Fußball-Nachlese

08.04.2014

Große Kulissen sind rar geworden

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Vollzugsmeldung! Langweids Alexander Wilhelm bejubelt einen Treffer gegen Achsheim. Links Sergej Scheifel.
Bild: Karin Tautz

300 Zuschauer sehen im Horgauer Ortsderby einen 4:2-Sieg des FCH. Thomas Kubina sichert TSV Dinkelscherben „Big Points“ im Abstiegskampf

Die 30660 Zuschauer in der SGL-Arena durften am Samstagnachmittag eine historische Stunde erleben. Zum ersten Mal seit 53 hat der FC Augsburg wieder einen Sieg gegen den FC Bayern München gefeiert. Und damit doppelt Geschichte geschrieben: Der Underdog hat nämlich dem übermächtigen Rekordmeister mit dem 1:0 auch die erste Niederlage nach 53 Spielen zugefügt. Unglaublich, welche Szenen sich nach dem Schlusspfiff im ausverkauften Stadion abspielten. Unfassbar, wie viele Menschen lauthals singen, dass sie seit 1907 jeden Samstag für den FCA da sind, weil sie Augsburger sind „und ihr nicht!“ Wo waren diese Fans noch vor zehn Jahren, als der FCA im gähnend leeren Rosenaustadion vor 300 Zuschauern gegen Pfullendorf oder Bayern Hof gespielt hat?

Daniel Feistle trifft erstmals in einem Ortsderby

Egal. Irgendwo müssen diese Fußballbegeisterten ja fehlen. Das Landesliga-Derby zwischen dem TSV Gersthofen und dem TSV Friedberg verfolgten gerade einmal 126 Zahlende. Auf größeren Zuspruch stießen da am Sonntag die echten Ortsderbys in der Kreisklasse Nordwest. 300 Schaulustige verfolgten das ewig junge Duell zwischen dem FC Horgau und der SpVgg Auerbach-Streitheim. Die Kleeblätter gewannen mit 4:2 und Daniel Feistle machte sein Versprechen wahr. Der 26-Jährige, vor Saisonbeginn aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich einer Fusion der beiden Klubs von Auerbach nach Horgau gewechselt, erzielte seinen ersten Treffer in einem Ortsderby. Der FCHo darf weiter vom Aufstieg in die Kreisliga träumen.

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Ebenso wie der FC Langweid, dessen Kassier zum Ortsderby gegen den SV Achsheim 120 Besucher begrüßen durfte. Mit dem 4:2-Erfolg dürften sie den Lokalrivalen fast schon in die A-Klasse zurückgeschickt haben. Zumal der SVA seinen besten Spieler Michael Hertle, der zwei Freistöße aus 18 Metern rechts und links in den Winkel setzte, durch eine Rote Karte verlor.

120 Zuschauer pilgerten auch zum Sportplatz des SV Ehingen/Ortlfingen. Dort entledigten sich die Schmalz-Schützlinge mit einem 2:1-Sieg gegen den TSV Welden der gröbsten Abstiegssorgen, während die Ambitionen der Truppe von Till Hofmann einen herben Dämpfer bekamen.

Gar 150 Besucher sahen das Holzwinkelderby in der A-Klasse Nordwest zwischen dem SV Adelsried und dem TSV Lützelburg. Als alles bereits mit einem Unentschieden rechnete, gelang Florian Kotnig der erlösenden 2:1-Siegtreffer für das Kellerkind. Doch freuen konnte man sich darüber nicht so wirklich, musste doch Spielertrainer Sebastian Kalkbrenner mit einer schweren Verletzung ins Krankenhaus verbracht werden.

Der FCA hat den FC Bayern ohne seine bisher erfolgreichsten Torschützen André Hahn (10) und Tobi Werner (9) sowie die verletzten Morawek, Ji und den kranken Vogt geschlagen. Auch beim TSV Dinkelscherben fehlte mit Alexander Guggemos, Alexander Berchenbreiter und Michael Kaltenegger ein Trio aus der Abteilung Torgefahr. Dazu noch Lukas Hörtensteiner. Trotzdem feierten die Lila-Weißen bei der SSV Glött einen nicht mehr für möglich gehaltenen 3:2-Auswärtssieg. „Das war ein absoluter Big Point“, freute sich Abteilungsleiter Martin Mehr, der nach einer 2:0-Pausenführung die Felle schon davonschwimmen sah. „In der richtig starken ersten Halbzeit hat man Spielzüge gesehen, wie schon lange nicht mehr“, staunte Mehr über die eigene Truppe. Maßgeblich am Sieg beteiligt war der 19-jährige Thomas Kubina, der den Alleinunterhalter im Angriff gab und zwei Tore erzielte. Kurios der Siegtreffer, als er in eine verunglückte Rückgabe spurtete und eiskalt zum 3:2 einnetzte. „Jetzt haben wir einen Puffer von neun Punkten zu den Abstiegsplätzen“, sagte Mehr.

Nachholspiel verlegt

Da wäre das geplante Nachholspiel am morgigen Mittwoch gegen den Tabellenletzten Wiesenbach gerade recht gekommen. Doch diese Partie wurde erneut verlegt. Auf Wunsch der SpVgg, deren Trainer am Mittwoch nicht da gewesen wäre, wurde der Spielverlegung auf Mittwoch, 7. Mai (18.30 Uhr) stattgegeben.

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