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Augsburg

22.08.2020

Champions League: So verfolgen Fans das Corona-Finale in Augsburg

Dieser FC-Bayern-Fan geht wegen Corona auf Nummer sicher – und trinkt lieber alleine auf seine Mannschaft.
Bild: K. Nietfeld, dpa (Symbol)

Plus Viele Augsburger wollen am Sonntag den FC Bayern im Champions-League-Finale in der Öffentlichkeit schauen. Wo das möglich ist – und auf was Fans achten sollten.

Selbst dann, wenn der FC Bayern am Sonntag zum sechsten Mal den wichtigsten Titel im Vereinsfußball gewinnen sollte, wird es wohl keine rauschende Partynacht geben. Und das liegt nicht daran, dass der deutsche Rekordmeister aus der nahen Landeshauptstadt in Augsburg nicht nur Freunde hat – auch in Schwaben fiebern viele mit den Bayern mit. Doch selbst sporthistorische Ereignisse setzen die Corona-Regeln nicht außer Kraft. „Das Feiern in großen Versammlungen ist nicht möglich“, sagt der Augsburger Ordnungsreferent Frank Pintsch. Und wie geht es dann? Hier ein Überblick.

Nur wenn alle kooperieren, könne man steigende Infektionszahlen verhindern. Immerhin: „Wenn Fans den Sieg zusammen genießen möchten, können sie das auf öffentlichen Plätzen in kleinen Gruppen von bis zu zehn Personen im Rahmen der Vorgaben sehr gerne tun“, macht Pintsch deutlich. Getränke zum Mitnehmen und Autos sind in der Maximilianstraße aktuell ohnehin verboten – ein Autokorso also ausgeschlossen.

Welche Kneipen in Augsburg das Champions-League-Finale übertragen

Doch bis die Bayern-Fans womöglich überhaupt feiern können, müssen sie mindestens 90 Minuten mit ihrem Team fiebern. Während des Spiels könnte zumindest etwas Atmosphäre aufkommen, wie es sie sonst zur verschobenen Europameisterschaft gegeben hätte. Denn an vielen Orten in der Stadt wird es die Möglichkeit geben, das Spiel gemeinsam mit Freunden und Familie zu schauen. Das geht zuhause – anders als die Spiele zuvor überträgt das ZDF das Finale gegen Paris Saint-Germain, auch Fans ohne Pay-TV-Abo können live zusehen. Deshalb werden viele Kneipen das Spiel zeigen.

Veysel Yilmaz gehört zu denen, die das Spiel nicht daheim schauen wollen. Er ist Vorsitzender des Bayern-Fanclubs Schwabenteam aus Kriegshaber und plant, mit fünf bis sechs Vereinskollegen in eine Kneipe zu gehen. „Wir werden sicher keine große Party machen“, sagt Yilmaz. Doch trotz der besonderen Umstände wäre die Freude über einen Sieg groß, ist er sicher. Ein wenig feiern werde man sowieso – „auch wenn es mit dem Titel nicht klappt“. Wo die Gruppe das Spiel sehen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist: Wer in eine Kneipe gehen möchte, sollte dort reservieren – wenn das denn möglich ist.

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In der Fußballkneipe 11er in der Dominikanergasse geht das zum Beispiel nicht. „Es sind einfach zu viele Reservierungen ohne Absage geplatzt, Gift in diesen schweren Tagen!“, schreibt Wirt Markus Krapf auf Facebook. Beim Halbfinale am Mittwoch habe er einige Fans abweisen müssen. Wie in vielen anderen Kneipen sind die Kapazitäten im 11er aktuell deutlich geringer als sonst, damit die Gäste den geforderten Abstand einhalten können. Die Gaststätte betreibt zudem einen Biergarten am Rosenaustadion, in dem das Finale am Sonntag zu sehen sein wird. Da die Pay-TV-Lizenz nur in der Kneipe gelte, nicht jedoch im Biergarten, war das bisher nicht möglich. Weitere Plätze an der frischen Luft, von denen aus man das Spiel sehen kann, gibt es unter anderem im Manolito’s in der Thelottstraße und auf dem Sonnendeck in der Ludwigstraße. Plätze in der Innengastronomie bietet etwa Bob’s in der Innenstadt und in der Hammerschmiede an, sowie das Bistro Bismarck oder das Altstadtcafé.

Im 11er werden sich am Sonntag zum Finale wohl zahlreiche Fußballfans einfinden - auch wenn das Spiel im Free-TV läuft.
Bild: Peter Fastl (Archivfoto)

Martin Barnickel bleibt lieber zuhause. Der Bayern-Fan aus Hochzoll wird mit seiner Familie grillen, sein Trikot von Joshua Kimmich anziehen und das Spiel im Garten schauen. Das bislang letzte Europapokal-Finale der Bayern 2013 habe er im Biergarten gesehen und anschließend gefeiert. „Dieses Mal wird es viel kleiner werden“, sagt er.

Warum manche Biergärten in Augsburg das Finale nicht zeigen

Auch im Riegele-Biergarten und am Kultstrand im Schlachthofquartier verläuft der Corona-Fußball-Sommer anders als sonst. Dort konnte man sonst beim Public Viewing die Spiele von Welt- und Europameisterschaften verfolgen – zum Champions-League-Finale verzichten jedoch beide auf eine Leinwand. Das Kultstrand-Team teilt mit, dass man befürchte, dass die Gäste die zum Schutz vor dem Coronavirus geltenden Mindestabstände nicht einhalten können. Und Philipp Schaffer, Geschäftsführer im Riegele Brauhaus, sagt: „Leihe und Auf- und Abbau der Leinwand sind derart aufwendig, dass sich das für einen Tag nicht lohnt.“

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22.08.2020

Wir wären gerne Live dabei aber da dies dieses Jahr leider nicht geht werden wir es definitiv daheim schauen. Natürlich könnten wir auch in ein Lokal gehen aber wir fänden es gerade jetzt bei steigenden Zahlen als falsch.

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