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Kandidatur

16.11.2019

Sigrid Steiner will ins Gersthofer Rathaus einziehen

Sigrid Steiner
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Sigrid Steiner
Foto: Manfred Lehnerl

Mit der 50-jährigen Juristin gibt es nun drei Bewerber gegen Michael Wörle

Lange sah es so aus, als ob der von Freien Wählern sowie SPD und Grünen unterstützte parteilose Amtsinhaber Michael Wörle ins Rennen um den Gersthofer Bürgermeistersessel gehen würde: Doch nach Albert Kaps (Pro Gersthofen) und Max Poppe (CSU) bietet nun die Gruppierung W.I.R. eine Kandidatin auf: Mit Sigrid Steiner, so sind sich Fraktionschef Josef Koller und der W.I.R.-Vorsitzende Hans-Jürgen Fendt sicher, haben die Wähler eine Alternative auf dem Stimmzettel stehen.

Die 50-jährige Rechtsanwältin ist vielen Gersthofern als langjährige Vorsitzende der örtlichen Alpenvereinssektion mit über 600 Mitgliedern bekannt. Sie wurde zwar in Augsburg geboren, verbrachte aber ihr ganzes Leben in Gersthofen. Ihr Abitur machte sie im Paul-Klee-Gymnasium, danach studierte sie von 1989 bis 1993 in Augsburg (1. Staatsexamen). Das zweite Staatsexamen folgte dann 1995.

Seit 1996 arbeitet sie als Anwältin für Familien- und Erbrecht und betreibt heute zusammen mit fünf Kollegen eine Kanzlei in Augsburg.

„Ich bin von Anfang an als Mitglied bei W.I.R. engagiert, stand auch wieder auf der Kandidatenliste für den Stadtrat“, sagt sie. Bis zur Wahl wird sie noch kurz Stadtratserfahrung sammeln können, denn sie ist Nachrückerin für Jürgen Schantin. Dieser will bei der Stadtratssitzung am 27. November sein Mandat niederlegen, da er sich in Gablingen um das Bürgermeisteramt bewirbt.

„Als es so aussah, als ob das Rennen schon vor dem Start entschieden sein könnte, weil Michael Wörle allein auf der Bahn war, habe ich mich entschlossen, die Herausforderung anzunehmen – um den Wählern eine Alternative anbieten zu können.“

Obwohl Quereinsteigerin, sieht sie sich für den Rathausjob gewappnet: „Als Juristin bin ich gewohnt, in Strukturen zu denken und mich im rechtlichen Rahmen zu bewegen.“ Zudem habe Gersthofen eine kompetente Verwaltung mit vielen Fachleuten. „Verwaltungsrecht war immer ein Steckenpferd.“ Verschiedene Standpunkte zu vereinen, so die passionierte Bergsteigerin, gehöre sowohl zum täglichen Berufsleben als auch zur Führung des Alpenvereins. Am Zusammenhalt der Gemeinschaft zu arbeiten, ist für sie deshalb eine der obersten Maximen – gerade für eine Bürgermeister-Position. Ihr Ehrenamt beim Alpenverein trage überdies viel dazu bei, meint Sigrid Steiner, dass sie in den aktuellen Themen – Klima, Natur, Nachhaltigkeit, aber auch Lebensqualität – auf der Höhe der Zeit ist.

Gersthofen hat weiterhin großes Potenzial, so Sigrid Steiner, doch: „Die nächsten Jahre werden nicht einfach. Wir werden maßvoll haushalten müssen“, sagt sie, „und dürfen den Mittelstand als stabiles Rückgrat unserer Wirtschaft nicht vernachlässigen.“

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