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25.11.2017

CSU-Führungsstreit: „Es ist nichts festgelegt“

Oberbürgermeister Kurt Gribl hält den Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer für richtig.
Bild: Silvio Wyszengrad

Was Seehofer Stellvertreter Kurt Gribl zu einer möglichen Doppelspitze sagt

Die CSU steuert im parteiinternen Machtkampf auf eine Doppelspitze zu: Viel spricht dafür, dass Markus Söder neuer Ministerpräsident wird und Horst Seehofer den Parteivorsitz behält. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl, Parteivize und damit einer der Stellvertreter von Seehofer, will die Personalie in dieser Form nicht bestätigen.

Gribl nahm an der Sitzung des Parteivorstands teil. Er sagt am Tag danach: „Es ist nichts festgelegt.“ Seehofer werde jetzt, wie angekündigt, Gespräche führen „Und das halte ich für richtig“, so Gribl. Dass es nun einen Beraterkreis um die Ehrenvorsitzenden Theo Waigel und Edmund Stoiber sowie Landtagspräsidentin Barbara Stamm gebe, sei gut. „Die Berater legen nichts fest, aber sie bringen ihre Erfahrung mit der Partei ein“, erläutert Gribl. Der Augsburger CSU-Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich sagte am Freitag: „Ich gehe davon aus, dass es in der CSU eine einvernehmliche Lösung geben wird. Wir brauchen in schwierigen Zeiten sowohl Erfahrung als auch Erneuerung.“ Über Namen will Ullrich nicht sprechen, er sagt aber: „Wir brauchen bald Klarheit, wie es nach den Vorstellungen der Beteiligten weitergehen soll.“

Dass Seehofer einen Beraterkreis engagiert hat, hält Ullrich jedenfalls nicht für verwerflich: „Ein Beratergremium kann hilfreich sein, um den Prozess zu moderieren. Allerdings kann diese Beratung am Ende nicht die demokratische Entscheidung der gewählten Gremien ersetzen.“ Ullrich rät der CSU, nicht permanent über Personalien zu diskutieren: „Wir sollten uns nicht so sehr mit uns selbst oder nur mit Personalfragen beschäftigen, sondern vielmehr über unsere Inhalte in einer womöglich kommenden Großen Koalition sprechen.“ Auch sei es nach wie vor nötig, das Wahlergebnis von 24. September in Ruhe zu analysieren. "Kommentar

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