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23.05.2015

Tornado: Obdachlose finden Zuflucht in Gersthofen

Geschäftsmann öffnet das Kirnerhaus. Der Stadtrat greift auf einen Hilfsfonds zurück

Familien, die bei dem Tornado, der vergangene Woche den Langweider Ortsteil Stettenhofen heimgesucht hat, ihr Obdach verloren haben, haben jetzt in Gersthofen Zuflucht gefunden. Wie Bürgermeister Michael Wörle bekannt gab, hat der Dasinger Geschäftsmann Peter Pletschacher das ihm gehörende Kirnerhaus (benannt nach dem früher dort residierenden Reisebüro) an der Bahnhofstraße zur Verfügung gestellt. Das inzwischen in Teilen leer stehende Gebäude könnte abgerissen werden, wenn Pletschacher seine Pläne für ein Einkaufszentrum („Forum“) verwirklicht. Ein Zeitpunkt dafür ist aber nicht absehbar.

Bei dem Tornado waren Wohnblocks am Breitenbach so heftig beschädigt worden, dass sie nicht mehr bewohnbar waren. Die Gemeindeverwaltung in Langweid suchte daraufhin fieberhaft nach Ausweichquartieren für mehr als ein Dutzend Menschen. Unter denen, die auf den Hilferuf reagierten, waren Pletschacher und der Hirblinger Markus Brem.

Auch die Stadt Gersthofen hilft der Nachbargemeinde Langweid und den Tornado-Opfern ganz offiziell. Einstimmig hat der Stadtrat 5000 Euro für die Betroffenen freigegeben. Das Geld stammt aus dem Fonds „Hilfe in Not“, dessen Tätigkeit sich sonst nur auf Gersthofen erstreckt. Bürgermeister Wörle würdigte auch den Einsatz der Feuerwehren aus Hirblingen, Batzenhofen und Gersthofen, die mehr als 20 Stunden in Stettenhofen im Einsatz waren. Die Gersthofer Wehrmänner ließen dafür den Vatertagsausflug sausen.

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Die Notfallseelsorge der Diözese Augsburg organisiert am Donnerstag, 28. Mai, einen Infoabend für Menschen, die vom Tornado betroffen sind oder anderweitig psychisch mit dessen Folgen zu kämpfen haben.

Der Infoabend, der ausdrücklich auch für die Menschen aus Stettenhofen gedacht ist, beginnt um 19.30 Uhr in der Affinger Turnhalle. Das teilte Pfarrer Max Bauer mit. Betroffene können sich hier informieren und erhalten Hilfe.

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