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Augsburg: Aus für mögliche Windräder bei Inningen?

Augsburg

Aus für mögliche Windräder bei Inningen?

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    Den Stadtwerken gehören auf der Schwäbischen Alb zwei Windräder in einem Windpark.
    Den Stadtwerken gehören auf der Schwäbischen Alb zwei Windräder in einem Windpark. Foto: Nadine Pflaum

    Für einen möglichen Windpark auf der Hochterrasse zwischen Lech- und Wertachtal nahe Inningen haben sich, neun Jahre nachdem man bei der Standortsuche im Stadtgebiet auf diese Potenzialfläche gekommen war, die Realisierungschancen verschlechtert. In einer Vorabstellungnahme sieht die Bundeswehr Probleme für ihren Flugverkehr, sollte dort ein Windrad gebaut werden. Auch die Stadt spricht von Schwierigkeiten - und sucht nun nach Lösungen.

    Die Bundeswehr argumentiert, mit dem Bau eines Windrads seien die bisherigen Flughöhen nicht mehr einhaltbar. Eine andere Schwierigkeit ist laut Stadtplanungsamt die Nähe zu Haunstetten Südwest und die 10-H-Abstandsregel, wobei die Behörde auch die Auffassung ist, dass sich diese Thematik lösen ließe.

    Gespräche mit der Bundeswehr

    Die Stadt will nun versuchen, in Gesprächen mit der Bundeswehr auszuloten, ob der Standort südlich von Inningen nicht doch machbar sein könnte, und sich parallel nach anderen möglichen Standorten umsehen. Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) hatte den Stadträten ursprünglich vorgeschlagen, das Thema Windkraft bis zum Herbst zurückzustellen, wenn ein konkreter Maßnahmenkatalog zur Erreichung der städtischen Klimaziele erwartet wird. Der ÖDP ging das aber nicht schnell genug. "Wenn wir das Restbudget einhalten wollen, wird jede Art der Energieerzeugung nötig sein", so Stadtrat Christian Pettinger am Donnerstagabend in der Sondersitzung des Stadtrats zum Klimaschutz.

    Genossenschaft würde bauen wollen

    Allerdings ist der Standort südlich von Inningen kein übermäßig windreicher Standort. Dennoch, so Grünen-Fraktionschef Peter Rauscher, gebe es eine Genossenschaft, die dort gerne ein Windrad bauen würde, aber von den aktuellen planungsrechtlichen Hürden abgeschreckt sei. Insofern stelle man sich hinter den Antrag von Pettinger. Von CSU-Stadtrat Josef Hummel kam der Einwurf, dass es wohl kein Zufall sei, dass bisher noch kein förmlicher Antrag auf den Bau eines Windrads von einem Investor gestellt wurde. "Hier gibt es wenig Wind, und darum macht ein Windrad nicht besonders viel Sinn." Die Stadtwerke, die seit zehn Jahren an einem Windpark auf der Schwäbischen Alb beteiligt sind, winken beim Thema Windkraft ab. Man konzentriere sich aktuell unter anderem auf den Ausbau des Fernwärmenetzes, so Geschäftsführer Alfred Müllner, und mache sich Gedanken über den Bau eines zweiten Biomassekraftwerks, um bei der Erzeugung und Verteilung von klimaneutraler Wärme voranzukommen.

    Suche außerhalb des Stadtgebiets

    Am Ende stimmte eine Mehrheit des Stadtrats gegen sieben Stimmen (teils auch aus der CSU) dafür, am Standort Inningen dranzubleiben und gleichzeitig noch einmal andere mögliche Standorte im Stadtgebiet zu untersuchen. Im Stadtgebiet dürfte diese angesichts der 10-H-Regel aber extrem rar sein. Darum soll auch in städtischen Wäldern außerhalb der Stadtgrenzen gesucht werden. Im Revier nahe Odelzhausen neben der A8 nach München stehen in städtischen Wäldern bereits Windräder von Investoren. Erben sagte, man sehe sich gleichwohl in der Pflicht, sich vorrangig im eigenen Hoheitsgebiet um Windkraft zu kümmern und "nicht anderen die Windräder vor die Tür zu stellen".

    Weiteres Thema war die Förderung von Photovoltaik. So sollen nun, nach den Schulen, alle Dächer von Kitas auf ihre Eignung hin untersucht werden. Zudem will die Stadt Brachflächen im eigenen Eigentum unter die Lupe nehmen, ob dort Solarparks entstehen könnten. Denkbar sind größere Brachen, die bereits versiegelt sind oder Altlasten haben. Auch Äcker mit geringem Ertrag sowie Deponieflächen kommen in Frage.

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