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Täfertingen

06.08.2019

Vom Regionalligisten flach gelegt

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Obwohl sich Dominik Mörz und der TSV Täfertingen mächtig ins Zeug legten, musste der Kreisliga-Aufsteiger gegen den vier Klassen höher angesiedelten Regionalligisten FC Memmingen eine 0:10-Niederlage hinnehmen. Im Hintergrund der fünffache Torschütze Natsuhiko Watanabe.

Warum das angeblich größte Spiel der Vereinsgeschichte doch mit einigen Wermutstropfen bekleckert wurde. Vier Minuten vor Schluss wird es zweistellig

Wenn man als Kreisklassist Pokalsieger in seinem Fußball-Kreis wird, dann freut man sich für gewöhnlich auf das größte Spiel der Vereinsgeschichte. 90 Jahre ist der TSV Täfertingen heuer geworden, nach der Meisterschaft in der Kreisklasse Nordwest und dem Gewinn des Totopokals im Kreis konnte man nun in der ersten Hauptrunde des bayerischen Pokalwettbewerbes den Regionalligisten FC Memmingen begrüßen. Ob das wirklich das größte Spiel der Vereinsgeschichte war?

Der erste Wermutstropfen fiel schon in den Freudenkelch, als der FC Memmingen das Spiel unbedingt am Dienstag austragen wollten. Da ist bei den Mannschaften der Umgebung Training, was bestimmt 100 Zuschauer gekostet hat. Und da ein Regionalligist aus dem Allgäu in der Region Augsburg jetzt nicht unbedingt ein Publikumsmagnet ist, säumten gerade Mal 250 den grünen Rasen. „Ein bisschen mehr hätten schon sein können“, grantelte Abteilungsleiter Günter Stempfle. Bei den Toren hätte es nach seinem Dafürhalten hingegen eines weniger sein können, denn sein Wunsch lautete: „Nicht zweistellig verlieren.“ Vier Minuten vor Schluss war es dann doch soweit: Marco Boyer markierte den 0:10-Endstand.

Das erste Mal musste TSV-Torhüter Benjamin Schierz die Kugel schon nach 55 Sekunden aus dem Netz holen. Das ging für die tapferen Täfertinger alles viel zu schnell. Der nächste Schock ereilte den Kreisliga-Aufsteiger, als Justin Djondo-Pacham bereits nach sieben Minuten verletzt ausscheiden musste. Er hatte sich die Schulter ausgekugelt und wurde bis zum Eintreffen des Krankenwagens von zwei Mitgliedern des umfangreichen Memminger Betreuerstabe versorgt. Das nennt man Fair Play par excellence!

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Auf dem Platz hatten die Gäste weniger Mitleid mit dem TSV Täfertingen. Mit herrlichen Spielzügen wurde die heimische Abwehr ausgehebelt und in der Mitte vollstreckten Lukas Ender, David Remiger und Natsuhiko Watanabe (3) zum 0:6-Pausenstand. Ein Treffer schöner wie der andere, besonders das 0:6, als Watanabe das Spielgerät mit der Hacke ins Kreuzeck bugsierte.

Nach dem Wechsel schaltete der Regionalligist in den Kraftspar-Modus. Trotzdem trafen der überragende Japaner Natsuhiko Watanabe, der schon beim VfR Aalen in der 3. Liga gespielt hat, und Marco Boyer noch je zweimal.

Pierre Winatschek war die deutliche Niederlage egal. Der 29-Jährige hatte nach einem Gnadengesuch an den Fußball-Verband erst am Freitag grünes Licht bekommen. Nach seiner Roten Karte im Kreispokalfinale gegen den Kissinger SC wurde ihm eines von drei Spielen Sperre erlassen. So konnte er im größten Spiel der Vereinsgeschichte mitwirken. „Memmingen war klar besser und hat fast jede Chance verwertet. Aber wir haben uns trotz der zehn Gegentore gut verkauft“, zog er Bilanz.

TSV Täfertingen: Schierz – Djondo-Pacham (7. S. Weis), Mörz, Lindermayr, Kariwabo – Winatschek, G. Weis, Villani, van der Werf – Manno (72. Tetik), Stickroth (40. Basholli).

FC Memmingen: Thiel, Gräser, Remiger, Ender, A. Kelmendi (46. Schmölz), Jokic, Morou (46. Ezeala), Boyer, Kücük, Sarici, Watanabe.

Tore: 0:1 Sarici (1.) 0:2 Ender (15.) 0:3 Watanabe (17.) 0:4 Watanabe (21.) 0:5 Remiger (37.) 0:6 Watanabe (39.) 0:7 Boyer (59.) 0:8 Watanabe (68.) 0:9 Watanabe (83.) 0:10 Boyer (86.). – Schiedsrichterin: Angelika Söder (Ochenbruck) - Zuschauer: 250.

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