und weiß: „Das Thema ist wichtig, denn ich will auch auch eine gute Zukunft haben.“ Dafür verzichtet der Fünftklässler im Alltag auf Strohhalme und fährt bei jedem Wetter mit dem Fahrrad in die Schule.

Schüler des Schmuttertal-Gymnasiums organisierten die erste Fridays-For-Future-Demo im Landkreis Augsburg.
Bild: Marcus Merk

Nun protestierte der Zehnjährige zum ersten Mal im Rahmen der Fridays-For-Future-Bewegung mit – in Begleitung seiner beiden Schwestern und seiner Mutter Elena Herrmann. Sie findet: „Wenn wir selbst nichts tun, wird sich nichts ändern.“ Im Gegensatz zu anderen Fridays-For-Future-Demos sind in Diedorf nicht nur Schüler zum Protestmarsch aufgerufen, sondern alle Familienmitglieder. So mischen sich auch zahlreiche Eltern und jüngere Geschwister unter die Schüler.

Auch der 16-jährige Hannes Valek aus Stadtbergen ist mit seiner Familie nach Diedorf gekommen, um gegen einen sorglosen Umgang mit der Umwelt zu protestieren. „Wenn wir nichts tun, überlebt vielleicht die Erde, aber die Menschheit nicht“, ist sich der Elftklässler sicher.

Mit Plakaten kritisieren die Schüler die aktuelle Klimapolitik

Auf bunten Plakaten machen die Jugendlichen deutlich, worum es ihnen geht: „Klimaschutz statt Kohleschmutz“, heißt es auf einem Transparent, „Wir wollen keinen Planeten B“ auf dem anderen. Und so mancher Spruch kritisiert die politischen Entscheidungsträger ganz direkt: „Mit Abschalten waren nicht eure Köpfe gemeint“. Zum Endspurt der Demo springen die Jugendlichen gemeinsam in die Luft. Ihre Devise lautet: „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle.“

Mit ihren Plakaten kritisieren die Schüler die aktuelle Klimapolitik.
Bild: Marcus Merk

Bei der abschließenden Kundgebung vor dem Jugendzentrum appelliert Abiturientin Franziska Schimming in ihrer Rede ebenfalls an die Politik. „Wir brauchen viel konkretere Klimaschutzgesetze“, fordert die Zwölftklässlerin. „Die verantwortlichen Politiker müssen sich bewusst werden, wie schlimm die Situation wirklich ist. Dafür stehen wir hier.“

Wolfgang Novak von der Polizei Zusmarshausen zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf der Demonstration. „Die Disziplin der Teilnehmer war toll“, sagt er. Es habe keinerlei Probleme gegeben und alles sei bestens organisiert gewesen.

Das hatten die Schüler auch Jugendpflegerin Xenia Ullrich zu verdanken. Sie kümmerte sich im um die Anmeldung der Demo und sprach mit Feuerwehr und Polizei wegen der Verkehrssicherheit. „Eine politische Beteiligung aus der Jugend heraus ist super und unterstützenswert“, sagte Ullrich. Sie sei unfassbar stolz, was die Jugendlichen in Diedorf erreicht haben.

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.05.2019

Was können die Schulen für den Klimaschutz tun ,ganz eiinfach,den Klimaschutz als Lernfach aufnehmen.. Gerade in den Schulen wird der Klimaschutz von den Schülern missachtet. Es gibt mehrere Beispiele dafür. Jedes Jahr werden in den Schulen tonnenweise Lebensmittel in den Abfall geworfen. Viele Kinder lassen sich von ihren Eltern zur Schule fahren,und in ihrer Freizeit werden sie von Ihren Eltern zum Sportplatz gefahren der nur einpaar Meter weit entfernt ist. In vielen Schulhöfen sieht es manchmal aus wie auf einer Müllhalde. ,jeder Hausmeister in den Schulen,kann da von ein Lied singen.Mich ärgert es einfach wenn man auf die Straße zum demonstrieren geht wegen dem Klimaschutz,aber selber der größte Umweltsünder ist. Ich habe nichts da gegen wenn Schüler auf die Straße gehen um zu demonstrieren was den Klimaschutz anbelangt,doch man sollte erst einmal bei sich selber anfangen was ich für den Klimaschutz tun kann. Jetzt ist der Klimaschutz ein Thema bei den Schülern,doch nach einpaar Wochen ist dieses Thema,kein Thema mehr. Klimaschutz heißt auch auf einiges verzichten,doch wer von den Schülern will schon auf seine Annehmlichkeiten verzichten ,die zu lasten des Klimaschutz gehen.

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25.05.2019

Warum gehen diese Kinder auf die Straße,sie sollten sich mal überlegen was sie für den Klimaschutz tun können. Wie zum Beispiel. nicht mit dem Flieger in den Urlab starten,keine Klassenfahrten wegen dem Dieselgstank,keine Lebensmittel oder Klamotten vom Ausland,auf das tägliche Duschen zu verziechten,keine Pausenbrote mehr in den Müll entsorgen,kein Mäc Donalds mehr wegen dem vielen Müll. Erst bei sich selber anfangen befor man auf die Straße geht wegen dem Klimaschutz

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