Aystetten

18.08.2018

Eine bittere Pille

Bittere Pille für Dejan Mijailovic, Benni Schmoll, Maximilian Klotz und Benjamin Sakrak (von links) und den SV Cosmos Aystetten. Gegen Landsberg gab es eine 0:5-Heimklatsche und Schmoll schied mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus.
Bild: Oliver Reiser

Warum der SV Cosmos Aystetten eine der höchsten Niederlagen in der Landesliga hinnehmen muss

Die zweithöchste Niederlage in seiner Landesliga-Geschichte musste der SV Cosmos Aystetten gestern gegen den TSV Landsberg hinnehmen. Nur beim 0:6 in Nördlingen hatte man am vorletzten Spieltag der abgelaufenen Saison höher verloren. Doch die bittere Pille bekam noch einen Nachgeschmack: Mit Benni Schmoll hat sich ein weiterer Akteur verletzt. Vermutlich hat sich der Abwehrrecke erneut einen Kreuzbandriss zugezogen.

Dabei fehlten gegen den Tabellenzweiten mit Max Drechsler, Dominik Isufi (verletzt), Valentin Coca, Thomas Hanselka, Gheorghe Gosa und Xhevalin Berisha (Urlaub) bereits mehr als eine halbe Mannschaft an Stammspielern. Das kann kaum eine Mannschaft ersetzen, zumal der SV Cosmos auf der Bank durchaus dünn besetzt ist. Die Niederlage in Grenzen halten – so lautete deshalb die Devise. Diese schien sich Kaan Dogan noch nicht verinnerlicht zu haben, denn bereits in der ersten Minute startete er einen Sololauf, bei dem es lichterloh im Landsberger Strafraum brannte und die Abwehrrecken der Gäste mit Müh und Not einen Gegentreffer verhindern konnten. Dann übernahm der Tabellenzweite das Kommando. Schnell, dynamisch und körperlich präsent nagelte der TSV Landsberg die Hausherren in der eigen Hälfte fest. Als Benjamin Sakrak beim Klärungsversuch den Gegenspieler anschoss ließ sich Felix Mailänder nicht lange bitten und verwandelte dieses auf dem Silbertablett präsentierte Geschenk zum 0:1 (8.). Die Gäste hatten nun eine Chance nach der anderen zu verzeichnen, eine als Vorlage gedachte Flanke von Jannis Danke klatschte dabei an den Pfosten (21.). Zwei Minuten später das 0:2 durch Manuel Detmar. Das ging viel zu schnell für die Aystetter Hintermannschaft – aber auch für das Schiedsrichtergespann, das eine klare Abseitsstellung übersah.

Der Unparteiische zog sich auch beim 0:3 den lautstarken Zorn der Aystetter zu, als er nach einem Foul an Robert Markovic-Mandic weiterlaufen ließ und Felix Mailänder das 0:3 ermöglichte (49.). Die beste Aystetter Szene spielte sich in der 52. Minute ab, als Julian Bergmair einen Diagonalpass volley in die Mitte verfrachtete und Florian Linder den Fallrückzieher über das Tor setzte. Das wäre einen Treffer wert gewesen. Ebenso wie der Volleyschuss von Landsbergs Sebastian Gilg, der vom Innenpfosten wieder heraussprang (58.).

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Nach einer Stunde plätscherte das Spiel nur mehr dahin. Schön wäre es gewesen, wenn von dem Geplätscher auch der knochentrockene und pickelharte Rasen etwas abbekommen hätte. Für Unterhaltung sorgte nur noch Schiedsrichter Markus Hertlein aus Dinkelsbühl, der den Gästen zwei zweifelhafte Elfmeter zusprach. Einmal sah es zunächst aus, als wolle er eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe zücken. David Anzenhofer war’s egal. Er verwandelte seine Strafstöße Nummer sieben (62.) und acht (77.) in dieser Saison humorlos und unhaltbar zum 0:5-Endstand.

SV Cosmos Aystetten Bernhardt – Bergmeir, Schmoll (64. Djajic), Sakrak, Klotz (64. Zeller) – Mijailovic – Szilagyi, Dogan, Heckel – Linder, Markovic-Mandic.

TSV Landsberg Schmitt – Göttle, Hennebach, Anzenhofer, Danke, Bonfert, Storhas, Fülla (67. Meichelböck), Salemovic (67. Neuhaus), Detmar, Mailänder (53. Gilg).

Tore 0:1 Mailänder (8.), 0:2 Detmar (24.), 0:3 Mailänder (50.), 0:4 Anzenhofer (63./Foulelfmeter), 0:5 Anzenhofer (77./Foulelfmeter). – Schiedsrichter Markus Hertlein (Dinkelsbühl) – Zuschauer 140.

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