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Donauwörth/Augsburg

06.08.2018

"Ankerzentrum" wird erweitert: Neues Asylheim für Augsburg

Ab nächster Woche sollen in der Alten Ziegelei im Augsburger Stadtteil Inningen Flüchtlinge leben.
Bild: Silvio Wyszengrad

Weil Schwabens Ankerzentrum für Asylbewerber in Donauwörth zu voll wird, zieht ein Teil der Flüchtlinge nach Augsburg. Die ersten Bewohner kommen nächste Woche.

Das zum 1. August in Betrieb gegangene schwäbische „Ankerzentrum“ für Asylbewerber in Donauwörth wird um eine Zweigstelle in Augsburg erweitert. Ab nächster Woche sollen bis zu 90 Flüchtlinge in die Alte Ziegelei im Stadtteil Inningen umziehen.

Das sei am Montagvormittag beschlossen worden, erklärte Frank Kurtenbach von der Regierung von Schwaben. In einem ersten Schritt sollen rund 50 Asylbewerber in das Gebäude ziehen, maximal wäre für 90 Personen Platz, sagte der Leiter des schwäbischen „Ankerzentrums“ im Gespräch mit unserer Zeitung.

"Ankerzentrum" in Donauwörth wird zu voll

Ein Grund für die Eröffnung der Augsburger Dependance sei die vergangene Woche bei der Regierung eingegangene Nachricht, dass in Donauwörth künftig auch immer wieder Flüchtlinge aus Nigeria untergebracht werden sollen – bislang leben dort vor allem Asylbewerber aus der Türkei (65 Prozent) und aus Gambia (30 Prozent).

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Die Übernahme der Nigerianer führe dazu, dass die in Donauwörth angepeilte Obergrenze von etwa 600 Bewohnern voraussichtlich nicht gehalten werden könne. Als Entlastung für die Stadt im Donau-Ries greife man daher auf die bereits 2016 angemiete und umgebaute Immobilie in Inningen zurück.

Wer zieht in die Asylunterkunft nach Augsburg?

Dorthin sollen insbesondere Asylbewerber aus der Türkei und Gambia kommen, die weite Teile ihres Asylverfahrens bereits durchlaufen haben und lediglich auf eine endgültige Entscheidung oder ihre Abschiebung warten. „Wir wollen in Inningen keine Konzentration von Problemfällen, sondern wir werden auch dort auf eine verträgliche Mischung der Bewohner achten“, versprach Kurtenbach.

Zudem sei rund um die Uhr ein Sicherheitsdienst vor Ort. Schon im Dezember 2015 hatte die Stadt die Inninger Bürger darüber informiert, dass die Alte Ziegelei eines Tages als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden könnte.

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06.08.2018

Dafür kann man dem CSU-Innenminister, der CSU-Staatsregierung und der CSU-Stadtregierung nur danken. Wirklich eine Spitzenleistung nach dem Spektakel der letzten Wochen... da fühlt man sich wirklich nicht verschaukelt!

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