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Neusäß

10.01.2016

Wie lässt sich die Gefahr für Radler entschärfen?

Vielen Neusässer Stadträten sind die Maßnahmen auf dem Weldenbahn-Radweg an dem gefährlichen Übergang an der Mühlbachstraße nicht genug.
Bild: Marcus Merk

Ein Weg in Neusäß ist eine Gefahr für Skater und Radler. Wie lässt sich verhindern, dass hier noch mehr Unfälle passieren?

Höchst beliebt bei Freizeitsportlern ist der Weldenbahn-Radweg. Doch zwischen Neusäß und Aystetten lauert eine große Gefahr für Radler und Skater. In Ottmarshausen quert die einstige Bahntrasse die viel befahrene Mühlbachstraße. Grünen-Stadträtin Ulla Schwinge-Haines sprach im Planungsausschuss von einer „unglaublich gefährlichen Stelle“.

Bis zum Jahr 2015 war der Radweg durch eine sogenannte Umlaufsperre gesichert, damit man nicht achtlos über die Straße fährt, ohne auf den Autoverkehr zu achten. Als dann aber ein Radfahrer an der Umlaufsperre hängenblieb, schwer stürzte und einen Schädelbasisbruch erlitt, wurde die Sperre abgebaut.

2011 passierte an der Gefahrenstelle ein Unfall, 2015 waren es zwei. Ein Jahr zuvor hatte Landrat Martin Sailer in Aussicht gestellt, die Sperre wieder anzubringen. Als nichts geschah, erhob dies der Planungsausschuss zu einer Forderung. Bei einem Ortstermin im Juli unter anderem mit der Polizei, Vertretern der Stadt Neusäß und des Landratsamtes wurde das Ja zur Sperreinrichtung offiziell versagt.

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Begründung: Die Absperrungen stellen ein Hindernis für Radfahrer und ganz besonders für Eltern mit Kinderanhänger dar. Stattdessen müsse die Aufmerksamkeit der Benutzer erhöht werden.

Dies geschah durch folgende Maßnahmen: größere Hinweisschilder, Reste der Absperrung abgebaut, Piktogramme auf die Fahrbahn, Hecke geschnitten. Der FW-/FDP-Fraktion im Neusässer Stadtrat war dies nicht genug.

Danach sollte eine große Sperrfläche auf der westlichen Mühlbachstraße markiert werden (mindestens vier Meter links und rechts des Weldenbahn-Radwegs) und eine solche auch für die Ausfahrt vom Parkplatz des Abenteuerspielplatzes angebracht werden. Zusammen mit dem Landkreis sollten weitere Sicherungsmaßnahmen wie Ersatz der Baken oder Verschwenkung des Radweges geprüft werden. Auch die Verkehrsschilder sollten nochmals unter die Lupe genommen werden.

Auf der Mühlbachstraße sind inzwischen Piktogramme „30“ aufgebracht, die Schilder „Vorfahrt achten“ vergrößert worden. Bodenmarkierungen mahnen Autofahrer, das Halteverbot dort einzuhalten, das die Sicht gewährleisten soll. Zudem soll nach Angaben der Bauverwaltung das Halteverbot auf der westlichen Seite der Mühlbachstraße verlängert werden.

Zu der gewünschten Verschwenkung des Radweges wird es allerdings zumindest vorerst nicht kommen. Dies müsste die Stadt Neusäß aus eigenen Mitteln finanzieren. Wie viel dies kosten würde, wollte FW-Fraktionschefin Inge Steinmetz-Maaz wissen und verwies auf das Beispiel Aystetten. Die Frage blieb in der Sitzung unbeantwortet. Gleichwohl wurde der Antrag, den Weldenbahn-Radweg auf Kosten der Stadt zu verschwenken, mit den Stimmen der CSU abgelehnt (Abstimmungsergebnis 6:5). de

Die Diskussion ist geschlossen.

09.01.2016

Wer mit Hindernissen dieser Art nicht zurecht kommt hat das Recht mangels Eignung verwirkt am öffentlichen Verkehr teilzunehmen. Das heißt nicht, daß ich ein Freund von solchen "Hindernissen" bin. Ausgburg hat in den letzten Jahren sehr viel Geld für Straßenverengungen, künstlichen Verkehrsinseln und ähnlichem Schwachsinn ausgegeben. Straßenbau in Augsburg: wenn ich beide Augen zudrücke: Note 5.

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10.01.2016

Na dann lassen Sie mal das Teilnehmen am öffentlichen Verkehr schön bleiben. Denn ich will mal sehen, wie Sie mit einem Bullit, einem Croozer Kinderanhänger, einem Dioxin Tourer oder einem ORCA durch die diversen Gängel-Blockaden fahren. Und ich meine, ohne sich zum Fußgänger zu machen. Autofahrer werden auch nicht zum Aussteigen und schieben angehalten. Das ist schlicht und ergreifend Diskriminierung. So eine Art Blockade würde man nirgendwo in Augsburg lange stehen lassen, wenn sie den KFZ-Verkehr auf dieselbe nachhaltige Weise blockieren könnte. Da sind dann komischerweise auch sofort alle möglichen Vorschriften bekannt, warum und wieso man das doch auf gar keinen Fall so machen dürfte. Aber solange es nur die motorlosen betrifft, ist alles scheiß egal. Na gut, wenigstens einige aus Neusäß scheinen kapiert zu haben, worum es letztlich geht.

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08.01.2016

»Die Absperrungen stellen ein Hindernis für Radfahrer und ganz besonders für Eltern mit Kinderanhänger dar. Stattdessen müsse die Aufmerksamkeit der Benutzer erhöht werden.«

Da hat dann doch tatsächlich mal jemand seine Hausaufgaben gemacht. Auch Trikes, Lastenräder, Tandems oder Velomobile würden nicht durch kommen. Das wäre, als wenn man eine Straße so gestalten würde, dass jemand mit einem Kombi schon nicht mehr durch die Straße kommt. Würde auch keiner machen. Und Ignoranz grundlegender Verkehrsregeln (z. B. sich vergewissen, dass die Straße bei Überquerung frei sein wird) liegt in erster Linie mal in der Verantwortung der Verkehrsteilnehmer selbst.

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